Allgemeine Berichte | 07.09.2020

Seltener Vogel zu Gast in Niederwerth

Blaukehlchen galt als eine vom Aussterben bedrohte Vogelart

Das „Niederwerther Blaukehlchen“ frisst im Röhricht des Naturschutzgartens Insektenlarven, um sich für seinen Weiterflug zu stärken. Die blaue Brust macht das Männchen unverwechselbar. Fotos: Stefan Krumme

Niederwerth. Ein Blaukehlchen, eine ornithologische Kostbarkeit ersten Ranges, hat auf seinem Durchzug in sein Winterquartier einen Zwischenstopp im Naturschutzgarten in Niederwerth eingelegt. „Eigentlich wollte ich ein Mauswiesel fotografieren und dann gelang mir diese Aufnahme eines futtersuchenden Männchens mit seiner herrlichen, namensgebenden blauen Brust im Röhricht des Feuchtbiotopes“ freut sich Stefan Krumme, Eigentümer des Naturschutzgartens in Niederwerth. „Diese Freude kann bei 6 Richtigen im Lotto bestimmt nicht größer sein“.

Nahrung finden, Kräfte sammeln und weiterfliegen bis zu den Oasen in der Sahara. Das Blaukehlchen galt einst als Inbegriff einer vom Aussterben bedrohten Vogelart. Seit den 1980er Jahren ist die Entwicklung jedoch wieder positiv ( aus Wikipedia, siehe dort unter „Bestandsentwicklung“). Die Renaturierung und Schaffung neuer Feuchtgebiete hat dazu maßgeblich beigetragen.

Die Liste bestandsbedrohter Zugvogelarten, die den Naturschutzgarten Niederwerth quasi als Trittstein bei ihrer Durchreise nutzen, wird immer länger: Bekassine, Steinschmätzer, Neuntöter und jetzt, quasi als Krönung: das Weißsternige Blaukehlchen.

Bemerkenswert ist die Vergesellschaftung mit einem Braunkehlchen, ebenfalls eine stark gefährdete Vogelart in Rheinland-Pfalz, das zeitgleich im Biotop erschien. „Darüber habe ich umgehend verschiedene Vogelwarten informiert, damit dies wissenschaftlich ausgewertet werden kann.

Zwei Braunkehlchenpaare hatten das Biotop schon im Frühjahr über mehrere Tage besucht. Außerdem habe ich sogar auch noch Aufnahmen eines weiblichen Blaukehlchens vom gleichen Tag, die aber noch zur weiteren Auswertung und sicheren Bestimmung von Vogelschutzwarten gesichtet werden müssen.“

„Vielleicht ist es sogar möglich, die ein oder andere seltene Zugvogelart, die jetzt „nur“ als Gäste weilen, im Frühjahr zur Brut zu veranlassen. Wenn die Lebensraumansprüche alle erfüllt sind, könnte dies zukünftig durchaus möglich sein.“

Blaukehlchen galt als eine vom Aussterben bedrohte Vogelart

Das „Niederwerther Blaukehlchen“ frisst im Röhricht des Naturschutzgartens Insektenlarven, um sich für seinen Weiterflug zu stärken. Die blaue Brust macht das Männchen unverwechselbar. Fotos: Stefan Krumme

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