Ordensschwestern geben Anteil an Kührer Fürsorge ab
Das Gründungscharisma wahren
Niederfell-Kühr. „Der gute Geist und der Wille der Schwestern sollen hier weiterleben“, sagte der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters anlässlich der Gründung der Victor-Braun-Stiftung im Herz-Jesu-Haus Kühr. „Die Schwestern werden weniger und können nicht mehr in Verwaltung, Küche oder in den Wohngruppen arbeiten, daher übergeben sie ihre Anteile der Kührer Fürsorge GmbH an die neue Stiftung“, erklärte Peters in seiner Predigt im Festgottesdienst.
Die Stiftung trägt den Namen des Ordensgründers der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu. Victor Braun hat die Gemeinschaft 1866 in Paris gegründet. 1872 gründeten zwei Schwestern aus diesem Orden in Niederfell eine Gemeindestation, deren Aufgabe die Pflege alter und kranker Menschen war. 1882 zogen die Ordensschwestern dann in den Ortsteil Kühr, der auch heute noch Zentrum der Einrichtung ist. „Das Haus ist zu einem Segen geworden“, betonte Weihbischof Peters. „Damit sich unser Werk im Sinne unseres Ordensstifters dauerhaft neuen Herausforderungen stellen und weiterentwickeln kann, übertragen wir unsere Anteile an die Stiftung“, erklären Generaloberin Schwester Adelinde Grandits und Hausoberin Schwester Radegundis Ulberth. Beide sitzen auch im Stiftungsvorstand; hinzu kommt Dr. Hartmut Münzel. Der Rechtsanwalt ist durch seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der GmbH mit den Werken der Schwestern vertraut.
„Ich bin froh, dass Sie sich zur Übergabe entschieden haben“, richtete die Geschäftsführerin und Pädagogische Leiterin der Kührer Fürsorge GmbH, Claudia Schönershoven, ihr Wort an die Schwestern. Die Förderstiftung hat das Ziel, das Gründungscharisma und die Spiritualität der Gemeinschaft zu wahren. „Für den neuen Vorstand und die Arbeit der Stiftung erbitten wir uns den Segen von oben“, sagte sie.
„Jesus will uns den Rücken stärken und ermutigen. Gleich was uns im Alltag zustoßen kann, gibt er Hoffnung, dass es wieder gut werden kann“, sagte Peters in seiner Predigt und bezog sich auf die Liebe Gottes und das Johannes-Evangelium, das in einfacher Sprache von Pfarrer Piotr Adamski vorgelesen wurde. In dem heißt es: „Ich habe euch genau so lieb wie mein Vater im Himmel. Ihr könnt immer spüren, dass ich euch lieb habe. Ihr sollt euch auch gegenseitig lieb haben.“ Diese Liebe helfe den Menschen, das Egoistische und Lieblose zu überwinden, erklärte der Weihbischof. „Gott möchte nicht, dass wir Mauern bauen, sondern dass wir ein Kirchenfenster sind, das Licht durchlässt“, erklärte er.
Gemeinsam mit den Bewohnern, Angestellten und Gästen feierten neben Weihbischof Peters und Pfarrer Adamski Dechant Jörg Schuh und Altabt Benedikt Müntnich aus dem Benediktinerkloster Maria Laach den Gottesdienst. Mitgestaltet wurde dieser durch den hauseigenen Chor „Frohsinn“ unter der Leitung von Patrick Nikolay. Michael Knopp präsentierte das erste Lied eines geplanten Musicals zum Leben von Victor Braun. Das Herz-Jesu-Haus Kühr ist ein Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung. Es bietet Wohnmöglichkeiten für 300 Menschen, eine Integrative Kindertagesstätte, eine Schule mit Förderschwerpunkten und eine Tagesförderstätte sowie eine Werkstatt für beeinträchtigte Menschen. „Der Arbeitsalltag für die Mitarbeitenden und der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner und Schüler, Kita-Kinder, Tagesförderstätten-Besucher oder der ambulanten Klienten wird sich sicherlich nicht sehr verändern“, versicherten Claudia Schönershoven und ihr Kollege in der Geschäftsführung und kaufmännischer Leiter, Helmut Boos. „Die Veränderung wird in erster Linie zu spüren sein auf Ebene der Geschäftsführung.“
Pressemitteilung
des Bistums Trier
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