Das 39. Internationale Drehorgelfestival zog wieder viele Gäste und über 70 Drehorgelspielerinnen und Spieler in die historische Stadt am Rhein
Linz. An allen Ecken der Altstadt waren sie zu finden. Ihre fröhliche Musik motivierte die Menschen zum Mitsingen. Jede Orgel hatte eine eigene Dekoration und auch ihre Eigentümerinnen und Eigentümer präsentierten sich in unterschiedlichen Outfits. Aus ganz Deutschland und aus einigen europäischen Ländern waren sie angereist, um die spezielle Atmosphäre zu genießen, alte Bekannte wiederzutreffen und um einfach Spaß zu haben.
Gäste kamen aus England und Finnland
Den weitesten Weg hatten sicherlich die Gäste aus Norwegen und aus England. Amanda Liberty aus Leeds war zum ersten Mal dabei und strahlte eine Begeisterung aus, die ansteckend wirkte. 21 Stunden war sie mit ihrer Orgel mit dem Zug und der Fähre unterwegs, um die spezielle Linzer Atmosphäre zu genießen. „Ich kann hier alles spielen, was ich möchte“, sagte sie. „Es macht einfach Spaß.“ Am Do, Sa und So ab 10 Uhr wurden die Orgeln in Gang gesetzt. Der 29. Mai war gut besucht und das Wetter zeigte sich von seiner vorbildlichen Seite. Der Samstag ließ sich zunächst gut an, bis gegen 14 Uhr der Himmel seine Schleusen öffnete und die Menschen vor eine große Herausforderung stellte.
Einwohnerinnen und Einwohner wurden zu Helfern in der Not
Und in dem Moment zeigten die Linzer Einwohnerinnen und Einwohner, warum es viele Menschen immer wieder hierhin zurückzieht. Sie haben einfach das Herz am rechten Fleck. „Es war unglaublich“, berichtete Martina Kettgers und Erwin Kratz aus Euskirchen. Linz riss quasi die Türen auf, um die Musikerinnen und Musiker mitsamt ihren Orgeln ins Trockene zu bringen. „Sowas habe ich noch nicht erlebt. Überall gingen die Türen auf und sie holten uns rein.“ In Privatwohnungen oder auch in Ladenlokalen fanden so Mensch und Instrument eine trockene Bleibe. Heinz Krieft aus Harsewinkel/ Westfalen landete in einem Schmuckgeschäft. „Die haben sogar noch den Tresen verschoben, damit wir rein konnten“, erklärte er begeistert. „Und die Orgel laden durfte ich dann auch noch.“
Danke Linz!
„Wir möchten uns wirklich bei den Bewohnern von Linz ganz herzlich für ihre unglaubliche Hilfe bedanken“, sagte Kettgers. Diesen Dank bekräftigte auch Krieft nochmal. Viele Teilnehmende waren bereits mehrfach dabei und genießen jedes Mal die gemeinsame Zeit. „Linz ist offen für alle Orgeltypen und für jede Musik. Von Ave-Maria bis ACDC ist alles dabei“, sagte Bianka Barkau, aus Gelsenkirchen. „Man trifft hier Leute, die man sonst das Jahr über nicht sieht und die Atmosphäre macht Spaß. Außerdem ist Linz eine schöne Stadt“, sagte Thomas Welz, der nun zum vierten Mal dabei ist.“ Ich bin immer wieder gerne hier.“ „Wir freuen uns, dass Linz an uns Drehorgeln so viel gelegen ist und uns immer wieder einlädt“, sagte Burkhard Hochstraß und sprach damit vielen aus der Seele.
„Wir sind zufrieden“
Trotz der nassen Einlage am Samstag war Mitorganisator Christoph Hübner zufrieden. Seit 2016 organisiert er, gemeinsam mit der Stadt, das Festival. „Die Stimmung ist gut, bisher gab es keine Beschwerden, wir sind sehr zufrieden“, sagte er, während seine eigene Orgel für einige Minuten pausierte. Im nächsten Jahr winkt das 40-jährige Jubiläum. „Wir denken gerade über etwas Besonderes nach“, sagte Hübner. Was das sein wird, werden wir aber erst 2026 erfahren.
JS
In der Stadt gab es viel zu entdecken.
Jede Orgel hatte eine eigene Dekoration und auch ihre Eigentümerinnen und Eigentümer präsentierten sich in unterschiedlichen Outfits.
Verschiedenste Melodien erfreuten die Gäste.
Aus ganz Deutschland und aus einigen europäischen Ländern waren sie angereist, um die spezielle Atmosphäre zu genießen, alte Bekannte wiederzutreffen und um einfach Spaß zu haben.
