Allgemeine Berichte | 02.03.2017

Frankreichaustausch des Megina Gymnasiums

Besuch der Franzosen in Mayen

Die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler verlebten eine ereignisreiche Woche miteinander. privat

Mayen. Der diesjährige Besuch der Franzosen der Partnerstadt aus Joigny vom Collège Marie Noël und vom Lycée Louis Davier fand vom 9. bis zum 16. Februar statt. Die 48 französischen Schülerinnen und Schüler wurden Donnerstagnachmittag am Schützenplatz in Empfang genommen. Während sich die Lehrer wie jedes Jahr freuten, sich wiederzusehen, hielt sich der Enthusiasmus auf Schülerseite zunächst in Grenzen. Aufgeregt und eher schüchtern schauten sie, wer denn wohl der Partner sei. So dauerte es etwas, bis Austauschpartner und Gepäck den Weg vom Schützenplatz zu den Gasteltern und corres gefunden hatten. Am Freitag begann das straffe Programm der Franzosen mit einem Tagesausflug nach Mainz, bei dem die Stadt und die Unterwelt kennengelernt werden konnten. Das Wochenende wurde in den Gastfamilien verbracht, wo Eislaufen, Shoppen, Koblenz oder Sealife und anderes auf dem Programm stand.

Montags wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst von Prof. Dr. Edzard Visser im Megina Gymnasium empfangen, wo er auf die besondere Beziehung beider Länder und das wertvolle Projekt „Austausch“ hinwies. Danach ging es zum nächsten offiziellen Termin: Empfang im Rathaus beim Oberbürgermeister Wolfgang Treis. Auch er betonte die fruchtbare Zusammenarbeit der Partnerstädte. Nach einer Stadtbesichtigung und anschließendem Aufstieg zur Schule, den die französischen Schülerinnen und Schüler so nicht gewöhnt sind, wurde ihnen das Schulgebäude gezeigt.

Nach kurzem Nachmittag trafen sich alle Eltern und Austauschpartner zum gemeinsamen deutsch-französischen Abend, der wieder einmal vom Freundeskreis Mayen-Joigny hervorragend mitorganisiert wurde. Die Eltern und Schüler hatten ein tolles Büffet vorbereitet. So konnten die Gäste typisch deutsche Salate, Kuchen und Nachtische kennenlernen.

Die Stimmung an dem Abend war bestens, was auch an der deutsch-französischen Tanzdarbietung und dem Musikvorspiel lag. Außerdem hatte die Austausch-AG Plakate zu Unterschieden zwischen Deutschland und Frankreich kreiert, die zu einigen lustigen Diskussionen führten. Man konnte an diesem Abend sehr gut sehen, dass die Nervosität und Unsicherheit von Donnerstag verschwunden war. Am Dienstag fand die gemeinsame Exkursion statt, bei der es dann für die lycéens nach Bonn zum Haus der Geschichte und in die Innenstadt ging, und für die collégiens zunächst auf den Kölner Dom und danach zum Schokoladen- und Sportmuseum. Dies war nicht nur programmmäßig ein Erfolg, sondern auch hier konnte man erkennen, dass sich die Bindung der Austauschpartner noch verstärkt hatte.

Als dann noch der Haribo-Shop angefahren wurde, gab es für viele kein Halten mehr. Die Franzosen brachten den Deutschen auch den veränderten Werbespruch aus Frankreich bei: „Haribo c’est beau la vie – plus tu manges, plus tu grossis!“

Am Mittwoch waren alle Franzosen im Unterricht und konnten so die Fächer und den Unterricht in Deutschland kennenlernen, bevor es am Donnerstag unter vielen Tränen wieder nach Frankreich ging. Im ersten Teil des Austausches wurde schon deutlich, dass ein Austausch mehr leistet als ein Französischunterricht leisten kann. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen im März, denn da steht der deutsche Rückbesuch an.

Die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler verlebten eine ereignisreiche Woche miteinander. Foto: privat

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