Prunksitzung der KG Rot-Weiss Hönningen
Das Dreigestirn begeisterte
Leimbach.Die Prunksitzung der Rot-Weißen Karnevalisten aus Hönningen fand zum ersten Mal seit 71 Jahren nicht auf heimischem Terrain statt. Behördliche Auflagen hatten den Zeltaufbau an der Ahr, wie sonst üblich, nicht zugelassen. Unverständnis und Verärgerung war in den Medien deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Aber die KG Rot-Weiß Hönningen fand eine Lösung, sie trat in der Leimbacher Mehrzweckhalle auf, dankte für die Unterstützung der dortigen Verwaltung. Umso erfreulicher, dass die Sitzung restlos ausverkauft war, die Besucher freuten sich über eine brillante Prunksitzung mit zahlreichen herausragenden Programmpunkten.
Nach dem feierlichen Einzug des Elferrates begrüßte Sitzungspräsident Rainer Metzen die närrischen Gäste. Die KG Hönningen ist bekannt für ihre tollen Tanzgruppen, die immer wieder für Begeisterung sorgen. Gleich zu Beginn überzeugten die Roten Funken mit einer reifen Leistung.
„Ne Jeck im Rähn“, Björn Wassong hatte die Lacher rasch auf seiner Seite, der seit Jahren engagierte Redner überzeugte mit Geschichten aus dem Alltag, einfach köstlich, wie er mit ausgefeilter Gestik und Mimik das Publikum begeisterte, Riesenapplaus!
Ein Highlight war die Showtanz-Darbietung der Simmerer Käs’cher 1973. Stimmungsvoll inszenierten sie ihren Auftritt, höchst fantasievoll, mit überraschenden Entwicklungen. Eine stimmige Choreographie, da passte einfach alles. Riesenapplaus für die Gruppe aus dem Westerwald. Und Solomariechen Alina Schneider zeigte im zweiten Teil der Prunksitzung, dass sie und ihre Gruppe zu Recht höchst dekoriert aus der Deutschen Meisterschaft 2023 in Aachen zurückkehrten, einfach klasse!
Mit „Schlabber & Latz“ folgte ein witzvoller Redebeitrag, im Dialog wetteiferten die beiden Narren schlagfertig um den treffenden Wortwitz, da saß jede Pointe, auch hier herzlicher Applaus.
Aus Oberbaar kamen die „Wildsisters“, sie gewannen im Vorjahr die Showtanzmeisterschaft in Ahrbrück. Ein Auftritt in feschen Kostümen und eine überaus gekonnte tänzerische Darbietung mit viel Schwung, mit großer Perfektion auf die Bühne gebracht. Das kam bestens an, der Augenschmaus erntete Riesenapplaus!
Prächtige Kostüme
Mit dem Tanz der Jugendgarde nahte der Auftritt des Dreigestirns. Großes Szenario, theaterreif, eine volle Bühne, das Dreigestirn zelebrierte seinen Auftritt. Großer Applaus für die bezaubernden jungen Damen in ihren prächtigen Kostümen. Mit großer Freude überreichte Ortsbürgermeister Jürgen Schwarzmann symbolisch den Ortsgemeindeschlüssel an das fabelhafte Dreigestirn. Dieses repräsentiere nicht nur die Tradition des Karnevals, sondern verkörpere auch den gemeinsamen Geist und das gute Wir-Gefühl in der Ortsgemeinde. Prinz Katrin, Jungfrau Sabrina und Bauer Silvia übernahmen die Amtsgeschäfte gerne, mit ebenso viel Charme wie Humor. Und um zu zeigen, dass es auch richtig was zu tun gibt, hatte er fast das halbe Büro mit auf die Bühne gebracht. Mit dem Gemeindeschlüssel übergab er eine Amtskette, sie wurde zum ersten Mal überreicht. Den Spaß und Frohsinn in Hönningen und Liers mit ganzem Herzen zu fördern, darin sieht das Dreigestirn gerne seine Aufgabe. Und so verordneten sie Musik und ausgelassene Fröhlichkeit für die kommenden Wochen. Ein dreifach donnerndes Alaaf für das Dreigestirn und Freude aller auf eine schöne närrische Zeit, ohne Sorgen, mit viel Spaß, mit gemeinsamem Frohsinn, so soll es sein!
Auch nach der Pause ein überzeugendes Programm, mit einer prima Aufführung der „Magic Dancers“ aus Remagen, mit einer pointenreichen Rede von Elfie Pauly, mit dem Männerballett. Zum Schluß fetzige Musik von der kölschen Partyband „Die Karos“.
WD
Die Wildsisters aus Oberbaar. Foto: Werner Dreschers Foto: Werner Dreschers Tannenweg 6 535
