Allgemeine Berichte | 18.03.2024

Wichtig: Die große Informationsveranstaltung an Ostern „Der Naturschutzgarten Niederwerth“ wird nicht im Garten selbst, sondern im Wasserwerk Niederwerth gezeigt!

Ca. 5000 Jahre altes Niederwerther Werkzeug wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt

„Das ist doch irgendwie „mehr“ als „nur“ ein Schmeichelstein. Fotos: Stefan Krumme

Niederwerth. Diese neolithische Steinbeilklinge gilt als ein wichtiger Beleg für die vorgeschichtliche Besiedlung von Niederwerth. „Das hat mir freundlicherweise die Direktion Landesarchäologie auf der Festung Ehrenbreitstein bestätigt“ so Stefan Krumme, Finder des ca. 5000 Jahre alten Steinwerkzeuges im „Naturschutzgarten Niederwerth“.

Dieser Stein hat für mich auch eine ganz persönliche Geschichte vom „finden, wieder verlieren und wieder finden“ geworden: Ich habe diesen Stein nicht gesucht, ich musste ihn eigentlich nur in meine Hand nehmen: „Was für ein ungewöhnlicher Stein, so ebenmäßig, so glatt; den nehme ich mal mit.“ Dann … Jahre später im LVR- LandesMuseum in Bonn: „Ich bin fast aus den Latschen gekippt, als ich dort „zufällig“ in einer Vitrine einen, von der Machart fast identische Stein in einer Vitrine über die Jungsteinzeit sah. „Aber, ach, wo habe ich das nur kleinfingerlange Fundstück denn damals eigentlich abgelegt?“ Irgendwo im Haus, so „gefühlte 10 000 Möglichkeiten“ gibt es ja bei mir. Vielleicht auf einer Fensterbank zwischen den Blumen … oder, oder …? Dieses bestimmte „Jäger und Sammler-Gen“ (vielleicht auch „Trieb“) aus grauer Vorzeit, irgendwie ist es mir („leider?“) offensichtlich erhalten geblieben. Und dann habe ich ihn ein 2. Mal gefunden und ihn dann sofort so „gut und so sicher“ weggepackt, das er geradewegs … ein weiteres Mal eine ganze Weile lang wieder vorläufig „verschollen“ war.

Jetzt wird dieser ungewöhnliche Stein erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. „Das ist unser kulturelles Erbe, es gehört damit allen Menschen und es kann nicht Sinn sein, ihn in irgendeiner privaten Schatzschatulle zu horten oder verstauben zu lassen. So ein vorzeitliches Werkzeug ist aus meiner Sicht im hohen Maß für alle Werther identifikationsstiftend und öffnet doch einen wunderbaren Weg, nach dem „Woher kommen wir?“ zu fragen. „Die Vorstellung, dass er irgendwann einmal mit meinem ganzen anderen Krempel von irgendwelchen Erben in einen großen Schuttcontainer landet, ist geradezu unerträglich“. „Eine dauerhafte Leihgabe an die Ortsgemeinde Niederwerth ist für mich eine durchaus denkbare Möglichkeit“, so Krumme.

Während der eigentlichen Vorstellung über die Ausstellung „Naturschutzgarten Niederwerth“ ist dieser Stein für mich auch eine hochwillkommene Möglichkeit nach dem „früher“ zu fragen: „Wie war das hier auf der Insel einst, vom unbefestigtem, mächtigem Rheinstrom umfangen, wie sah das wohl hier mal aus? Die Natur: welche Tierarten lebten wohl hier? So vor ca. 5000 Jahren!“ War „unsere Insel“ früher nur ein dunkler, undurchdringlicher Auwald; gab es auch büffelgroße Tiere, die vielleicht als „Architekten“ die Landschaft damals mitgestaltet, vielleicht sogar „geöffnet“ haben?“

Die erstmalig gezeigte Ausstellung ist kostenfrei, für jung und alt gleichermaßen geeignet, von Ostersamstag, 30. März bis einschließlich Ostermontag 1. April, geöffnet von 8 – 18 Uhr in dem, in jeder Hinsicht beeindruckendem Wasserwerk Niederwerth. „Für diese spontane Einladung von Helmuth Portugal in sein frisch saniertes KulturWerk sind wir ihm ganz besonders dankbar. Jetzt ist, Gott sei Dank, alles wetterunabhängig.“ Wer den Garten trotzdem einmal „live“ erleben möchte: Führungen in kleinen Gruppen durch den privaten Naturschutzgarten Niederwerth können, außerhalb der Zugzeit der Vögel, also im Sommer, geplant und mit dem Eigentümer vereinbart werden. Kontakt: stefan.krumme@freenet.de oder Tel. 02 61/17 5 86.

Pressemitteilung Stefan Krumme

Dieser wunderbar, ebenmäßig bearbeitete Stein stammt tatsächlich aus dem Niederwerther Neolithikum.

Dieser wunderbar, ebenmäßig bearbeitete Stein stammt tatsächlich aus dem Niederwerther Neolithikum.

„Das ist doch irgendwie „mehr“ als „nur“ ein Schmeichelstein. Fotos: Stefan Krumme

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