Am Moselufer feierten Gemeinde und Freunde die Rückkehr des Traktorpilgerers
Brodenbach heißt Ewald Sewenig willkommen
Brodenbach. Er ist schon eine Weile zu Hause, eigentlich kam Ewald Sewenig zu früh. Die Brodenbacher hatten sich auf etwas später eingestellt und wollten ihn dann gebührend empfangen. Aber seine Pilgerfahrt mit dem Traktor verlief so unkompliziert, dass er schon früher in seinem Heimatort eintraf. Da war die Überraschung groß, aber auch die Freude, ihn gesund wieder zu sehen. Aus terminlichen Gründen, denn der Traktorpilgerer musste noch zu einem Schleppertreffen nach Kröv, erfolgte die offizielle Willkommensfeier erst jetzt. Am Moselufer hatten sich Vertreter der Gemeinde versammelt, Verwandte und Freunde waren gekommen, auch Schlepperfreunde erwarteten den Weitgereisten. Sie alle wollten seine Leistung, fast 5000 Kilometer nach Santiago de Compostela mit Traktor und Schäferwagen, würdigen. Es war ihm die Freude über diese Wertschätzung deutlich an zu sehen, als Ewald Sewenig das Moselufer erreichte. Nachdem der Beifall verebbte, gab er ein paar Anekdoten zum Besten, und bekannt, dass er dabei ist, seine Erlebnisse in einem Buch zusammenzufassen. Als Willkommensgruß erhielt er einen guten Tropfen Wein von der Ortsgemeinde und einen Ringel Fleischwurst, überreicht von Waltraud Heß (Verkehrsverein Brodenbach), die seine abenteuerliche Reise von Brodenbach aus verfolgte. Denn das Erste, was Ewald Sewenig auf seiner Pilgerfahrt vermisste, war die Fleischwurst. Darauf wies er in einer Ansichtskarte an die Familie Heß hin, für die es jetzt ein Muss war, ihn von seinen Gelüsten zu befreien. Seine nächste Fahrt mit „einem Zylinder“, beziehungsweise mit 24 PS, wird ihn nach Leipzig führen. Für den Moment hat er wieder heimischen Boden unter den Füßen und kann von seinem Erlebten erzählen, zehren und träumen.
EP
Mit seiner Enkelin als Beifahrerin erreichte Ewald Sewenig das Moselufer.
