Solche Menschen braucht unser „Faasenachtsland“
Das „Urgestein“ Walter Geisen erhielt den Städtischen Mayener Fastnachtsorden
Eine Persönlichkeit die den Mayener Karneval im Herzen trägt und diese Auszeichnung in hohem Maße verdient hat
Mayen. Der große Sitzungssaal im Mayener Rathaus war mit über 120 Fastnachtsfroh gestimmten Menschen gut gefüllt, als sich alles, was im Mayener Karneval Rang und Namen hat, zum Gardistenfrühstück traf. Dies war natürlich für den Präsidenten der Alten Großen, Christoph Schwab, der herzlich begrüßte, ein toller Start am Jahresbeginn. „Heut starten mir stilecht en dee 20er Jahre“. Er ließ während seiner Moderation auch vieles bemerkenswerte Revue passieren und bat die Anwesenden auch in der neuen Session, gemeinsam mit Tollität und Hofstaat, echten Mayener Karneval zu feiern. Schwab stellte aber auch den Stellenwert des beim gleichen Anlass verliehenen karnevalistischen Verdienstorden der Stadt Mayen heraus: „Ich finde es toll, wenn von höchster Stelle, unsere Arbeit und unser Einsatz honoriert wird. Wenn auch symbolisch nur eine Persönlichkeit jährlich in den Genuss kommt. Menschen die in der Eifelstadt förmlich mit Leib und Seele für diesen rheinischen Brauchtum leben.“ Dies ist zu einer schönen Tradition geworden, dass in jeder Session einem besonderen Karnevalisten oder einer Karnevalistin der „Städtische Fastnachtsorden“ verliehen wird. In diesem Jahre war eine Persönlichkeit dafür ausgewählt worden, der sich seit Langem, mit viel Herzblut für die „Mayener Faasenacht“ engagiert, eine Persönlichkeit, die aus dem karnevalistischen Leben nicht mehr wegzudenken ist.
Vorstellung der Persönlichkeit
OB Wolfgang Treis machte es allerdings, im Beisein vieler in den „Narrhalla Sitzungssaal“ geeilten Närrinnen und Narren innerhalb seiner Laudatio sehr spannend, als er Scheibchenweise das Leben und Wirken der zu auszeichnenden Person beschrieb: „Also, es ist ein Mann, der schon im Kindesalter bei den närrischen Umzügen vom Virus Karnevalitis infiziert wurde. Und so steht er seit mehr als einem Vierteljahrhundert als Redner mit diversen Büttenreden oder hochwertigen Zwiegesprächen auf den Bühnen der Stadt. Schon vor der Gründung des Alzheimer Karnevalsvereins 2005 e.V., dessen stolzes Mitglied er ist, war der Würdenträger im Saale Pauly und später im vom Möhnenverein betriebenen närrischen Festzelt auf dem Dorfplatz als Redner mit seinem Partner Joachim Mannebach, in Action. Von da an, bis heute führt er auch die Moderation der Hitparade „Alzheimer Junge“ durch. Und dann kam der sicherlich an diesem Morgen karnevalistisch wohlgesetzte Satz des OB Treis: „Mit seinen wechselnden Partnerinnen und Partnern hat er Zwiegespräche von höchster Qualität auf die Bühne gebracht“. Tosender Applaus. Klar, alle in der Narrhalla anwesenden haben über den Karnevalisten schon unzählige Tränen der Freude vergossen. Ob bei seinen Auftritten als Feuerwehrmann, als Schildkröte im Geldautomaten, als Ehemann im Duo „Alzheimer Originale“ mit der passenden Eheberatung, als „Ton“ im Duo „Trin und Trin“ sowie bei Auftritten der Ginsterblums. Wer es bisher noch nicht wusste, der wusste spätestens jetzt, wer gemeint war: Natürlich Exprinz Walter (Geisen) aus dem Mayener Stadtteil Alzheim, der sich sichtlich gerührt, aber doch voller Freude auf den Weg zur Bühne machte, um aus der Hand von Wolfgang Treis, den begehrten Orden mitsamt der dazu gehörenden Urkunde in Empfang zu nehmen.
„Du bist eine echte Bereicherung“
Dabei legte der Geehrte Wert auf die Feststellung, das mit ständig wechselnden Partnerinnen, nur die auf der Bühne gemeint wären. Eine große Gratulationscour der anwesenden Fastnachter schloss sich an. Sie alle freuten sich mit dem Ordensträger . Wahrlich eine „Persönlichkeit“. Faasenaacht braucht Menschen, die mit dem Herzen bei der Sache sind. „Du bist eine echte Bereicherung für uns“, so Alte Große Präsident Christoph Schwab. „Du hast ihn verdient - trag ihn mit Würde. Solche Menschen braucht das „Karnevalsland“. Das karnevalistische Event war wieder, und dies zum 25. mal von Uwe Hoffmann, unter Mithilfe seiner Mitarbeiterin Julia Velten, organisiert worden. BS
Präsident Christoph Schwab, Walter Geisen und OB Wolfgang Treis.
Das karnevalistische Event war wieder, und dies zum 25. mal, von Uwe Hoffmann (v.re.) unter Mithilfe seiner Mitarbeiterin Julia Velten, organisiert worden. Darüber freute sich auch OB Wolfgang Treis.
Die Urkunde zur hohen Ehrung.
Der Geehrte Walter Geisen (links), legte Wert auf die Feststellung, das mit ständig wechselnden Partnerinnen, nur die auf der Bühne gemeint wären.
Gratulanten, wie hier Prinzessin Tina I, gab´s en Masse.
Ein „Mayen Mayoh“ vom Nachwuchs. Dem kleinen 4-jährigen Gardisten Florian.
Der hohe städtische Fastnachtsorden.
