Spielmannszug Rheinklänge feierte sein 65-jähriges Bestehen
Da war zwei Tage lang Musik drin
Konzert und Freundschaftstreffen - Wolfgang Wenzel mit Ehrenbrief und Goldener Ehrennadel ausgezeichnet
Remagen. Aus dem Remagener Leben sind sie einfach nicht mehr wegzudenken: die Musiker des Spielmannszugs Rheinklänge Remagen um die Vorsitzenden Adi Görres und Peter Burghardt. Am vergangenen Wochenende feierte der Spielmannszug über zwei Tage mit einem Konzert am Samstag und einem Freundschaftstreffen am Sonntag mit insgesamt zehn Musikkorps, Spielmanns- und Fanfarenzügen sein 65-jähriges Bestehen.
Neben dem großen Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit und dem großen Zusammenhalt zeichnet den Spielmannszug vor allem auch die enorme Kontinuität aus. In 65 Jahren hatten die „Rheinklänge“ mit Alois Nürenberg und Adi Görres nur zwei Vorsitzende. So galt natürlich Nürenberg, der den Verein über 50 Jahre als Vorsitzender führte, ein herzlicher Dank für sein enormes Engagement bis heute. Bereits 50 Jahre als aktiver Trommler dabei ist Wolfgang Wenzel. Er wurde für seine Musikertätigkeit von Martina Röhn vom Kreismusikverband im Namen des Landesmusikverbands unter großem Applaus mit dem Ehrenbrief und der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Den Auftakt zum Festabend am Samstag im vereinseigenen Haus machten die Rheinklänge-Musiker unter dem Dirigat von Wolfgang Möller selbst mit dem Remagener Heimatlied „Mädsche us de Lützelbach“, in das die Gäste gerne einstimmten. Den Reigen der Ansprachen eröffnete Vorsitzender Adi Görres, der neben den vielen Gästen den Bürgermeister und Schirmherrn Herbert Georgi, den Kreisbeigeordneten Fritz Langenhorst, Pastor Frank Klupsch, Ortsvorsteher Walter Köbbing, Weinkönigin Lea Lüdenbach, die Mandatsträger der Parteien und die Vereinsvertreter herzlich begrüßte. Görres erinnerte an die Vereinsgründung 1952, als 18 Jungen aus Remagen und Umgebung die Rheinklänge aus der Taufe hoben. 65 Jahre Heimatverbundenheit und 65 Jahre rund ums Jahr Musikbegleitung, das zeichne den Spielmannszug als musikalischen Botschafter von Remagen aus. Engagierte Menschen hätten sich im und ums Vereinshaus engagiert. Dabei sprach Görres auch die musikalische Aus- und Weiterbildung an. Musikalisch und menschlich geprägt worden sei der Verein durch Alois Nürenberg, der über 50 Jahre den Verein geführt habe. Unermüdlich dabei gewesen sei auch Ehrenmitglied Hans-Josef Möhren. Große musikalische Erfolge habe der Verein in den 60er- und 70er-Jahren feiern können. „Dies zeigen die vielen Pokale und Ehrenzeichen in unseren Vitrinen“, so Görres. Die Öffnung des Vereins für Frauen in den 70er-Jahren, den Mitgliederboom in den 80er-Jahren und den Bau des Vereinshauses vor 40 Jahren nannte Görres als Meilensteine in der Geschichte des Spielmannszugs Auch die Stadtverwaltung habe stets hinter dem Verein gestanden. So sei es dem damaligen Bürgermeister Hans Peter Kürten zu verdanken, dass das Vereinshaus auf städtischem Grundstück gebaut werden konnte. Görres verhehlte jedoch nicht, dass der demografische Wandel, das veränderte Freizeitverhalten und die Ganztagsschulzeiten es Vereinen immer schwerer machten, Interesse bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. „Die Stadt Remagen braucht soziales Engagement, Musik und Vereine. Lassen sie uns eine starke Gemeinschaft für Remagen bilden, die für das Miteinander steht“, mahnte Görres. „Ich bin stolz, in einer nicht so starken Zeit eine so stolze Truppe hinter mir zu haben“, beendete er seine Festrede.
Musiker und „Feierbiester“
Bürgermeister und Schirmherr Herbert Georgi schmunzelte: „Wer so gerne und so oft feiert, der muss einen ungetrübten Hang zur Lebensfreude haben. Ihr seid die wahren Feierbiester.“ Zum einen liege das sicher an der Kontinuität, die die Vereinsführung auszeichne. Zwei Vereinsvorsitzende in 65 Jahren, das sei „unerreicht und rekordverdächtig“. In einem Verein, der so geführt werde, gebe es keinen Grund, sich durch Streitereien vom Feiern ablenken zu lassen. „Liebe Vereinsmitglieder, dass es bei euch stimmt in der Gemeinschaft, das erlebt jeder, der euch zuhört und zuschaut bei den vielen Anlässen, bei denen ihr aufspielt. Der musikalische Part, perfekt eingeübt, wird strahlend vorgetragen. Euer Schwung und eure gute Laune wirken ansteckend und beschwingend“, so Georgi. Auch den viel zitierten Begriff Integration könne man auf die Rheinklänge-Familie anwenden. Wer die Befindlichkeiten zwischen den Ortsteilen Remagens kenne, für den sei es etwas Besonderes, dass bei den Rheinklängen Musikanten aus Remagen, Bandorf, Unkelbach und Kripp in schöner Eintracht dabei seien. Das sei vorbildliches Miteinander, ebenso wie die Eingliederung vieler junger Nachwuchskräfte.
Gute Nachwuchsarbeit
Kreisbeigeordneter Fritz Langenhorst lobte den Spielmannszug, der eine wertvolle Unterstützung zur musikalischen Entwicklung des Nachwuchses leiste. Sein Dank galt ebenfalls Alois Nürenberg als einem Fundament des Vereins seit der Gründung, aber auch den Mitgliedern: „Sie alle haben an der Erfolgsgeschichte des Vereins mitgeschrieben.“ Gerne unterstütze auch der Kreis das ehrenamtliche Engagement. Dank galt aber auch den vielen Partnern der Musiker, denn sie trügen das Engagement mit.
Pastor Frank Klupsch betonte augenzwinkernd, dass man eigentlich mit 65 Jahren in den Ruhestand gehe. Dies sei aber bei den Rheinklängen nicht der Fall. Er wünschte dem Spielmannszug, dass er mit klingendem Spiel in die nächsten Jahrzehnte gehe. Ein Chorleiter habe ihm einmal gesagt: „Die Majestät Gottes erklingt in den Werken der Musik.“ Er lud die Musiker ein, einmal einen Gottesdienst mitzugestalten. Ortsvorsteher Walter Köbbing überbrachte die gebündelten Glückwünsche der Vereine und Parteien, bevor einige Vereine noch persönlich gratulierten. Nach den vielen Worten stand die Musik im Mittelpunkt des Abends und des folgenden Sonntags. Am Samstag präsentierten die Rheinklänge eine große Bandbreite ihres musikalischen Könnens mit traditionellen Märschen, Klassikern aus Operetten, Musical-Melodien und John Denvers „Country Roads“. Fast zu klein war die Bühne im zweiten Konzertteil, den der befreundete Spielmannszug Borken gemeinsam mit den Rheinklängen bestritt. Der zweite Teil stand unter dem Dirigat von Hermann Lorscheid, während Wolfgang Möller den ersten Konzertteil dirigierte. Die Moderation des Konzerts oblag Elke Schnitzler. Bis in die späte Nacht wurde ausgiebig gefeiert, bevor es am nächsten Tag mit einem Freundschaftstreffen der Spielmannszüge aus Oberwinter, Löhndorf, Sinzig, Bad Bodendorf, Erpel, Unkelbach und Bad Honnef-Selhof musikalisch weiterging. Das Musikkorps der Remagener Stadtsoldaten hatte das Treffen mit einem musikalischen Frühschoppen eröffnet.
Nicht wegzudenken aus dem Remagener Veranstaltungskalender sind die Aktiven der Rheinklänge, die gern die örtlichen Feste wie zum Beispiel das Weinfest musikalisch verschönern.
Der erste Konzertteil stand unter dem Dirigat von Wolfgang Möller.
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