Verkaufsoffener Tag des offenen Denkmals in Rheinbach
Besucheransturm wogte durch die Innenstadt
Auch auf der Bühne am Wilhelmsplatz war immer etwas los
Rheinbach. Einen wahren Besucheransturm erlebte die Rheinbacher Innenstadt am vergangenen Sonntag, denn schließlich lockten gleich zwei Veranstaltungen an einem Tag in die Glasmetropole. Während die historisch Interessierten sich zu Hunderten im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ in der Rheinbacher Burg mitsamt Hexenturm tummelten oder den von den St. Georgs-Pfadfindern präsentierten Kallenturm inspizierten, ließen sich wahre Menschenmassen bei herrlichem Sommerwetter durch die Innenstadt treiben, denn beim verkaufsoffenen Sonntag des Gewerbevereins war die Einkaufsmeile für einen Tag zur „autofreien Zone“ erklärt worden.
Auch der „Ritter von Rheinbach“ war da
Keimzelle der Stadt war einst die Burg der Ritter von Rheinbach, die um das Jahr 1185 errichtet wurde, berichtete Stadtarchivar Dietmar Herz ein ums andere Mal und führte die Besucher auch zur lebensgroßen Figur des „Ritters von Rheinbach“ in seiner damaligen Rüstung im Obergeschoss. Im Mittelalter waren im Verlies des Bergfrieds Hexen und Zauberer gefangen, die auf ihren Prozess vor dem Hexenrichter warteten, eine eindrucksvolle Powerpoint-Präsentation informierte über diese grausame Zeit und die nachträgliche Rehabilitierung der als Hexen verbrannten Männer und Frauen durch den Rheinbacher Stadtrat.
Im 19. Jahrhundert diente der Turm als Windmühle, heute zeugt er neben dem imposanten Bergfried, im Volksmund „Hexenturm“ genannt, der Torturm zur Hauptburg, von der einstigen Bedeutung der Burg Rheinbach.
Der Kallenturm mit seiner bewegten Geschichte wiederum ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung und wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Durch ihn floss der Mühlenbach aus der Stadt hinaus. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde der rechteckige Bruchsteinturm aufgestockt. Im 19. Jahrhundert nutzte man den Turm als Gefängnis, heute dient er den Sankt Georgs-Pfadfindern als Heimstätte, die am Denkmaltag auch zu jeder vollen Stunde durch den Turm führten.
Rheinbacher Vereine präsentierten sich
Entlang der Hauptstraße waren wieder zahlreiche Stände der unterschiedlichsten Anbieter aufgebaut, auch eine Reihe von Rheinbacher Vereinen und Organisationen machte mit. So etwa der Heimat- und Eifelverein mit seiner neuen Wanderkarte, der Partnerschaftsverein Deinze mit belgischem Bier und Likör oder die Oberstufenschüler der Rheinbacher Gymnasien, die wieder für ihren Abiball Gebäck unter die Leute brachten. Auf dem Lindenplatz gab es einen kleinen Bauernmarkt mit zahlreiche Produkten aus der Region und aus eigener Herstellung.
Sommerlich geschmückt
Sommerlich war die Innenstadt mit Sonnenblumen und Strohballen geschmückt, die Außengastronomie und die Biergärten waren brechend voll, zudem sorgte eine Reihe von Verpflegungsständen für das leibliche Wohl der Besucher. Immer etwas los war auf der Bühne am Wilhelmsplatz, wo verschiedene Tanzgruppen aus der Region ihre Showtanz-Programme vorstellten, darunter die „Lions Cheers“ und die „Magic Girls“ aus Odendorf sowie die „Black Pearls“ aus Kuchenheim.
Umjubelt waren auch die Auftritte der Adendorfer „Hetzbröde“, der Meckenheimer Stadtsoldaten, der „Hochtürmer Funken“ aus Houverath oder des „Jecken Stammtisches“ aus Meckenheim. Am Nachmittag stürmte dann die Mundartgruppe „Sibbeschuss“ die Bühne und sorgte für gute Laune und fetzige Musik in Kölscher Mundart. JOST
Die Oberstufenschüler der Rheinbacher Gymnasium wieder leckeres Gebäck für ihren Abiball. Foto: Volker Jost
Glaskünstlern bei der Arbeit zuschauen konnte man beim verkaufsoffenen Sonntag in Rheinbach. Foto: Volker Jost
Für die Kinder gab es beim verkaufsoffenen Sonntag in Rheinbach interessante Spielmöglichkeiten. Foto: Volker Jost
Wahre Menschenmassen wogten beim verkaufsoffenen Sonntag durch die Innenstadt von Rheinbach. Foto: Volker Jost
