Auch viele Ehemalige kamen zum Tag der offenen Tür des Martin-Butzer-Gymnasiums
Bundeswehr und Polizei im Trend bei Dierdorfer Abiturienten
Schüler lassen Flugzeuge fliegen und gründen Software-Unternehmen
Dierdorf. Das Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf wird von Schülern aus den Kreisen Neuwied, Westerwald und teilweise auch Altenkirchen besucht. Aktuell nehmen dort 1.160 Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Klassen 5 bis 13 teil. In der Oberstufe bereiten sich 180 Schüler auf ihr Abitur und damit die Berechtigung zum Studium an einer deutschen Hochschule vor. Am vergangenen Samstag konnten sich Interessenten mit ihren Kindern den Schulbetrieb und die Angebote auf dem weitflächigen Gelände entlang der Dierdorfer Gymnasialstraße live und aus nächster Nähe ansehen.
Wolff-Achim Hassel, Leiter der Oberstufe, sagt: „Dadurch, dass wir in diesem Jahr einen sehr starken Abiturjahrgang mit 150 Schülern entlassen haben, und nur 120 Fünftklässler nachgekommen sind, haben wir momentan etwas weniger Schüler. Aber über die Jahre hinweg sind die Schülerzahlen bei uns stabil. Bei uns sind 90 Lehrer beschäftigt.“
AG‘s präsentierten sich am Tag der offenen Tür
Der Unterricht wird fast zu 100 Prozent normal abgedeckt, sagt Wolff-Achim Hassel. Es gebe viele Arbeitsgemeinschaften, die sich alle auch am Tag der offenen Tür präsentierten. Im Sport gibt es zum Beispiel eine Judo-AG, es gibt das schuleigene Fitness-Studio Gymi-Gym, es gibt eine Roboter-AG, die von den Fünft- und Sechstklässlern gerne belegt wird. Hier werden aus Lego-Steinen Fahrzeuge oder Roboter gebaut und mit einem Computersystem dieses Herstellers in Bewegung versetzt und zum Erfüllen von Aufgaben programmiert. In der Technik-AG werden Flugzeuge oder Schiffe gebaut, die tatsächlich fliegen oder auf dem Wasser fahren können. Weiterhin gute Erfahrungen macht das Martin-Butzer-Gymnasium mit der vor einigen Jahren eingeführten Bläserklasse und stellte am Tag der offenen Tür auch die Ganztagsklasse vor. Die Theater-AG der Schule bereitet sich gerade auf eine Aufführung von Shakespeares „Romeo und Julia“ am ersten Märzwochenende vor. In der Theater-AG nehmen Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse teil.
Bei den von den Schülern wählbaren Fächerkombinationen in der Mainzer Studienstufe ab Klasse 11 gibt es immer wieder Trend-Verschiebungen. Wolff-Achim Hassel sagt: „Das ist witziger Weise immer wieder stufenabhängig. Wir hatten mal eine Jahrgangsstufe, da war Erdkunde sehr beliebt. Jetzt sind immer Biologie, Mathematik, Deutsch und Englisch sehr gefragt. Auch Chemie wird bei uns immer sehr gut gewählt, das läuft gerade in zwei Leistungskursen. Es ist schon ein Trend zu den Naturwissenschaften zu erkennen. Aber wir haben auch immer einen Französisch- und einen Latein-Leistungskurs. Auch beide Sprachen werden abgedeckt.. Wir bieten eigentlich alle Fächer, bis auf Religion und Informatik, auch als Leistungskurse an. Auch Kunst ist immer ein Leistungskurs, Sport leider schon lange nicht mehr. Bei meinen Informationsgesprächen mit den Zehntklässlern, die am 18. Dezember stattfinden, mache ich natürlich auch wieder Werbung für Sport.“
Ausstausch mit mehreren Schulen aus unterschiedlichen Ländern
Das Martin-Butzer-Gymnasium pflegt mit einer Schule in der polnischen Partnerstadt von Dierdorf, Krotoszyn, einen regen Austausch.
Gerade in den Herbstferien war eine Gruppe Gymnasiasten in der Dierdorfer Partnerstadt Fountain Hills in den USA. Da gibt es auch eine Partnerschule. Wolff-Achim Hassel erwähnt noch: „Was stark gefördert wird, ist unser Charakter als Europaschule, das ist ein Programm, das über Erasmus plus läuft. Da arbeiten unsere Schüler mit Schülern aus Italien, Belgien, Norwegen und anderen Ländern in Projekten zusammen. Ganz neu ist ein Austausch mit einer Schule in Holland. Das läuft interessanterweise über das Fach Latein. Die Schüler nehmen bei uns und in Holland am Lateinunterricht teil und verständigen sich untereinander und mit dem Lehrer auf Englisch!“
Auch diesmal kamen zum Tag der offenen Tür wieder viele ehemalige Martin-Butzer-Schüler nach Dierdorf. Dort weiß man recht gut, wie die weiteren Lebens- und Berufswege der „Ehemaligen“ verlaufen. Lehrer Hassel: „Ein großer Trend bei Jungen und Mädchen ist, sich über die Bundeswehr oder die Polizei Richtung Studium zu bewegen. Viele gehen auch in den Polizeidienst. Auch der Zoll ist inzwischen eine attraktive Sache. Viele Schüler streben nach dem Abitur auch ein duales Studium an.“
Die weitverzweigten großzügigen Raumangebote des Gymnasiums sind aktuell weiter am Wachsen. Über der Musikschule „Klangwerk“ werden gerade neue Schülerarbeitsräume fertiggestellt. Sie werden schon sehr bald ihrer Bestimmung übergeben. Schüler sollen dort weitestgehend eigenständig neben dem Unterricht in den Freistunden Lern- und Arbeitsphasen absolvieren können.
Am Tag der offenen Tür im Dierdorfer Martin- Butzer-Gymnasium erkundigten sich viele über die vielfältigen Angebote der Schule und die Zugangsvoraussetzungen.
