Allgemeine Berichte | 22.09.2022

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.

Bewegter Rückblick auf das Flutjahr 2021

Ein Flutopfer mit Handtuch.  Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Mitgliederversammlung des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. für das Geschäftsjahr 2021 gab Anita Andres, 1. Vorsitzende, einen Einblick in die Herausforderungen für den Verein und die Arbeit mit den Tieren im Flutjahr 2021. „Während das erste Halbjahr ruhig und in gewohnten Bahnen verlief, überschlugen sich nach der Flutnacht am 14./15. Juli die Ereignisse. Unser Helferteam war in den ersten Tagen fast rund um die Uhr im Einsatz, um herrenlose Tiere aufzugreifen, verletzte Tiere zum Tierarzt zu bringen und Mensch und Tier in allen möglichen Situationen beizustehen.“ Einer der Schwerpunkte war laut Anita Andres im Ahrtal Futterspenden zu den Menschen zu bringen und zu verteilen, aufgrund der zerstörten Infrastruktur kein einfaches Unterfangen. Die Ehrenvorsitzende Doris Efferz war trotz dabei gesundheitlicher Einschränkungen unermüdlich unterwegs.

Weiterer Schwerpunkt war die Unterbringung von Tieren, die nicht mit ihren Besitzern in ein Ausweichquartier umziehen durften. Teils mit nur einer halben Stunde Vorlauf mussten Pflegestellen akquiriert werden, schließlich konnte man die Tiere weder allein im zerstörten Zuhause lassen noch auf die Straße setzen. Ein Beitrag im Frühstücksfernsehen über die Arbeit des Vereins traf auf große Resonanz und sorgte für Geld-, Sach- und insbesondere Futterspenden. Überhaupt hat die Solidarität der Menschen und die anderer Vereine – quer durch Deutschland – beeindruckt. Teilweise wurde Futter und auch Streu palettenweise abgegeben, was zunächst sogar zu Raumproblemen führte, zum Glück aber durch Bereitstellung einiger privater und öffentlicher Räume gelöst werden konnte. Die Hilfeleistungen beschränkten sich aber nicht nur auf die Tiere, auch den Menschen wurde geholfen – sei es mit warmen Getränken, sei es mit Kurier – und Fahrdiensten oder auch einfach einer warmen Dusche bei sich zuhause. Auch die gespendeten Hilfsgüter waren weit gefächert: von Gummistiefeln über Schaufeln, Duschgel und Windeln oder einfach nur Trinkwasser.

Aber auch die normale Arbeit des Vereins lief weiter. So wurden rund 90 Abgabe-, Fund- und Flutopfertiere aufgenommen. 23 aufgegriffene Flutopferkatzen konnten direkt an ihre Besitzer zurückgegeben werden, insgesamt 35 Katzen wurden in ein neues Zuhause vermittelt. Insgesamt hat der Verein zusammen mit den Wildlingen und Katzen in Straßenkolonien über das Jahr rund 350 Tiere betreut. Veranstaltungen konnten erst durch Corona und anschließend aufgrund der örtlichen Gegebenheiten durch die Flut nicht stattfinden, aber wegen der Futter- und Geldspenden konnten die Einnahmeausfälle kompensiert werden. „Ich möchte noch einmal allen, die uns bei unserer Arbeit unterstützt haben im Namen unserer Fellnasen danken“, schloss Anita Andres den Jahresrückblick ab. Im Anschluss an den Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand von den Mitgliedern entlastet.

Ein Flutopfer mit Handtuch. Foto: privat

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