Allgemeine Berichte | 01.08.2022

Ein Feuerwehrmann wurde verletzt - Halle stürzte teilweise ein

Brand auf Abfallwirtschaftsgelände: Feuerwehreinsatz dauerte 40 Stunden

Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte die Halle lichterloh.  Foto: FFW Brohtal

Niederzissen/Kreis Ahrweiler. Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Niederzissen gegen 21.30 Uhr mit dem Alarmstichwort „Unklare Rauchentwicklung im Freien“ alarmiert. Schnell wurde jedoch klar, dass es sich um ein größeres Feuer handeln musste. Starke, schwarze Rauchwolken zogen über das Brohltal. Sofort veranlasste der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Brohltal eine Alarmierung unter dem Stichwort „Industriebrand“. Eine Halle auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ brannte beim Eintreffen der ersten Kräfte in voller Ausdehnung. Eine für den Umschlag von Müll bestimmte Lagerhalle in der Größe von rund 40 mal 60 Metern war aus bisher noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Hier waren etwa 500 Tonnen verschiedenste Arten von Müll gelagert. Schnell eilten den Kräften der Feuerwehr Brohltal die Kameraden der Feuerwehren der anliegenden Gemeinden zur Unterstützung hinterher. Etwa 150 Kräfte aus den Bereichen der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Mendig sowie der Stadt Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler waren im Einsatz sowie Spezialfahrzeuge des Landkreises Ahrweiler. Auch die Werksfeuerwehr der Firma Rasselstein beteiligte sich an den Löscharbeiten. Die Technische Einsatzleitung des Kreises Ahrweiler mit Brand- und Katastrophenschutz Inspekteur Michael Zimmermann unterstützte in den ersten Stunden den Einsatz- und Wehrleiter der Verbandsgemeinde Brohltal Markus Meid. Auch die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, war in der Nacht anwesend.

Halle stürzte teilweise ein

Durch den Brand wurde die Hallenkonstruktion stark beschädigt und stürzte teilweise ein. Dies erschwerte die Brandbekämpfung, da der Zugang zum Innenbereich nicht möglich war. In vorbildlicher Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Anlage und weiteren Fachfirmen wurde die Hallenkonstruktion mit schweren Baggern abgerissen und mit Radladern der Weg zur Brandstelle freigeräumt. Erst jetzt konnte ein effektiver Löschangriff gestartet werden.

Starke Rauchentwicklung

Während den Löscharbeiten kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Bevölkerung wurde durch die Medien sowie der App „Katwarn“ und „Nina“ aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Vier Messfahrzeuge der Feuerwehren kontrollierten den Bereich in der Zugrichtung der Rauchwolke. Hierbei konnte jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung festgestellt werden.

Die von der Einsatzleitung vorgenommene Taktik zeigte einen sehr guten Löscherfolg. Auch die Windverhältnisse begünstigten eine effektive Brandbekämpfung. In den Mittagsstunden konnte am Sonntag endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden.

Landwirte unterstützten Löscharbeiten

Im Zuge einer Lagebesprechung bedankte sich der Einsatzleiter Markus Meid im Namen der Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit bei allen eingesetzten Kräften der Feuerwehren, THW, Polizei, den Hilfsorganisationen und dem DRK. Der Dank für das DRK fiel besonders groß aus, da die Helfer einen verletzten Feuerwehrmann gut und schnell versorgten. Vorsorglich wurde dieser in ein Krankenhaus verbracht. Er konnte nach kurzer ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Meid sprach ihm im Namen aller Beteiligten die besten Genesungswünsche aus. Auch die Landwirte mit großen „Güllefässer“ blieben nicht unerwähnt. Sie unterstützen in der „heißen Phase“ die Feuerwehr durch die Zuführung von ausreichend Löschwasser.

Eine besondere Anerkennung erhielten die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte durch eine kühle Überraschung der 2. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Brohltal, Elisabeth Dahr. Sie versorgte am Samstagnachmittag bei großer sommerlicher Hitze alle anwesenden Einsatzkräfte mit einem Eis.

Das Abfallwirtschaftszentrum blieb am Montag geschlossen. Ab sofort kann „Auf dem Scheid“ kein Bauschutt aller Art mehr angenommen werden. Das Wertstoffzentrum Remagen-Kripp sowie das Umschlag- und Wertstoffzentrum Adenau-Leimbach sind davon nicht betroffen und öffnen zu den regulären Öffnungszeiten. Es gelten die dortigen Annahmeregeln.

Die Feuerwehren im Einsatz.  Foto: FFW Brohtal

Die Feuerwehren im Einsatz. Foto: FFW Brohtal

Die Rauchsäule war weithin sichtbar.  Foto: privat

Die Rauchsäule war weithin sichtbar. Foto: privat

Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte die Halle lichterloh. Foto: FFW Brohtal

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