Allgemeine Berichte | 22.01.2019

Einladung des Freundeskreises der Kapelle St. Josef Walporzheim

Bischof Stephan Ackermann hielt Messe in der Kapelle St. Josef

Bischof Stephan Ackermann mit Vertretern des Kapellenvereins sowie Dechant Jörg Meyrer, Bürgermeister Guido Orthen, Ortsvorsteher Gregor Sebastian und Weinkönigin Eva Lanzerath..Fotos: KG

Walporzheim. Ende Oktober 2018 stand in der Bistums-Zeitung „Paulinus“ ein Artikel mit der Überschrift „Damit die Kirche im Dorf bleibt“ über die Aktivitäten des Kapellenvereins von Walporzheim, in dem beschrieben wurde, dass dort „die Vision von der ‚Kirche der Zukunft‘ bereits mit Leben gefüllt wird“. Nachdem eine geraume Zeit danach vergangen war und er der Überzeugung war, dass Bischof Ackermann inzwischen diesen Artikel auch gelesen haben müsste, hat Werner Schüller, 1. Vorsitzender des „Freundeskreises der Kapelle St. Josef einfach mal via eMail eine Einladung an den Bischof gerichtet und tatsächlich kam auch prompt die Antwort, dass er am 18. Januar nach „Walbeze“ kommen werde um dort eine heilige Messe zu halten.

Unlängst war es also soweit, Bischof Ackermann, der am gleichen Tag auch schon das Hospiz in Bad Neuenahr besucht hatte, kam in die übervolle und mit einer rot eingefärbten Außenbeleuchtung feierlich beleuchtete Kapelle St. Josef. Werner Schüller begrüßte den Bischof mit den Worten: „Wir danken Ihnen für die große Ehre Ihres Kommens und freuen uns mit Ihnen die heilige Messe feiern zu dürfen. Ihr Besuch ist auch ein einmaliges Ereignis für ganz Walporzheim, denn im Laufe der jüngeren Geschichte hat noch nie ein Bischof eine heilige Messe in unserer Kapelle gefeiert.“ Für Bischof Ackermann war dies schon so etwas wie ein „Heimspiel“, war er doch sieben Jahre lang der Regens des Studienhauses St. Lambert in Lantershofen und in dieser Zeit hatte er die Kapelle schon besucht, allerdings noch nicht als Bischof. Wie Schüller in seiner Begrüßungsansprache betonte, haben sie in Walporzheim keine Ängste vor der Umsetzung der Beschlüsse der Synode mit ihren 35 Pfarreien und soweit Schüller weiß, hat auch noch niemand darüber gemeckert, denn sie sind gut vorbereitet. Das Gründungsteam des Vereins hatte sich im Vorfeld mit den Ergebnissen der Synode und mit „Kirche der Zukunft“ auseinandergesetzt und kam zu dem Entschluss, dass es nach der Neuordnung der Pfarreien weniger Gottesdienste und Seelsorge mit Priestern in den einzelnen Orten, insbesondere in Walporzheim, wo sie nur Filialkirche sind, geben wird und es somit nicht mehr so weitergehen kann wie bisher. Es wurde dabei die Erkenntnis gewonnen, dass es zwar ein gewaltiger Einschnitt für die Gläubigen im Bistum bedeutet, aber auch eine Herausforderung, neue Konzepte und Ideen zu erarbeiten, um so anstehende Probleme zu lösen. Dabei gelte es, sich auch daran zu gewöhnen, dass Gottesdienst auch gültig wird, wenn kein Priester dabei ist. Mit der Gründung des Kapellenvereins haben sie sich frühzeitig, mit Unterstützung von Dechant Jörg Meyrer, auf die neuen Gegebenheiten eingestellt.

Lob für die Arbeit des Kapellenvereins

Im Anschluss an die Begrüßung ging Bischof Ackermann, chorisch begleitet durch die Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim mit „Preiset froh den König“ in die Sakristei. Nach dem Einzug und der Kyrie, kam die Lesung durch Andrea Wittkopf und als Antwortgesang der Chorgemeinschaft „Die Himmel rühmen“. In seiner Predigt lobte „unser Bischof Stephan“ u.a. die Arbeit des Freundeskreises und gab ihnen damit einen echten Motivationsschub, obwohl dies bei all den gezeigten bisherigen Aktivitäten im Grunde gar nicht mehr nötig wäre. Nach den durch Bürgermeister Guido Orthen, Ortsvorsteher Gregor Sebastian einem der jungen Messdiener Ben Scherhag, Natascha Gies und Weinkönigin Eva Lanzerath vorgetragenen Fürbitten wurde die Kommunion durch die Chorgemeinschaft mit dem russischen Kirchenlied „Tebe Mojem - O Herr gib Frieden“ eingeleitet. Nach dem Schlussgebet durch den Bischof lud Werner Schüller alle Anwesenden ein, zu einem Umtrunk mit dem Bischof in der Kapelle zu verweilen. Es wurden bei einem Gläschen „drüje Ruude“ das eine oder andere Gespräch mit dem Bischof geführt, noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht, bevor der Bischof gebeten wurde, für ein Foto mit der Chorgemeinschaft kurz vor die Kapelle zu treten. Dieser Einladung kam er gerne nach und nach dem Foto sangen die Sänger der Chorgemeinschaft, gemeinsam mit Bischof Ackermann im 1. Bass, das Lied „Der Wandrer“.

Zu besonderen Anlässen wird in Walporzheim mit den Glocken „gedingelt“, dies geschah natürlich auch am Freitag nach der Messe durch Andreas Bergmann.

Diese Bischofsmesse war nicht nur etwas ganz Besonderes für Walporzheim. Mit Klaus-Dieter Holzberger an der Orgel, mit dem Gesang der Chorgemeinschaft, der passenden Liederauswahl, mit den Messdienern, den Vortragenden der Fürbitten und der Lesung und natürlich mit dem Bischof und den Co-Zelebranten war das eine sehr schöne und würdevolle Messfeier, die Walporzheim und insbesondere die Mitglieder des Kapellenvereins nicht so schnell vergessen werden.

Bischof Stephan Ackermann zelebrierte die Messe in der Kapelle St. Josef.

Bischof Stephan Ackermann zelebrierte die Messe in der Kapelle St. Josef.

Die Kapelle St. Josef war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Kapelle St. Josef war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bischof Stephan Ackermann mit Vertretern des Kapellenvereins sowie Dechant Jörg Meyrer, Bürgermeister Guido Orthen, Ortsvorsteher Gregor Sebastian und Weinkönigin Eva Lanzerath..Fotos: KG

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