Allgemeine Berichte | 29.03.2018

Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in Andernach fit im Betreuungsrecht

Caritas hat den betreuten Menschen im Blick

Zum Ende wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Zertifikate ausgehändigt. Privat

Andernach. Menschen beistehen und ihnen das Leben trotz Alter, Krankheit oder Behinderung lebenswert machen, das wollen Männer und Frauen, die sich in Andernach auf die Übernahme einer rechtlichen Betreuung vorbereiten. So galt es, sich an vier Abenden Zeit zu nehmen und in das Bischof-Bernhard-Stein-Haus zur Caritas Andernach zu kommen. Unter der Anleitung von Claudia Götz, Diplom-Sozialarbeiterin und Vereinsbetreuerin beim Caritasverband, lernten die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie Betreuten in Fragen der Gesundheitsfürsorge, beim Umgang mit Behörden, in der Vermögensverwaltung, bei Wohnungsangelegenheiten oder bei der Bestimmung des Aufenthalts helfen können. Claudia Götz: „Wir vermitteln Ehrenamtliche in eine Betreuungssituation. Betreuungssituationen sind in den Anforderungen unterschiedlich, je nachdem, ob nun ein älterer Mensch zu Hause oder im Heim lebt oder ob ein psychisch kranker junger Mensch zu betreuen ist.“ Anhand plastischer Fallbeispiele sensibilisierte Claudia Götz für die anspruchsvolle Aufgabe einer rechtlichen Betreuung. „Dank der Fallbeispiele habe ich ein Gefühl für die Aufgabe bekommen und würde das jetzt richtig umsetzen“, so eine Teilnehmerin. Es sind die formellen Dinge des Lebens – wie Briefe an Behörden, Geltendmachung von Ansprüchen oder andere organisatorische Angelegenheiten – die bei der Betreuung alter, kranker oder behinderter Menschen im Vordergrund stehen. Bei der schwierigen Aufgabe ist es gut, dass jeder sein eigenes Rüstzeug bereits mitbringt. Ein Teilnehmer wollte die Betreuung seiner Eltern, in die er sozusagen „rein gestolpert“ ist, professionell „untermauern“. In gleichem Sinne begrüßte auch eine Teilnehmerin aus der Pflege den Kurs, während eine andere die Überlegung bekräftigt sieht, sich ehrenamtlich in der Betreuung einzubringen. „Es war sehr interessant für sich zu bedenken, was man als Betreuer tun darf und was nicht“, meinte eine Frau, die für eine mögliche Betreuung in ihrer Familie gerüstet sein will. Dabei lobte ein Mann die „freundliche und rhetorisch sehr gute Art“ der Kursleitung und Referentin, womit er allen aus dem Herzen sprach. „Alles ist so unaufgeregt und professionell. Die Darstellung find ich einfach toll!“ Zum Abschluss händigte Claudia Götz die Zertifikate aus und dankte allen für ihr Engagement: „Ich würde mich freuen, wenn Sie im Verein mitarbeiten, denn ein Verein lebt durch seine Mitglieder. Bitte, empfehlen Sie uns weiter.“ Alle, die sich für die Aufgabe als rechtlicher Betreuer interessieren, sollten sich mit dem Betreuungsverein des Caritasverbandes in Andernach in Verbindung setzen. Jedermann kann den Betreuungsverein in Notlagen oder bei Fragen zur Betreuung – vorsorgende Verfügungen, Vollmacht und so weiter – kontaktieren: Claudia Götz, Fachdienst Rechtliche Betreuung, Bischof-Bernhard-Stein-Haus in Andernach, (02632) 250 20. Weitere Infos zum Betreuungsverein der Caritas und dessen Veranstaltungen finden sich im „Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2018“ und können auf der Homepage eingesehen werden: www.caritas-rhein-mosel-ahr.de.

Pressemitteilung der

Caritas Andernach

Zum Ende wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Zertifikate ausgehändigt. Foto: Privat

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