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Integrative Prunksitzung des Mendiger Caritas-Zentrums begeisterte zahlreiche Karnevalsjecken aus nah und fern

„Comic und Superhelden - damals und heute“

20.01.2020 - 14:11

Mendig. Pünktlich um 19.11 Uhr zündete die ebenso charmante wie schlagfertige Sitzungspräsidentin Melanie Rieß gemeinsam mit ihrem bestens aufgelegten Elferrat kürzlich in der bis auf den letzten Platz besetzten Laacher See-Halle mit einer im wahrsten Sinne des Wortes märchenhaften Veranstaltung die Eröffnungsrakete für den Mendiger Sitzungskarneval.

Die inzwischen weit über die Stadt Mendig hinaus bekannte und beliebte Karnevalssitzung wird seit Anfang der 90er Jahre gemeinsam von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gestaltet. Auch wenn damals noch niemand den Begriff „Inklusion“ kannte, so wird der dahinterstehende Gedanke, dass Menschen mit und ohne Behinderung ungehindert miteinander Karneval feiern, seither erfolgreich gelebt. Das Programm der Sitzung wurde in diesem Jahr nochmals ordentlich durchgemischt und so traten neben den hauseigenen und mit dem Caritas Zentrum befreundeten Gruppen verschiedene neue Künstler auf, wie zum Beispiel der bekannte Büttenredner im Kölner Karneval, Willibert Pauels, besser bekannt als „Ne Bergische Jung“, die Trommlergruppe aus Oberbieber „Viva la Bieber“ und Anke Brausch alias Tieneke von den „Weibsbildern“.


„Comic und Superhelden“


Unter dem Motto: „Comic und Superhelden – damals und heute“ führte Melanie Rieß alias „Herzkönigin“ souverän durch ein abwechslungsreiches und zum Teil äußerst anspruchsvolles Programm. Der ebenfalls in Anlehnung an die wunderbare Erzählung „Alice im Wunderland“ gestylte Elferrat formierte sich aus: Bianca Hermes (Dideldei), Katja Prämassing (Dideldumm), Mechthild Post (Alice), Dennis Wodarzack (Raupe Absolem), Daniela Bresik (Märzhase), Sindy Kosiahn (Haselmaus), Dirk Friesen (Soldat der Kartenarmee), Michael Krüger (Soldat der Kartenarmee), Carmen Klapperich(Hutmacher) und Melanie Könemund (Grinsekatze), die für die Choreografie und das Training des Elferrats verantwortlich zeichnete.

Nachdem die Sitzungspräsidentin im Namen der Einrichtungsleiterin des Caritas Zentrums, Klaudia Racke-Hackenbruch und deren Stellvertreterin Astrid Klasen die zahlreichen Gäste, darunter viele karnevalistische Korporationen sowie alle Bewohner des Caritas-Zentrums Mendig und von der Geschäftsführung der St. Raphael CAB, Herrn Buckler und Herrn Franz-Josef Bell sowie den Vorsitzenden des Bewohnerbeirates Herrn Pick und nicht zuletzt Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel, Hedi Thelen (MdL), Kreisbeigeordnete Birgit Meyreis sowie den Ersten Beigeordneten der VG Mendig, Joachim Plitzko herzlich willkommen geheißen hatte, begrüßte sie Prinz Simon I., tanzende Frohnatur von Rad und Reise und Prinzessin Susi I., Kameete Mädche von der Kamäju, die sich gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Ehre gaben und mit brausendem Beifall begrüßt wurden.

Nach dem obligaten Austausch von Prinzen- und Sitzungsorden brachten die närrischen Regenten den Saal mit ihren beiden fetzigen Sessionsliedern „Mendig Ahoi!“ und „De Faasenach stirvt su schnell nit us“ innerhalb kürzester Zeit zum Kochen.

Sodann wurde dem närrischen Volk ein Programm geboten, das mit beeindruckenden Tänzen, Gesang und kurzweiligen Vorträgen gespickt war.


Buntes Programm


Als „Sternenflotte aus der Hospitalstreet“ trat die Rollstuhltanzgruppe „Confetti Dancer“ auf, die unter der Leitung von Thomas Racke eine beeindruckende Choreografie einstudiert hatte. Nach dem zwerchfellerschütternden Vortrag von Kurt Gerharz, der mit seinen schlagfertigen Töchtern Pia und Vera als Wehrer Breiköpp auftrat und das närrische Publikum mit einer „Wehrer-Platt-Lektion“ begeisterte, glänzte die Seniorengruppe von Karin´s Tanzgruppe, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, mit ihrer zauberhaften Darbietung: „Mein bunter Harlekin“. Während Sitzungspräsidentin Melanie Rieß die Ehrengäste: Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel, Hedi Thelen (MdL), Kreisbeigeordnete Birgit Meyreis sowie den Ersten Beigeordneten der VG Mendig, Joachim Plitzko mit dem Orden des Caritas-Zentrums auszeichnete, wärmten die Fidelen Möhnen sich im Foyer für ihre unter der Leitung von Anne Hennemann einstudierte Choreografie auf, die dem Namen des Tanzes „Alles - außer irdisch“ in jeder Beziehung gerecht wurde. Unter dem Motto „Flintstones – Familie Feuerstein“ verwandelten die „Big Hands“ (Bewohner und Mitarbeiter des Caritas Zentrums) die Bühne in ein Steinzeitdorf und überzeugten wieder einmal mit einer Spitzenleistung. Nach dem zwar ohrenbetäubenden, aber dennoch unglaublich taktvollen Auftritt der Trommlergruppe aus Oberbieber: „Viva la Bieber“ gönnten die närrischen Akteure und Besucher sich erst mal eine Verschnaufpause, bevor es mit der „Neon Company“ (Schwarzlichtshow) unter dem Motto „Unsere Lieblingshelden“ weiterging.

Als absolutes Highlight des Abends bot Diakon Willibert Pauels als „Ne Bergische Jung“ einen Vortrag, den man ohne Übertreibung als Satire auf ganz hohem Niveau bezeichnen kann. „Auf den nicht enden wollenden Begrüßungsapplaus reagierte er mit den Worten „Ich bin noch nie auf der Bühne mit einem „Laudato si“ empfangen worden. Das macht mir Mut, mit Euch zusammen ein ganz ungewöhnliches Lied für einen Ungetauften, also für einen Heiden zu singen, nämlich das von Karl Berbuer komponierte berühmte „Heidewitzka“! Während der „Bergische Jung“ einerseits die Kirche samt Kardinal Meisner („Kanalmeister“) aufs Korn nahm, schaffte er spielend den Spagat zwischen einer schon weisen Interpretation des Glaubens an sich und der rheinischen Untrennbarkeit von Kirche und Karneval.

Mit einem anspruchsvollen Auftritt schaffte die Männertanzgruppe „Johannishöfer“ einen fließenden Übergang in die Kunst des Tanzes. Unter der bewährten Leitung von Judith Fuchs rockten sie wieder einmal die Bühne der Laacher See-Halle als „Legion des Prinzen“ und als sie ihre Zugabe mit Prinz Simon I. und seinem männlichen Gefolge, die bekanntlich zum Ensemble der Johannishöfer zählen, krönten, glich die Narhalla einem wahren Hexenkessel!

„Tieneke“ Anke Brausch bewies anschließend, dass auch Kindergeschichten sehr unterhaltsam sein können.

Das Gardetanzpaar der Bergmöhnen Oberlützing, Mario und Gerson riss mit seiner hochkarätigen Choreografie das Publikum erneut von den Stühlen. Während Gerson sein „Mariechen“ mit scheinbarer Leichtigkeit durch die Luft wirbelte, stand Mario dem grazilen Tanz eines Funkenmariechens in nichts nach. Dagegen bot die Funkengarde der KG Rieden wie immer einen klassischen Gardetanz vom Allerfeinsten!


Grandioses Finale


Vor dem grandiosen Finale überraschte eine Abordnung der Mendiger Korporationen und Vereine mit dem Lied „Zesamme jeck“ als Hommage an den inklusiven Karneval und an das Prinzenpaar, dessen Motto „Mir säin ääns“ eine Steilvorlage für das von Frank Neideck getextete Lied war.

Bevor alle Akteure zum Finale u.a. den bekannten Kellbach-Trio-Song: „Hey Mennesch“ anstimmten, überreichten Klaudia Racke-Hackenbruch und ihre Stellvertreterin Astrid Klasen eine Jubiläumstorte an Frank Neideck, da dieser den bekannten „Ohrwurm“ vor 25 Jahren ebenfalls geschrieben hatte.

FRE

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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