Allgemeine Berichte | 13.02.2016, 18:55 Uhr

Bürgermeister Bell kapituliert vor weiblicher Übermacht

Schließlich wurde der Schlips des Bürgermeisters ein Opfer der Schere, mit der Sitzungspräsidentin Christel Krupp ein wahres Kunstwerk schnitt. WK
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Niederzissen. Die diesjährige kurze närrische Session neigt sich ihrem Ende zu. Traditionell haben in der Endphase der fünften Jahreszeit zunächst die Möhnen das Sagen. Dabei beginnt in der hiesigen Region in Niederzissen und Oberzissen die Weiberfastnacht aus alter Tradition heraus bereits am Mittwoch.

Auf dem Programm steht bei den Niederzissener Möhnen dabei der Sturm auf das Rathaus. Bürgermeister Johannes Bell hatte gegen die Erstürmung des Rathauses durch die Niederzissener Möhnen keine Chance. Im Trachten-Outfit verkleidet eroberten sie unter Führung der 1. Vorsitzenden Susanne Odenthal und Sitzungspräsidentin Christel Krupp den Schlüssel des Rathauses im noch festlich geschmückten Wappensaal. Gemeinsam mit Büroleiter Armin Seiwert versuchte Johannes Bell sich zu wehren, doch nach kurzem und heftigem Kampf mussten sich die beiden jedoch der Übermacht der Möhnen ergeben. Nach zähen Verhandlungen erklärten sich die Möhnen bereit, den Rathausschlüssel nach der närrischen Zeit gegen eine Flasche „Rathauströpfchen“ herauszurücken. Zusätzlich konnten sie für Prinzessin Andrea I. einen Tag Sonderurlaub als Mitarbeiterin des Rathauses herausschlagen.

Anschließend wurde mit einem dreifachen „Zesse knatsch jeck“ und stimmungsvoller Musik gemeinsam auf die neue Herrschaft im Rathaus Niederzissen bei einem Glas Sekt angestoßen. Die Möhnen feierten den Sieg mit Begeisterung. Beraubt wurden die Herren anschließend noch eines Männlichkeitssymbols, nämlich der Krawatte.

Dabei herrschte am frühen Morgen im Rathaus große Ratlosigkeit: Der Schlüssel war weg. Fieberhaft wurde gesucht, doch er ließ sich nicht auffinden. Doch die Niederzissener Möhnen wären nicht sie selbst, hätten sie dafür keine Lösung parat. Sie präsentierten dem Bürgermeister rechtzeitig den „verlorenen Schlüssel“, den sie allerdings nicht mehr herausrückten. Da war der Bürgermeister mit Unterstützung des Büroleiters nicht stark genug, der weiblichen Übermacht standzuhalten.

Am Nachmittag feierten die Möhnen traditionell in der Bausenberghalle die Möhnensitzung.

Schließlich wurde der Schlips des Bürgermeisters ein Opfer der Schere, mit der Sitzungspräsidentin Christel Krupp ein wahres Kunstwerk schnitt. Foto: WK

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