Der Chorverband Westerwald möchte mit Neueinsteigerseminar das Werkzeug an die Hand geben
Montabaur. Nach der großen Nachfrage an den Neueinsteigerseminaren in den vergangenen Jahren wurde die nun die dritte Auflage ausgeschrieben. „Wie können wir in unseren Chören neue Chormitglieder das Handwerkzeug für eine schnelle Integration im Chor an die Hand geben?“, fragten sich die Verantwortlichen der Chöre aus der Chorgruppe Süd. Da meist nur wenige Sängerinnen und Sänger in einem Jahr neu in einem Chor starten, ist die „Grundausbildung“ vom einzelnen Verein kaum zu leisten. Aber auf Verbandsebene, und hier ist die Chorgruppe mit dreißig Chören eine gute Größe, kann eine gemeinsame Qualifikationsmaßnahme durchaus Sinn machen.
Zwar werden Notenkenntnisse bei der Aufnahme im Chor häufig nicht vorausgesetzt, doch erleichtern diese das chorische Musizieren. Die Musik besteht aus verschiedenen Facetten wie Tönen, Intervallen, Rhythmus, Sprache u. a., die es zu Händeln gilt.
„Mit der Singtechnik ist es ähnlich - Ihre Erinnerungen an regelmäßiges Singen reichen möglicherweise bis in Ihre Kindheit zurück und findet heute allenfalls unter der Dusche statt. Wenige Grundkenntnisse und persönliche Erfahrungen mit der eigenen Stimme genügen oft, um leichter, selbstverständlicher und mit mehr Freude zu singen; nebenbei ist das Verständnis, für das, „was der Chorleitende da redet“, größer.“ teilt der Gruppenvorstand in seinem Infoflyer mit.
Alle diese Grundlagen zum Einsatz der eignen Singstimme sollen im Neueinsteiger-Seminar vermittelt werden. Praxisorientiert, nah und abwechslungsreich sollen Grundkenntnisse des Chorsingens Vermittelt werden.
Die teilnehmenden Sängerinnen und Sänger werden dabei in einem Studiochor unter der Leitung von Jan Martin Chrost die Umsetzung der in den Noten notierten Musik kennenlernen. Auf Grund der Rückmeldungen der letzten Seminare, soll ein Schwerpunkt im Realisieren der rhythmischen Vorgaben aus der Partitur und die Vorstellung und das Singen von Intervallen liegen. Jan Martin Chrost ist als Regionalkantor im Bistum Limburg tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Chorarbeit und Chorleitung.
Das Erfahren der eignen Singstimme und die Grundlagen der stimmtechnischen Umsetzung wird in Kleingruppen bei der Stimmbildnerin Juliane Berg aus Koblenz geschult. Frau Berg verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Stimmbildnerin und Dozentin, sowohl in der chorischen als auch in der individuellen Stimmbildung. Seit über 30 Jahren ist sie als Gesangsdozentin tätig und kam bereits beim letzten Neueinsteiger bestens an.
Das Seminar findet am 29. März in der Zeit 13 bis 16 Uhr am Landesmusikgymnasium statt, wo beste räumliche Voraussetzungen vorhanden sind.
Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und sollen bis 15. Februar an den Gruppenvorstand erfolgen. Infos und Anmeldung unter vorsitz@cv-ww.de oder (0 64 39) 5 71 07.
