Gymnasium Bendorf pflegt Schulpartnerschaft mit Ungarn
„Beszélsz magyarul?“
Nationenübergreifende Freundschaften
Bendorf. Am Freitag, 30. September gegen 21 Uhr war es wieder einmal soweit: Einer langjährigen Tradition folgend machte sich zum 37. Mal eine Schülergruppe des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums auf den Weg in das ungarische Szeged. Begleitet wurden die 22 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen neun bis zwölf von Frau Schlich, Herrn Siebert und Herrn Störmer. Über den diesjährigen Schüleraustausch berichten die Teilnehmerinnen Charlotte Geiermann, Lea Halfman und Celina Stopperich.
„Während der 19-stündigen Busfahrt gab es einige unter uns, bei denen sich die Vorfreude auf eine schöne und ereignisreiche Woche mit Nervosität über das, was uns in dem unbekannten und fremden Land erwarten würde, vermischte. Nach etwa 1.250 Kilometern wurden wir am Samstagnachmittag in Szeged bereits von unseren Austauschpartnern, deren Eltern sowie einigen Lehrern erwartet und aufs Herzlichste willkommen geheißen. Untermalt wurde das Ganze durch eine ungarische hornspielende Schülerin; dann lernten unsere Schüler ihre neuen Familien sowie ihre neue Heimat für die nächsten Tage kennen.
Zusammen mit den ungarischen Partnern besichtigten wir viele Sehenswürdigkeiten und unternahmen viel. So lernten wir unsere ungarische Partnerschule und den dortigen Unterricht kennen, erhielten Einblicke in die ungarische Sprache und in traditionelle ungarische Tänze, bereiteten leckere Kolbász-Wurst zu, machten bei einer Stadtrallye durch Szeged mit, besichtigten die Puszta und fuhren Drachenboot auf der Theiß.
In einem gemeinsamen Vorhaben arbeiteten wir mit unseren Partnern über mehrere Stunden an dem Projekt „Bildung macht Schule“ des Goethe-Instituts, wobei mehrere Beiträge über die Stadt Szeged erstellt wurden. Am Ende der Woche organisierten die Austauschschüler eine Abschiedsfeier für uns.
Der Austausch wurde von einem Besuch in der ungarischen Hauptstadt Budapest gekrönt, in der wir einen letzten und überaus schönen Tag mit unseren Austauschschülern verbrachten. Wir besichtigten zusammen die Burg und die Fischerbastei, von wo wir den einzigartigen Blick über die Skyline der Hauptstadt genießen konnten. Danach ging es in Richtung Zentrum hinab, wo wir über die Kettenbrücke wanderten, um an einer Führung in Europas zweitgrößtem Parlamentsgebäude teilzunehmen. Wir warfen anschließend noch einen Blick auf die St. Istvan Basilica und auf den Heldenplatz, bevor wir schweren Herzens von den ungarischen Austauschpartnern Abschied nahmen und uns wieder auf den Heimweg machten. Der Abschied von unseren neugewonnenen ungarischen Freunden fiel nicht leicht, doch die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen in Bendorf im Mai 2017 ist groß.
Alles in Allem war der Austausch ein voller Erfolg und wir hoffen, dass er noch lange Bestand hat.“
Das ungarische Kulturgut umfasst zahlreiche Tänze.
Die deutschen Austauschschüler lernten, wie Kolbász-Wurst hergestellt wird.