Realschule plus Puderbach
Besuch der Gedenkstätte Hadamar
Puderbach. Kürzlich besuchten die Klassen 9b und 9c die Gedenkstätte in Hadamar, in der zwischen 1941 und 1945 ca.15000 behinderte sowie psychisch kranke Männer, Frauen und Kinder Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“ wurden. Eindrucksvoll berichtete Frau Zimmermann, der „Guide“, von einzelnen Schicksalen, wie zum Beispiel das des jungen Benjamin Traub, der am 25. November 1914 in Mülheim an der Ruhr geboren wurde. Benjamin galt als sehr begabt, spielte Klavier und Schach. Aufgrund kurz nach seinem 15. Lebensjahr auftretender Krampfanfälle, welche man als Jugendschizophrenie diagnostizierte, wurde er im August 1931 in die Landesheilanstalt Weilmünster gebracht. Weilmünster galt als Zwischenstation für die Tötungsanstalt Hadamar. Von dort aus wurde er mit 62 weiteren Patienten am 13. März 1941 nach Hadamar verlegt, wo er am gleichen Tag ermordet wurde.
Im Anschluss an den Vortag folgte ein Rundgang durch das Gebäude sowie eine Gruppenarbeit, in deren Mittelpunkt weitere Opfer und deren Schicksale standen. Um viele traurige Eindrücke reicher, traten die Klassen nach 2.5 Stunden die Heimreise an.
Die Gedenkstätte Hadamar.
