2. Ehrenamtstreffen der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch
Chancen für Flüchtlinge
Kaisersesch. Auf Einladung des Flüchtlingsnetzwerkes „Chancen für Flüchtlinge – Von Mensch zu Mensch“ und der Verbandsgemeinde Kaisersesch trafen sich über 20 Personen im Sitzungsaal des MGH Schieferland Kaisersesch. Bürgermeister Albert Jung, Norbert Fuhrmann und Ingrid Zucchet von der Verbandsgemeindeverwaltung (Sozialamt), die benannten „Lotsen“ sowie etliche Mitglieder des Flüchtlingsnetzwerks, aber auch einige interessierte Mitbürger aus Kaisersesch, die sich mit dem Gedanken tragen, evtl. privaten Wohnraum für Geflüchtete anzubieten, waren gekommen, um sich auszutauschen und zu beraten, wie man den eintreffenden geflüchteten Menschen aus der Ukraine helfen, und ihnen gut zur Seite stehen kann.
Bürgermeister Jung überbrachte eine großzügige Spende von den Mitarbeitenden der Corona-Teststation bei der Verbandsgemeinde. Diese Spende und ggf. weitere Spenden werden seitens des Netzwerkes für die direkte Hilfe und Unterstützung von Geflüchteten verwendet, die in unsere Verbandsgemeinde kommen werden.
Frau Zucchet vom Sozialamt erläuterte danach sehr anschaulich die derzeit schon sehr angespannte und künftig noch zu erwartende herausfordernde Situation und Problematik, die vielen schon eingetroffenen und noch zu erwartenden geflüchteten Menschen adäquat mit Wohnraum zu versorgen. Bürgermeister Jung und die Vertreter des Sozialamtes baten alle Anwesenden darum, sich aktiv in die Suche nach Wohnraum für Geflüchtete mit einzubringen, eventuell auch Personen, die vielleicht eine Wohnung oder Zimmer zur Verfügung stellen könnten, darauf anzusprechen und die Mitbürger zu ermutigen, sich der Notlage der geflüchteten Menschen zu erbarmen, sie zu unterstützen und Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Sollte es nicht genügend privaten Wohnraum geben, müssten eventuell auch in den Gemeinden zentrale Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden (z. B. in Vereins- oder Gemeindehäusern oder Pfarrheimen, Sporthallen o. ä.). In Bezug auf Wohnraumsuche wurden bereits Gespräche mit den Ortsbürgermeistern geführt, damit diese vor Ort in ihren Gemeinden in dieser Hinsicht aktiv werden.
Einige Bürger informierten sich über die auf sie zukommenden Aufgaben, falls Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung gestellt wird. Etwaige Bedenken, dass evtl. finanzielle oder sonstige Belastungen auf die Vermieter zukommen, konnten insofern genommen werden, da nochmals darüber informiert wurde, dass offiziell der Verbandsgemeinde zugewiesene Geflüchtete sowohl Sozialleistungen als auch Kosten für Miete erhalten. Für die Verständigung mit den ankommenden Menschen stehen bereits einige Personen als Dolmetscher zur Verfügung und für Beratung und Begleitung in behördlichen und persönlichen Angelegenheiten können Unterstützer des Flüchtlingsnetzwerkes angefragt werden.
Es werden aber weiterhin noch Personen gesucht, die sprachliche Unterstützungen leisten können. Hilfreich sind ukrainisch oder russisch sprechende Menschen. An dieser Stelle nochmals eine Information zu Ansprechpartnern für die verschiedenen Aufgabengebiete bei der Verbandsgemeinde und im Netzwerk: Wer Wohnraum zur Verfügung stellen kann, meldet sich bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Telefon: (02653) 999 62 13, E-Mail: ukraine@vg.kaisersesch.de
Über den nachfolgenden Link kann das Formular für Wohnraumangebote ausgefüllt und eingereicht werden: www.kaisersesch.de/asylwohnraum
Die Flüchtlingshilfe in der Verbandsgemeinde Kaisersesch wird als „Lotsensystem“ geführt: Interessierte können sich entsprechend ihrer eigenen Kompetenz überlegen, bei welchen Aufgaben sie unterstützen möchten und werden dann dem verantwortlichen und koordinierenden Lotsen zugeordnet. „Lotsen“/Ansprechpartner für folgende Aufgabengebiete sind: Behördengänge: Herr Jürgen Weiss, Tel.: (026 53) 82 54 und Herr Reinhard Wruck, Tel.: (01 74) 683 14 33, E-Mail: wrucki55@googlemail.com; Beruf/Job: Herr Josef Darscheid, E-Mail: dar.scheid@t-online.de; Organisation Fahrräder für Geflüchtete: Herr Matthias Schnitzler, Tel.: (01 60) 848 23 28, E-Mail: schnitzler-matthias@t-online.de (Fahrräder, insbesondere auch für Kinder, werden noch dringend gesucht, bei Herrn Schnitzler melden, wer ein Fahrrad spenden kann); Kindergarten: Frau Helga Becker, Tel.: (01 75) 903 81 23, E-Mail: hbeckerd@gmx.de; Sachspenden: Herr Michael Przesang, Tel.: (01 51) 53 83 09 76, E-Mail: michael.przesang@bgv-trier.de (Angebote werden nur gelistet und bei Bedarf kann darauf zurückgegriffen werden.); Schule/Jugend: Frau Tanja Germayer, Tel.: (01 52) 54 50 37 33, E-Mail: t.germayer@t-online.de sowie Frau Friederike Timon, E-Mail: friederike.timon@gmx.de; Sprache/Übersetzung: Frau Katharina Hassert, Tel.: (01 60) 94 80 05 31, E-Mail: hassert76katharina@t-online.de; 1 : 1 Betreuung: Wer sich um eine Person/Familie konkret kümmern möchte, kann sich bei der Verbandsgemeindeverwaltung melden und den Ort des Betreuungsangebotes mitteilen.
Diakon Michael Przesang, Tel.: (01 51) 53 83 09 76, E-Mail michael.przesang@bgv-trier.de, Hiltrud Weiler (Pfarreienrat), Tel.: (01 51) 106 84 01 51, E-Mail hiltrud.weiler@stmartin-dku.de
Es wurde beschlossen, sich ab jetzt regelmäßig im Kreise des Netzwerkes und mit den benannten Lotsen und Mitwirkenden der verschiedenen Aufgabengebiete zu treffen, um sich laufend auszutauschen und weiter miteinander, die anstehenden Aufgaben zu planen und koordinieren. Das nächste Treffen des Netzwerkes „Chancen für Flüchtlinge - Von Mensch zu Mensch“ ist am 1. April, um 18 Uhr im MGH Kaisersesch. Wichtige Hinweise zum Thema Ukraine sind auch unter www.kaisersesch.de/ukraine zu finden.
Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch
