Allgemeine Berichte | 21.03.2016

Mirja Boes begeisterte das Publikum in der ausverkauften Mendiger Laacher See

„Das Leben ist kein Ponyschlecken“

Während Mirja Boes ihre Fans auch als hervorragende Sängerin überzeugte, versuchten die Handwerker Helmut Schmitz (l.). und Hermann Wagner (r.), in Windeseile ein Holzregal zu bauen. FRE

Mendig. Am vergangenen Samstagabend haben die Macher der Mendiger Comedy-Reihe „Kul-Tour“ mit der Stand up Comedy-Queen Mirja Boes und ihrer Band „Honkey Donkeys“ wieder einmal ein Highlight in die restlos ausverkaufte Laacher See-Halle geholt, für das sie allerhöchstes Lob verdienen.

Mit ihrem Soloprogramm „Das Leben ist kein Ponyschlecken“, mit dem Mirja Boes und die „Honkey Donkeys“ am 23. Oktober 2014 im Kölner „Gloria“ Premiere feierten, verstand es das quirlige Energiebündel, mit Leichtigkeit und wahrhaftiger Lässigkeit ihre riesige Fangemeinde, die zum Teil von weither nach Mendig angereist war, 90 Minuten lang restlos zu begeistern.

Im Fokus des am 3. September 1971 in Viersen geborenen Improvisationstalents standen zunächst die Männer, die ihrer Meinung nach nicht so ganz freiwillig vor Ort, sondern von ihren Frauen „mitgeschleppt“ worden waren. Während sie jedoch in Form interaktiver Spielereien den direkten Dialog mit dem Publikum suchte, tauten auch die Männer ziemlich schnell auf. So erntete sie großes Gelächter, als sie sich bei einigen Paaren nach deren Gewohnheiten erkundigte und dabei an Jörg und Judith geriet, ohne zu wissen, dass es sich um VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und seine Ehefrau Judith handelte. Da die beiden offen und fröhlich auf alle Fragen antworteten, blieb ihre Identität - zumindest für Mirja Boes, die bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt - im Dunkeln.

Mit ihrer ungezwungenen Art schaffte sie es sogar, dass zwei gestandene Handwerkermeister wie Helmut Schmitz aus Mendig und Hermann Wagner aus Mayen unter dem Motto „Das kriegen wir hin“ auf der Bühne ihre Fähigkeiten beim Bau eines Holzregals unter Beweis stellten, obwohl das Schreinern nicht ihrem Gewerk entsprach.

„Honkey Donkeys“ als kongeniale Partner

Dies taten auch die fantastischen Musiker der Gruppe „Honkey Donkeys“: Simon Manthey an der Gitarre, Frank Sackenheim am Saxophon, Philipp Bardenberg am Bass, Dirk Schaadt am Keyboard, Florian „Flotze“ Bungardt an den Drums und Tobias Weidinger an der Trompete wurden von ihrer „Chefin“ nicht geschont, wobei der von ihnen - auf Wunsch des Publikums- aufgeführte Schwanentanz noch das kleinere Übel darstellte. Dass es sich bei Mirja Boes um einen absoluten Profi handelt, beweisen nicht zuletzt drei deutsche Comedy Preise sowie viele weitere Auszeichnungen. Während sie nach ihrem Studium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater eine professionelle Gesangskarriere wegen Stimmbandproblemen zunächst an den Nagel hängen musste, sang sie trotzdem bei „Die Fabulösen Thekenschlampen“ weiter und widmete sich ihrer weiteren großen Liebe, der Comedy.

Mit ihrem circa 90 Minuten währenden Programm „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ erfüllte das künstlerische Naturtalent Mirja Boes sich einen Herzenswunsch. Hierfür gewann sie mit Frank Ramond nicht nur einen kongenialen Texter, sondern gleichzeitig einen erfahrenen Produzenten, der ihr, zusammen mit Routinier Jörn Heilbut, wahrhaft hinreißende Songs auf den Leib schrieb. So zum Beispiel: „Britta ist ne bessere Mutter als ich“, „20.000 Worte am Tag“, „Männer sind Jäger“ oder balladeske Schmeichler wie „Liebesbrief“ und „Schenk mir ein Lächeln“.

Das Publikum wusste die Glanzleistung absolut zu würdigen und bedankte sich bei Mirja Boes und ihren „Honkey Donkeys“ mit nicht enden wollendem Applaus.

Der direkte Kontakt mit ihrem Publikum ist für Mirja Boes offensichtlich eine Herzenssache.

Der direkte Kontakt mit ihrem Publikum ist für Mirja Boes offensichtlich eine Herzenssache.

Während Mirja Boes ihre Fans auch als hervorragende Sängerin überzeugte, versuchten die Handwerker Helmut Schmitz (l.). und Hermann Wagner (r.), in Windeseile ein Holzregal zu bauen. Fotos: FRE

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