Projekt zur Nachwuchskräftesicherung in der Pflege an der Julius-Wegeler-Schule Koblenz
Care4Future
Zu Gast: Bürgermeisterin Ulrike Mohrs, SchülerInnen der IGS Koblenz sowie SeniorenInnen aus der Region Koblenz
Koblenz. Bereits zum dritten Mal beteiligt sich die Julius-Wegeler-Schule, Berufsfachschule Pflege, am Projekt „Care4Future“. Ein Landesprojekt zur Nachwuchskräftesicherung in den Pflegeberufen. Auf regionaler Ebene werden allgemeinbildende Schulen mit Pflegeschulen und Unternehmen der Pflege vernetzt, um so den Pflegeberuf transparent und erfahrbarer zu machen.
In Kooperation mit der Integrierten Gesamtschule, Koblenz-Metternich waren 14 SchülerInnen der IGS an der Julius-Wegeler-Schule zu Besuch. Die AltenpflegeschülerInnen der Julius-Wegeler-Schule, erarbeiteten im Vorfeld verschiedene Lernstationen, die den Schülern der Gesamtschule einen kleinen Einblick in berufsspezifische Aufgaben der Pflege ermöglichen sollten.
Durch die Zusammenarbeit mit Frau Arenz, vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, konnten die SchülerInnen eine eindrucksvolle und nachhaltig wirksame Alterserfahrung machen. Die Erprobung eines Alterssimulationsanzuges ermöglichte einen Einblick und das Erleben von physiologischen Alterungsprozessen. Einschränkungen, Veränderungen und die Auswirkungen auf das alltägliche Leben wurden konkret erfahrbar gemacht. Auch waren die SchülerInnen der IGS Koblenz eingeladen, sich an verschiedenen Lernstationen die unterschiedlichsten Bereiche aus der Pflege anzuschauen und aktiv auszuprobieren. Hier waren zum Beispiel „saubere Hände“ und das „Messen von Puls und Blutdruck“ eine Erfahrung. Die Schüler konnten durch gegenseitiges Anreichen selbst nachempfinden, wie es ist, auf Unterstützung angewiesen zu sein.Das Anwenden und Erleben einer Biografie-Schachtel machte bewusst, wie wichtig es ist, die individuelle Lebensgeschichte eines hilfebedürftigen Menschen zu kennen. Ebenso wurde durch das Basteln eines Herzmodells ein kleiner Einblick in den theoretischen Bereich der Anatomie ermöglicht.
In Vorbereitung auf den Besuch an der Julius-Wegeler-Schule haben die SchülerInnen der IGS Koblenz mit ihrer Lehrerin Frau Helf, ein eigenes „Pflegelogo“ entworfen. Dieses wurde im Rahmen des Besuches auf ein T-Shirt übertragen, welches die Schüler im weiteren Verlauf des Projektes trugen. Es bildet Symbole und Worte der SchülerInnen ab, die sie mit Pflege verbinden, die für die Pflege stehen.
Der zweite Projekttag war in diesem Jahr ein aktives Seniorencafé. Eingeladen wurden SeniorenInnen aus verschiedenen Kooperationseinrichtungen. Insgesamt nahmen sechs SeniorenInnen mit Vertretern aus den Einrichtungen der AWO Laubach, Eltzerhof sowie des Alten- und Pflegeheims Maria vom Siege an der Veranstaltung teil.
Zu Gast an der Veranstaltung war auch Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. Sie begrüßte die TeilnehmerInnen und ermutigte die jungen Menschen diesen Beruf mit Freude und Herzblut auszuüben. Im Anschluss kam Ulrike Mohrs mit den Anwesenden in den Austausch.
Die SeniorInnen hatten die Möglichkeit über Erwartungen und Wünsche an die Pflegekräfte zu sprechen.
Die Altenpflegeschüler stellten in den Fokus, was sie an der Pflege begeistert und warum dieser ein wertvoller Beruf ist. In einer weiteren Gesprächsrunde trugen die SchülerInnen der IGS Koblenz ihre Erwartungen und Vorstellungen an den Pflegeberuf zusammen. Sie bildeten ihre Vorstellung von Pflege auf Plakaten ab. Die abschließende Präsentation aller Ergebnisse sorgte für einen regen Austausch zwischen den Generationen. In einer familiären Atmosphäre erlebten alle Beteiligten einen spannenden Nachmittag.
Im weiteren Verlauf des Projekts Care4Future werden die SchülerInnen der IGS Koblenz in verschiedenen Pflegeeinrichtungen zu Gast sein. Hier werden die SchülerInnen vor Ort sowohl einen Einblick in den Alltag der Pflege als auch in den der Senioren bekommen. Ihnen wird abschließend ermöglicht, einen Ausschnitt aus dem Gesamtbild des Pflegeberufes zu erhalten. Abschließend werden sie noch von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) erfahren, welche Möglichkeiten ihnen im Bereich der Pflege auch mit einem Hochschulabschluss offenstehen.
Nach diesen gut organisierten und abwechslungsreichen Einblicken in die Welt der Pflege bleibt zu hoffen, dass einige SchülerInnen das Ziel des Netzwerk-Projektes Care4Future weiterverfolgen und Mitglied der großen „Pflege-Familie“ werden.
