Gemeinde Wachtberg auf gutem Weg zur kinderfreundlichen Kommune
„Coolere Spielplätze“ und „einen kleinen Park in Werthhoven“
Wachtberg. Die Stadt Weil am Rhein war Vorreiter, Köln hat es bereits zweimal geschafft, und nun ist auch die Gemeinde Wachtberg auf einem guten Weg, das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ zu erhalten. Vergeben wird dieses Siegel vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V., der aus einer gemeinsamen Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. hervorgegangen ist. Ziel des Vereins ist es, die Umsetzung der Kinderrechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention in deutschen Städten und Gemeinden zu fördern.
Anfang Februar 2024 unterzeichnete Bürgermeister Jörg Schmidt die Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein, basierend auf einem Beschluss des Gemeinderats. Das Siegel muss jedoch erst verdient werden, und die Wachtberger Kinder und Jugendlichen spielen dabei eine zentrale Rolle. In den letzten Monaten wurden dafür zwei Fragebögen ausgefüllt: einer von der Verwaltung und einer von den Kindern selbst. Am 31. Oktober fand im Berkumer Rathaus ein Vor-Ort-Gespräch statt. Daran nahmen der Geschäftsführer des Vereins, Mitglieder der Verwaltung, Vertreter der Politik sowie Gäste aus Grundschulen und der Jugendbetreuung teil. Der aktuelle Stand der Kinderfreundlichkeit in Wachtberg wurde gemeinsam erörtert.
Als nächster Schritt wird der Verein Kinderfreundliche Kommunen einen Aktionsplan mit konkreten Empfehlungen erstellen. Dieser Plan soll im Frühjahr 2025 vom Gemeinderat verabschiedet werden. Danach erhält die Gemeinde das Siegel und hat drei Jahre Zeit, die empfohlenen Maßnahmen umzusetzen.
Die befragten Kinder bewerten ihre Lebenswelt in Wachtberg insgesamt positiv. Besonders gut schneiden die Schulen und der Schutz vor Gewalt ab. Die Spiel- und Bolzplätze hingegen erhielten die schlechteste Bewertung mit der Note 2,9. Ein zentrales Anliegen der Kinder ist eine stärkere Beteiligung an Entscheidungen. Die Verwaltung möchte diesem Wunsch nachkommen, indem Kinderrechte und Kinderfreundlichkeit in die Hauptsatzung und das Leitbild der Gemeinde integriert werden. Zudem soll ein kinderfreundliches Verwaltungshandeln gefördert werden. Beispielsweise sollen Kinder bei der Planung von Spielplätzen mit einbezogen werden.
Wie Kinder sich ihre Mitbestimmung vorstellen, zeigt die Beantwortung der Frage, was sie tun würden, wenn sie Bürgermeister wären. Die Vorschläge reichen von einer Gaming-Halle und einer BMX-Strecke bis hin zu einer Anlaufstelle für Kinder, die Hilfe benötigen. Auch der Schutz vor Gewalt wird von den Kindern als wichtiges Thema benannt.
Die Aussichten für die Gemeinde Wachtberg sind somit vielversprechend. Eine zukunftsfähige Gesellschaft lässt sich nur gestalten, wenn auch den jüngsten Mitgliedern Gehör geschenkt wird.
Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“:
Dipl.-Päd. Claudia Schmidt (Mobil: 0160 96287046) und Beate Luhmer (Tel. 0228/9544 190), E-Mail: jugend@wachtberg.de.
BA
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