Männergesangverein 1862 Sayn e.V. hatte zum Advents- und Weihnachtskonzert eingeladen
Besucher tauchten in eine wundervolle Musik-Welt ein
Bendorf-Sayn. Der Männergesangverein 1862 Sayn e.V. lud zum vierzigsten Male in die wunderschöne, herrlich weihnachtlich dekorierte Abteikirche zum Advents- und Weihnachtskonzert, erstmals mit zwei Darbietungen am Samstag und Sonntag. Erfüllt wurde das Gotteshaus durch hervorragende Musik, Instrumenten- und Stimmgewalt. Die Krippe aufgebaut, die Weihnachtsbäume erleuchtet, flackernde Kerzen an den Kirchenbänken und der hell erleuchtete Chorraum. Der perfekte Rahmen für den Männergesangverein, den Musikverein, den Frauenchor und Solistin Edeltrud Kahn.
Alois Müller als musikalischer Leiter dieses „Gesamtkunstwerkes“ war sichtlich zufrieden mit den Beiträgen seiner Chormitglieder, dirigiert er doch den Männer- und Frauenchor und spielt beim Musikverein selbst mit. Die Bläsergruppe der Hörner intonierte das österreichische Weihnachtslied von 1884 „Es wird scho gleich dumpa“ von Anton Reidinger. In den deutschen Text „Es wird schon gleich dunkel“ stimmte dann der Männergesangverein ein. Im ersten Block, in den Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jochen Schneider einführte, erklangen Lieder von einem Engel und Weihnachtsglocken. Tom Graef untermalte den musikalischen Nachmittag mit besinnlichen Versen und Zitaten. Das ursprüngliche Schlaflied „Guten Abend, gute Nacht“ in der Vertonung von Johannes Brahms erklang von Edeltrud Kahn, gefolgt vom gefühlvollen „Ave Maria“.
Der junge Thiemo Kraas hat das „Mentis“ für Blasorchester komponiert, hervorragend dargeboten vom Musikverein Sayn, der an diesem Nachmittag mit besonderen Höchstleistungen begeisterte. „What A Wonderful World“ erklang anschließend, und fürwahr, die Besucher dieses besonderen Konzertes konnten eine wundervolle Musik-Welt erfahren. Solist Klaus Pfeiffer sang mit dem Männerchor „Jerusalem“ – ein bewegender Moment in der ehrwürdigen Abtei.
Von der „kleinen Bergkirche“ hörte das Publikum: „Die kleine Kirche, die dort steht, ist auch heut‘ noch oft mein Ziel. Denn ich komm gern hierher zurück, das bedeutet mir so viel“. Jerome Karnoth als jüngstes MGV-Mitglied sang das besonders ergriffen, gefolgt von „Wenn die Weihnachtsglocken läuten“. Pachelbels „Christmas“ und „Peer Gynt Suite“ waren hervorragende Darbietungen des Musikvereins Sayn, die ihresgleichen in der Region suchen.
Wunderschön und einstimmend das „Stille Nacht“ von Edeltrud Kahn, untermalt vom Männergesangverein Sayn. Der Frauenchor Sayn sang dann eine „Hymne an die Nacht“ und „Leise rieselt der Schnee“.
Die Damen gehören inzwischen auch zum festen, brillanten Bestandteil des Konzertes. Ein Zusammenklang vom MGV, dem Frauenchor und des Musikvereins verzauberte beim Weihnachtslied „Adeste fideles“ aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Endlich konnten auch alle Besucher mit einstimmen: „O du fröhliche“ erklang es aus den Kehlen aller Kirchenbesucher. Nachdem Johannes Daniel Falk vier seiner sieben Kinder durch eine Typhusseuche verloren hatte, gründete er in Weimar das „Rettungshaus für verwahrloste Kinder“.
Den dort aufgenommenen Kindern widmete er vermutlich 1815 das heute als Weihnachtslied bekannte „O du fröhliche“. Ganz klar der Wunsch des Frauenchores: „We Wish You A Merry Christmas“.
Fred Hoppen als Vorsitzender des Männergesangvereins dankte den Aktiven und den Besuchern. Natürlich „musste“ am Schluss noch eine Zugabe in Form „des kleinen Trommlers“ folgen und bei der zweiten Zugabe „Feliz Navidad“ marschierten die musikalischen Aktiven aus, bevor man im Kreuzgang bei Punsch und Glühwein – serviert vom Zusammenschluss „Familie sayn“ – noch ein wenig zusammen stand und den vierten Advent genoss.
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Hervorragende Musik, Instrumenten- und Stimmgewalt prägten das Advents- und Weihnachtskonzert in der weihnachtlich dekorierten Abteikirche. Foto: Anwender