Die unvergessliche Reise der AWO Karthause nach Belgien
Der Charme von Blankenberge
Karthause. Für 26 reiselustige Karthäuser und Karthäuserinnen begann jüngst ein Abenteuer. Mit dem Moselaner-Reisebus von Winningen aus ging es direkt nach Belgien, genauer gesagt nach Blankenberge, ins Hotel „Duinse Polders“. Die Nordseestadt ist für ihre Jugendstilgebäude und -wohnungen berühmt, obwohl die „Belle Epoque-Zeit“, wie sie hier bezeichnet wird, durch zwei Weltkriege und den steigenden Wohnraumbedarf für Touristen leider nur teilweise bewahrt wurde.
Gleich am ersten Tag ihres Aufenthaltes erkundeten die Reisenden im Rahmen eines Stadtrundgangs die Geschichte der Stadt. Wären die Ereignisse im Juli 1914 anders verlaufen, hätte hier Kronprinz Franz Ferdinand seinen Jahresurlaub verbracht. Die Stadt trägt noch immer Spuren dieser goldenen Ära und der dunkleren Jahre der Kriege.
Der nächste Halt war Oostende, die „Königin der Badeorte“. Mit der Bahn gelangte die Gruppe in die Hafenstadt, die einst der Hauptausgangspunkt für Schiffe nach Großbritannien war. Seit der Inbetriebnahme des Eurostar hat sich das Geschehen am Bahnhof jedoch beruhigt. Die Stadt besticht durch ihre großzügige Promenade, den breiten Strand und zahlreiche Erinnerungen an belgische Könige, die hier Urlaub machten und gelegentlich mit ihren Geliebten verweilten. Dienstag war ein besonderer Tag. Ein zugähnliches Transportmittel wartete auf die Gruppe und fuhr sie in ruhigem Tempo durch die einsame Polderlandschaft. Fernab von Hektik und Touristenströmen erreichten sie nach einer Stunde Damme, wo sie sich auf eine traditionelle belgische Spezialität freuen konnten: Pfannkuchen mit Eis und warmer Schokoladensoße.
Das Highlight war zweifelsohne der Besuch von Brügge. Die mittelalterliche Stadt zieht viele Touristen an, die die prächtigen Häuser, die malerischen Gassen und Höfe bewundern möchten. Die Stadt wurde nie durch Kriege zerstört, so dass das Aussehen der wirtschaftlich und kulturell reichsten Stadt Europas im Spätmittelalter bis heute erhalten bleibt. Mit einem Bus erkundete die Gruppe die Stadt und erfuhr mehr über die Geschichte des „Venedigs des Nordens“.
Am Donnerstag ging es weiter nach De Haan, der einzigen Stadt an der Küste, in der Hochhäuser verboten sind. Durch einen Wetterumschwung war der Nordseewind deutlich zu spüren, doch ein Gasthaus mit Meerblick bot eine süße Stärkung.
Am Freitag, dem Markttag in Blankenberge, hatten die Koblenzer die Möglichkeit, sich mit Geschenken für die Familie oder sich selbst einzudecken. Am Nachmittag stand für die Interessierten ein Besuch im Jugendstilmuseum auf dem Programm.
Am nächsten Tag, pünktlich um 10 Uhr, traten die Gäste ihre Heimreise mit dem Moselaner-Reisebus an - im Gepäck viele unvergessliche Erinnerungen.
BA
