Marlene Franzen ist neue Direktorin des Amtsgerichts Andernach
Das Amtsgericht Andernach hat eine neue Direktorin
Andernach. Marlene Franzen ist die neue Direktorin des Amtsgerichts. Sie ist damit eine von drei Direktorinnen der 15 Amtsgerichte in Rheinland-Pfalz. „Sie haben schon mit Ihrem Amtsantritt Geschichte geschrieben, denn Sie sind die erste Direktorin des hiesigen
Amtsgerichts“, betonte Justizminister Herbert Mertin. „Bei einem Frauenanteil von 50 Prozent Richtern, eine längst überfällige Entscheidung“, sieht Stephan Rüll, Präsident des Landgerichts Koblenz in seiner Ansprache Handlungsbedarf in der Region. Im Rahmen einer Feierstunde im Historischen Rathaus in Andernach wurde in Anwesenheit von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Justiz, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Marlene Franzen von Justizminister Herbert Mertin feierlich in das Amt der Direktorin des Amtsgerichts Andernach eingeführt. Franzen hat ihre Tätigkeit in Andernach bereits im August 2017 aufgenommen. Zugleich wurde der bisherige Direktor Manfred Ley verabschiedet, der zum 1. August in den Ruhestand getreten ist. Zunächst dankte der Minister Manfred Ley, den er vor 15 Jahren selbst in das Amt des Direktors am Andernacher Amtsgericht eingeführt hatte, für seine Arbeit: „Sie haben das Amtsgericht Andernach in Ihrer langen Amtszeit mit Ihrer Fachkompetenz und Ihrer Persönlichkeit maßgeblich geprägt“, so Mertin. Der Minister lobte Ley als vorbildliche Ministerpersönlichkeit. Er habe um die rheinland-pfälzische Justiz große Verdienste erworben.
„Die Generalsanierung des Gerichtsgebäudes haben Sie ebenso kompetent begleitet, wie zahlreiche organisatorische Veränderungen, sei
es die Bildung der Serviceeinheiten oder die Umstellung auf das elektronische Grundbuch.“ Mertin erwähnte auch noch Ley’s vorbildliches Engagement unter anderem als Erster Vorsitzender des Vereins Bewährungshilfe Koblenz e.V., der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte und herausragende Arbeit im Dienste unserer Gesellschaft leiste. Die Arbeit für den Verein wird Ley auch in seinem Ruhestand weiterführen. Der scheidende Richter betonte: „Ich habe meine Arbeit geliebt und war gerne Richter am hiesigen Amtsgericht – auch wenn es nicht
immer ohne Probleme ging.“ Zum offiziellen Amtsantritt gratulierte Herbert Mertin Marlene Franzen und wünschte ihr Erfolg, Gesundheit und immer das nötige Quäntchen Glück für die neue herausfordernde Aufgabe. „Sie haben schon mit Ihrem Amtsantritt hier in Andernach Geschichte geschrieben, denn Sie sind die erste Direktorin des hiesigen Amtsgerichts. Ich bin ganz sicher, dass dies nicht die einzige Errungenschaft Ihrer Amtszeit bleiben wird“, betonte Mertin und ging auf die Qualifikationen der neuen Direktorin ein. Marlene Franzen trat im Juli 1993 als Richterin beim Landgericht Koblenz in den rheinland-pfälzischen Justizdienst ein. Nach einem Wechsel an das Amtsgericht Linz am Rhein wurde sie dort im August 1998 zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Es folgten 2011 eine Abordnung an das Landgericht Koblenz und 2013 an das Oberlandesgericht Koblenz. Seit 1. August 2017 ist sie Direktorin des Amtsgerichts Andernach.
Marlene Franzen sieht sich aufgrund ihrer Erfahrung und Ausbildung für ihr neues Amt gut gewappnet. „Ich bin mit Leib und Seele Richterin und kann in Andernach ein wohlbestelltes Haus übernehmen“, so Franzen. An oberster Stelle auf ihrer Agenda stünden die Einführung der elektronischen Akte, die erforderliche Kellersanierung, der aufgrund von Schimmelbefall derzeit weder Menschen noch Akten einen Aufenthaltsraum biete, sowie den Personalschlüssel auf Rekordniveau anzuheben.
Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten gratulierte Marlene Franzen zur Amtseinführung und wünschte der Direktorin, das alle ihre Erwartungen in Andernach erfüllt werden und sie die an sie gestellten Erwartungen erfüllen möge. Musikalisch wurden die Feierlichkeiten von dem Jazzduo „Mixed Pickles“ umrahmt.
Marlene Franzen ist die neue Direktorin am Amtsgericht Andernach
