Mehr Planungssicherheit für Träger der Offenen Ganztagsschulen (OGS)
Deckelung der OGS-Plätze aufgehoben
Wachtberg. Mehr Planungssicherheit besitzen jetzt die Träger der Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Wachtberg, denn der Gemeinderat beschloss mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung, die seit 2015 bestehende Deckelung der OGS-Plätze aufzuheben. Bislang können pro Gruppe maximal 28 Kinder aufgenommen werden, doch aufgrund der vermehrten Nachfrage sollen künftig auch mehr Kinder die OGS nutzen dürfen. Die Kommunalpolitiker gehen davon aus, dass entsprechend der zusätzlichen Kinderzahl auch das Personal aufgestockt werde. Gewünscht hatten sich die Aufstockung nicht nur die Eltern der Wachtberger Schulkinder, sondern auch die Grundschulen und die Träger der Offenen Ganztagsschule. Möglich geworden war dies, weil die Finanzierung der OGS von einer Gruppenpauschale auf Zuschüsse pro Kind umgestellt worden war. Mehr Kinder in der OGS bedeuten also auch mehr Einnahmen für die Träger der Einrichtung. Wobei nicht festgeschrieben ist, wie das zusätzliche Geld verwendet wird. So wünschte sich Grünen-Sprecher Oliver Henkel, dass bei der Aufstockung auch der bisherige Personalschlüssel beibehalten werden müsse. Schließlich müsse sichergestellt sein, dass mehr Schülern auch zusätzliche Betreuer gegenüberstünden. Helga Frohberg (FDP) wünschte sich zumindest eine zeitliche Beschränkung, damit nicht auf Dauer die Sache außer Kontrolle gerate. „Dann könnte man schauen, ob man mit dem vorhandenen Personal und den Räumen hinkommt“, so Frohberg. Schulleiterin Jutta Danylow (SPD) versicherte jedenfalls: „Sie können darauf vertrauen, dass das funktioniert.“ Hartmut Beckschäfer (CDU) ergänzte: „Die rechtlichen Rahmenbedingungen gelten ja weiterhin.“ Schließlich seien doch die Vertreter der Träger und der Schulen in der vorbereitenden Sitzung des Bildungsausschusses gewesen und hätten sich dort eindeutig für den neuen Ansatz ausgesprochen. Außerdem bedeutet die Aufhebung der Deckelung eben nicht, dass damit ein Anspruch für alle Kinder und für alle Zeiten begründet werde. Dabei geht es laut Bürgermeisterin Renate Offergeld ohnehin nicht nur um eine Wunscherfüllung, denn die Gemeinde sei auch verpflichtet, dem Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2025 den Weg zu bereiten.
JOST

Der Artikel stellt den Sachverhalt falsch da. Natürlich ist es sinnvoll mehr OGS-Plätze zu schaffen, aber nicht durch Erhöhung der Gruppengröße. Da wurden OGS Mitarbeiter, die das ja ausbaden müssen, auch nicht zu befragt und andere Vertreter der OGS-Träger wohl missverstanden. Auch haben die meisten Lokalpolitiker, welche solche Entscheidungen treffen keinen Einblick in die Praxis, und wollen dies offensichtlich auch nicht. Angebote in der OGS zu partizipieren und sich zu informieren gibt es, wäre nur schön es vor wichtigen Entscheidungen gemacht zu haben.