Allgemeine Berichte | 04.02.2020

Isenburger Heimat- und Verschönerungsverein

Deftiges Schlachtfest gefeiert

evin Späth (Mitte) freut sich als neuer Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins über die tatkräftige Unterstützung durch seine Vereinskameradinnen und -kameraden bei allen Veranstaltungen. Fotos: KER

Isenburg. Selbst intensivster Dauerregen kann in Isenburg niemanden davon abhalten, sich auf den Weg zum alljährlichen traditionellen Schlachtfest am und im Gemeindehaus zu machen. Veranstalter ist der Heimat- und Verschönerungsverein. So eingeübt, wie die Abläufe dieser beliebten Veranstaltung auch sind, in diesem Jahr war doch etwas anders: Der Verein hat nämlich einen neuen Vorsitzenden. Und der machte seine Arbeit - wie übereinstimmend die Meinung war - ausgesprochen gut.

Der Duft von frischer Blut- und Leberwurst, Wellfleisch, Wurstsuppe, gekochten dicken Bohnen, Sauerkraut und Püree zog am vergangenen Samstag durchs Sayntal. Schon früh am Morgen hatte „Feuermeister“ Heiner Eulenbach den Ofen der Gulaschkanone gestocht, die früher für die Nationale Volksarmee der DDR als Feldküche die Truppe versorgte. Seit Jahrzehnten wird die Rarität von den Isenburgern liebevoll gepflegt und kommt bei vielen Veranstaltungen zum Einsatz. Von der Landschlachterei Siegel aus dem benachbarten Kleinmaischeid kommen die leckeren Fleischwaren für das im Dorf beliebte Gemeinschaftsessen. Auch aus umliegenden Ortschaften kommen die Liebhaber Hausmacher Kost ins Tal, um an der geselligen Veranstaltung teilzunehmen.

Der Regen gehört mittlerweile fast schon so zum Isenburger Schlachtfest dazu wie der Kaffee und Kuchen hinterher am Nachmittag. Im Saal des Gemeindehauses im Erdgeschoss sitzt man gemütlich und warm. Die etwas robusteren Gäste finden Platz im Partyzelt auf dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus. Hier hat man den Vorteil, den „Köchen“ Heiner Eulenbach, Josef Lammersdorf und Ortsbürgermeister Detlef Mohr bei der Arbeit zusehen zu können. Von dieser wichtigen Tätigkeit noch ein paar Stufen entfernt ist Kevin Späth, der neue Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins.

„Der muss sich erst mal als Tellerwäscher verdient machen!“, sagen scherzhaft die älteren Semester des Vereins. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Späth zum Nachfolger von Friedhelm Kurz gewählt, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt abgegeben hatte.

So bezeichnet sich der neue erste Mann an der Spitze des Heimatvereins auch noch bescheiden als „Zugezogener“. Seine Wurzeln liegen in Oberbieber, woher er stammt. 2012 verlegten er und seine Frau ihren Lebensmittelpunkt ins Sayntal nach Isenburg: „Wegen der Lage und weil wir hier ein schönes Häuschen erstehen konnten“, nennt er als Gründe. Und freut sich noch im Nachhinein: „Das war die beste Entscheidung!“ Mittlerweile hat ihr Haus schon drei Bewohner.

Die Arbeit im Heimat- und Verschönerungsverein macht ihm Spaß: „Das ist alles Neuland für mich, aber ich bekomme jegliche Unterstützung und bin sehr dankbar für die vielen Helfer bei allen Veranstaltungen. Das ist super!“ Von dieser Begeisterung hat sich auch Kevins Frau anstecken lassen und gleich das Amt der Schriftführerin im Heimatverein übernommen. Detlef Mohr bestätigt: „Kevin hat sich aktiv in den Verein eingebracht. Und weil wir den Vorstand sowieso verjüngen wollten, bot sich die Lösung mit ihm als Vorsitzendem an. Er hat auch schon etliche neue Mitglieder in den Verein geholt.“ Kevin Späth ist 35 Jahre jung. Sein Ziel ist es, die Traditionen im Ort weiter am Leben zu erhalten. Dazu gehört natürlich auch die Leidenschaft für landwirtschaftliche Maschinen, die in Isenburg den Bürgerinnen und Bürgern quasi in die Wiege gelegt wird und Zugezogenen wie Kevin Späth die Einbürgerung sehr viel leichter macht. Selbstverständlich ist auch der neue Heimatvereinsvorsitzender ein Trecker-Liebhaber und selbst im Besitz eines Fahrzeuges, ein Deutz D30.

Im Saal im Erdgeschoss konnte man gemütlich warm sitzen und die deftige Hausmannskost sowie anschließen Kaffee und Kuchen genießen. K

Im Saal im Erdgeschoss konnte man gemütlich warm sitzen und die deftige Hausmannskost sowie anschließen Kaffee und Kuchen genießen. K

Dass es regnet, ist beim Isenburger Schlachtfest fast so gewiss wie die Tatsache, dass der Saynbach bergab fließt. Deshalb gibt es im Hof vor dem Gemeindehaus immer ein schützendes Zelt, unter dem sich die robusteren Besucher der Veranstaltung einfinden.

Dass es regnet, ist beim Isenburger Schlachtfest fast so gewiss wie die Tatsache, dass der Saynbach bergab fließt. Deshalb gibt es im Hof vor dem Gemeindehaus immer ein schützendes Zelt, unter dem sich die robusteren Besucher der Veranstaltung einfinden.

Eine Rarität: Die Fleisch- und Wurstwaren beim Isenburger Schlachtfest werden in einer Feldküche aus Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR zubereitet.

Eine Rarität: Die Fleisch- und Wurstwaren beim Isenburger Schlachtfest werden in einer Feldküche aus Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR zubereitet.

evin Späth (Mitte) freut sich als neuer Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins über die tatkräftige Unterstützung durch seine Vereinskameradinnen und -kameraden bei allen Veranstaltungen. Fotos: KER

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