Allgemeine Berichte | 07.09.2026, 09:58 Uhr

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Das Schuhhaus Rollmann schließt: Das Ende einer außergewöhnlichen Geschichte

Nach der Flut bewiesen Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen Durchhaltevermögen.
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach mehr als 150 Jahren endet eine außergewöhnliche Familien- und Unternehmensgeschichte: Das traditionsreiche Schuhhaus Rollmann in Bad Neuenahr schließt seine Türen. Damit verliert die Innenstadt ein Geschäft, das für Generationen von Kundinnen und Kunden weit mehr war als nur ein Ort zum Schuheinkaufen, sondern einen Platz für Begegnungen und Gespräche. Nun haben sich die Inhaberinnen Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen schweren Herzens dazu entschieden, das Geschäft aufzugeben. Besonders wichtig ist den beiden Inhaberinnen zum Abschied der Dank an ihre Kundschaft. „Wir möchten uns von Herzen bei all unseren Kundinnen und Kunden bedanken, die uns teilweise über Jahrzehnte die Treue gehalten haben“, betonen Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen. „Viele Menschen haben nicht nur bei uns eingekauft, sondern unsere Familie und unser Geschäft über Generationen begleitet. Dieses besondere Vertrauen und diese herzliche Verbundenheit haben uns immer sehr viel bedeutet.“

Eine reichhaltigeGeschichte

Die Geschichte des Schuhhauses reicht bis ins Jahr 1875 zurück. Damals eröffnete Schuhmachermeister Jacob Rollmann sein erstes Geschäft an der Ahrstraße in Bad Neuenahr. Aus der kleinen Werkstatt mit Verkaufsraum entwickelte sich über die Jahrzehnte ein erfolgreiches Familienunternehmen. Bereits 1902 erfolgte der Umzug an die Hauptstraße. Anton und Elisabeth Rollmann übernahmen das Unternehmen in zweiter Generation, später führten Anne Wagener und Elisabeth Comes die Familientradition fort. Seit vielen Jahren liegt die Verantwortung schließlich bei den Urenkelinnen des Gründers, Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen.

Über all diese Generationen hinweg standen persönliche Beratung, Fachkompetenz, Qualität und Service im Mittelpunkt. Gerade diese Nähe zu den Menschen machte Rollmann zu einem festen Bestandteil des Lebens in Bad Neuenahr. Viele Familien kauften hier über Jahrzehnte hinweg ihre Schuhe, Kinder kamen später als Erwachsene mit ihren eigenen Kindern zurück. Die vergangenen Jahre stellten das Unternehmen jedoch vor Belastungen, wie es sie in seiner langen Geschichte kaum zuvor gegeben hatte. Zunächst brachte die Corona-Pandemie erhebliche Einschränkungen für den Einzelhandel. Dann traf die Flutkatastrophe vom Juli 2021 Bad Neuenahr und die gesamte Region mit voller Wucht. Trotz aller Anstrengungen und trotz der Verbundenheit zur Stadt konnte sich das traditionsreiche Geschäft von diesen Einschnitten langfristig nicht mehr vollständig erholen. Mit der Schließung verschwindet deshalb nicht einfach nur ein weiteres Geschäft aus der Innenstadt. Bad Neuenahr verliert ein Stück gewachsene Stadtgeschichte und ein wichtiges Herzstück des lokalen Einzelhandels.

Große Dankbarkeit

Für Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen bleibt bei aller Wehmut vor allem die Erinnerung an die vielen Begegnungen und an die Menschen, die das Schuhhaus Rollmann über Jahrzehnte begleitet haben. „Wir blicken mit großer Dankbarkeit zurück“, sagen die Inhaberinnen. „Ohne unsere treuen Kundinnen und Kunden wäre diese lange Geschichte niemals möglich gewesen. Für die vielen persönlichen Gespräche, die Unterstützung; gerade auch nach schwierigen Zeiten. Und für dieses Vertrauen in unsere Familie und unser Team möchten wir von Herzen Danke sagen.“

ROB

Nach der Flut bewiesen Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen Durchhaltevermögen.

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