Allgemeine Berichte | 16.12.2014

Literaturabend im Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig

Brüder Grimm - erzählte Kostbarkeiten

Mit den sphärischen Klängen eines Gongs leitete Karin Weiss den Literaturabend ein.privat

Swisttal-Odendorf. „Märchen? Das ist was für Kinder, nicht für Erwachsene. Bei denen spielen Märchen allenfalls bei der Steuererklärung eine Rolle“, mag so mancher denken. Dass Märchen aber sehr wohl auch etwas für Erwachsene sind, machte der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig mit seiner letzten Veranstaltung dieses Jahres deutlich, zu der er die professionelle Märchenerzählerin Karin Weiss aus Meckenheim eingeladen hatte. Aus dem Riesenangebot von Märchen der Brüder Grimm hatte sie einige unbekannte ausgesucht, die sie dem zahlreich erschienenen Publikum lebendig und fesselnd vortrug.

Zum Einstieg hatte sie allerdings ein kurzes jüdisches Märchen ausgesucht, wechselte dann aber zu ihren Lieblingsautoren, den Brüdern Grimm. Wichtig war es ihr immer, bei aller „Märchenhaftigkeit“ der Erzählungen das Körnchen Wahrheit, die dahinter stehende Botschaft, zu verdeutlichen. Auffallend war auch ihr Bemühen, die alte Sprache der Märchen nicht in unsere heutige Alltagssprache zu übersetzen, sondern den Duktus des 19. Jahrhunderts, der Zeit, in der die Märchen niedergeschrieben wurden, wiederzugeben. Und das, ohne den Text vor sich zu haben, also vorzulesen, sondern das Märchen zu erzählen, im wahren Sinne des Wortes. Den Abschluss des Abends bildeten wiederum nicht die Brüder Grimm, sondern eine „Schmunzelerzählung“ aus Friesland und eine Art Gleichnis aus Indien.

Weiss begann ihre Erzähler-Karriere nebenberuflich als Vorleserin bei Kindern, wollte dann aber auch hauptberuflich etwas für und mit Menschen tun und zwar ohne ständig einen Text vor sich zu haben. So wurde sie Erzählerin, gleichermaßen für Erwachsene und Kinder. Sie will beim Publikum mit dem gemeinsamen Zuhören ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen. Das ist ihr im Zehnthaus gelungen. Es entstand eine Atmosphäre der Stille. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so konzentriert war das Publikum.

Mit den sphärischen Klängen eines Gongs leitete Karin Weiss den Literaturabend ein.Foto: privat

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