Verbandsgemeinde Selters
Bundeswaldprämie: Förderbescheide für den Westerwald
VG Selters erhält 457.110 Euro
Selters. Mehr als 3 Millionen Euro Bundeswaldprämie fließen an die zehn Verbandsgemeinden im Westerwald. Das Geld unterstützt die Kommunen bei der Aufforstung klimagerechter, nachhaltiger Waldflächen.
Die deutschen Wälder sind im Dauerstress- auch im Westerwald und in ganz Rheinland-Pfalz-. Die vergangen drei Trockenjahre sowie Stürme und Schädlinge, insbesondere der Borkenkäfer haben fast allen Baumarten schwer zugesetzt.
Das traurige Resultat: Schadflächen, wo einst vitale Bäume standen. Diese bodenschonend zu räumen und mit standortangepassten und klimaresilienten Mischwäldern aufzuforsten, ist ein großer Kostenfaktor –für die privaten Waldeigentümer, aber auch für zahlreiche Kommunen, die Waldflächen besitzen.
Deshalb hat Ministerin Julia Klöckner die Bundeswaldprämie entwickelt. ‚Wenn für die Waldflächen eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung vorliegt, wird für jeden Hektar Waldfläche eine Prämie gezahlt. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Zertifizierung mindestens zehn Jahre gehalten wird. Am 2. August hat die Ministerin den Vertretern aller zehn Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis stellvertretend für die Ortsgemeinden Bewilligungsbescheide übergeben.
Beigeordneter Axel Spiekermann hat den Bescheid, in Höhe von 457.110 Euro, stellvertretend für Bürgermeister Klaus Müller in Empfang genommen.
Julia Klöckner äußerte sich gegenüber der Presse: „Die Lage in unseren Wäldern ist dramatisch. Die kommunalen und privaten Waldbesitzer unterstützen wir deshalb mit dem größten Umbauprogramm der Geschichte. Ein Kernstück dabei ist unsere Bundeswaldprämie, mit der wir unbürokratisch und schnell helfen“.
Die Förderung soll einen Fortschritt bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung anregen. Eine klare Bedingung für den Erhalt ist der Nachweis einer forstlichen Zertifizierung, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Dass das ein starker Anreiz ist, zeigt sich auch hier: Alle zehn waldbesitzenden Gemeinden, die die Prämie erhalten, haben in diesem Jahr ihre Wälder neu zertifizieren lassen oder ihr Zertifikat erneuert.
„Ohne die Waldeigentümer und Forstleute –privat wie kommunal- werden wir die Schäden nicht beseitigen und die Wälder nicht an den Klimawandel anpassen können“ begründete Klöckner die Bundeswaldprämie, die im November 2020 gestartet ist und bundesweit 500 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Die Prämie verteilt sich auf die Gemeinden wie folgt: Herschbach 92.220 Euro, Maxsain 60.100 Euro, Selters 38.480 Euro, Wölferlingen 30.400 Euro, Hartenfels 30.200 Euro, Freirachdorf 23.000 Euro, Marienrachdorf 18.800 Euro, Sessenhausen 18.100 Euro, Freilingen 17.420 Euro, Maroth 17.200 Euro, Rückeroth 15.200 Euro, Schenkelberg 12.000 Euro, Vielbach 11.900 Euro, Nordhofen 11.900 Euro, Steinen 10.600 Euro, Quirnbach 10.190 Euro, Goddert 9.400 Euro, Krümmel 8.300 Euro, Weidenhahn 8.300 Euro, Ewighausen 7.500 Euro, Ellenhausen 5.900 Euro.Pressemitteilung
Verbandsgemeinde Selters
