Allgemeine Berichte | 18.12.2019, 16:27 Uhr

Positive Signale aus Mainz

Chirurgisches Angebot im Krankenhaus Adenau gesichert

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Adenau. Begleitend zur heutigen Pressemitteilung der Marienhaus Holding GmbH begrüßte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Lösung für das Krankenhaus Adenau als Ergebnis zahlreicher intensiver Gespräche. „Das Krankenhaus Adenau ist ein für die gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der Region unverzichtbarer Standort, auch nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses“, betonte die Ministerin.

Deshalb sei das Gesundheitsministerium seit Wochen im engen Austausch mit dem Träger, den Verantwortlichen der Kommunen vor Ort und auch mit der Bürgerinitiative, um auszuloten, wie eine bedarfsgerechte und der tatsächlichen Inanspruchnahme der Patienten angepasste Versorgung vor Ort auch in Zukunft sichergestellt werden kann. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, in Adenau auch im nächsten Jahr ein chirurgisches Angebot vorzuhalten“, so die Gesundheitsministerin.

Als ein Ergebnis der Gespräche hat der Krankenhausträger dem Gesundheitsministerium inzwischen einen Antrag auf Änderung des Feststellungsbescheids zum Krankenhausplan vorgelegt. Dieser Antrag sieht unter anderem eine Veränderung des chirurgischen Angebots vor. So sollen zukünftig einmal wöchentlich kleinere chirurgische Eingriffe vorgenommen werden. Zudem soll am Standort eine chirurgische Praxis betrieben werden, in der tagsüber kleinere orthopädisch-chirurgische Fälle wie z.B. Platzwunden behandelt werden können. Eine interdisziplinäre stationäre Notfallstation soll Patientinnen und Patienten in einer Notsituation medizinische Ersthilfe und Erstdiagnostik bieten.

Menschen mit beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall oder schwereren Unfallverletzungen werden – wie in aller Regel bisher auch – vom Rettungsdienst in größere Krankenhäuser gebracht und dort versorgt. „Deshalb ist es auch wichtig, dass der Notarztstandort in Adenau erhalten bleibt“, betonte die Gesundheitsministerin. Auch hierzu gebe es sehr positive Signale.

„Wenn wir die gesundheitliche Versorgung der Menschen auch in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz zukünftig sicherstellen wollen, müssen wir neue Wege gehen“, zeigte sich Bätzing-Lichtenthäler überzeugt. Deswegen sei sie froh, dass es der Landesregierung gelungen ist, mit Krankenhausgesellschaft, Krankenkassen und weiteren wichtigen Partnern einen intensiven gemeinsamen Arbeitsprozess zu verabreden, um die Strukturen der kleinen Krankenhäuser im Land – auch sektorenübergreifend – bedarfsgerecht und zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Die Landesregierung habe zudem eine Landesverordnung erarbeitet, die mit Wirkung zum 1.1.2020 die Grundlage für weitere Möglichkeiten für einen Sicherstellungszuschlag in ländlichen Räumen schaffen soll, so die Ministerin. Mit den neuen Regelungen soll den spezifischen regionalen Bedarfen an flächendeckender Versorgung passgenau Rechnung getragen werden, sodass Adenau auch in der neuen Struktur einen solchen Zuschlag erhalten kann.

Hintergrund:

Vor dem Hintergrund bundesweiter Veränderungen in der Krankenhauslandschaft hatte der Träger des St. Josef-Krankenhauses Adenau, die Marienhaus Kliniken GmbH, das Gesundheitsministerium darüber informiert, dass er die chirurgische, die interdisziplinäre sowie die intensivmedizinische Versorgung am Standort St. Josef-Krankenhaus in Adenau voraussichtlich nicht aufrechterhalten kann. Als Grund hat der Träger Schwierigkeiten bei der Personalfindung insbesondere in der Chirurgie angegeben.

Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz.

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