Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e.V. lädt zu Vortrag
Datierung des Eifelvulkanismus
Mendig. Das Intraplattenvulkanfeld der Westeifel wird weltweit als Typlokalität für Maare geschätzt und steht seit vielen Jahrzehnten im Fokus internationaler Vulkanforschung. Mit diversen Methoden, darunter sowohl radiometrische Datierungen als auch morphologische Kriterien, wurde in der Vergangenheit das Alter der Eifel-Vulkane zu bestimmen versucht. Doch die Natur des Intraplattenvulkanismus, der spezielle Chemismus, und das magmatische CO2 erschweren einige der etablierten Datierungsmethoden. Daher herrscht für viele der vulkanischen Zentren nach wie vor Ungewissheit über den „genauen“ Zeitpunkt der Eruption. Die Methode der (U-Th)/He Datierung, angewandt auf Zirkon aus Krustenxenolithen, umgeht diese Schwierigkeiten und ermöglicht neue Einblicke in die Alter der Eifel-Vulkane. Kristalline Krustenxenolithe sind Gesteine aus der mittleren und unteren Kruste, die durch das Aufsteigen des Magmas an die Erdoberfläche transportiert wurden und zahlreich in den Tephra- und Schlackenablagerungen der Eifel zu finden sind. Diese Gesteine ermöglichen einerseits Erkenntnisse über den Aufbau der Kruste unter der Eifel und deren zeitliche Entwicklung im Verlauf der Erdgeschichte, letzteres mittels Uran-Blei-Datierung an dem oft enthaltenen Mineral Zirkon. Darüber hinaus können die Krustenxenolithe aber auch dazu verwendet werden, das Alter der Eruption selbst zu bestimmen!
Wie genau die (U-Th)/He Methode funktioniert, welche Informationen Krustenxenolithe sonst noch liefern können und neue Erkenntnisse zur Datierung der Eifel, damit beschäftigt sich dieser Vortrag, der am 2. August um 19 Uhr im F.X.Michels-Institut, Brauerstraße 5 in Mendig stattfindet. Dazu gibt es einen kleinen Einblick in das laufende Forschungsprojekt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
