IGS Johanna Loewenherz Neuwied
„Der Geschichte des anderen zuhören!“
Neuwied. Der Krieg in Israel und Palästina fordert auch die Schulen heraus. Der Terroranschlag der Hamas und die Reaktion Israels darauf sind Themen auf dem Schulhof. Deshalb muss dieser Konflikt auch im Unterricht diskutiert und möglichst neutral und fundiert eingeordnet werden. Aus diesem Grund fand eine Podiumsdiskussion für Schülerinnen und Schüler der IGS Neuwied statt, um die historischen und aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt einzuordnen. Dazu hatte Herr Lutz Pfarrer Werner Zupp, der seit zehn Jahren Vorsitzender des Deutsch-Israelischen Freundschaftsvereins in Neuwied ist, Josef Freise, einen ausgewiesenen Palästina-Experten und emeritierten Professor der Katholischen Hochschule Köln, sowie einen Piloten, einen ehemaligen Schüler der IGS Neuwied, eingeladen, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die aktuelle Situation im Heiligen Land zu geben. Sinah Hammes aus der Jahrgangsstufe 13 führte souverän durch die Fragerunde, deren Ziel es war, dass die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 offener werden, sich Perspektiven anhören, die ihnen vielleicht auch nicht gefallen, und dann lernen, aus der Vergangenheit und der Gegenwart Konsequenzen für ihr eigenes Handeln heute zu ziehen.
Professor Freise und Pfarrer Zupp schilderten die geschichtlichen Hintergründe und gaben auch Einblicke in den Alltag in Israel. Der Pilot gab spannende und beeindruckende Einblicke in sein Berufsleben. Dabei, und das betonte Pfarrer Zupp ausdrücklich, ist Israel eines der schönsten Länder der Welt, wenn Frieden herrscht.
Bei all dem ist es wichtig, beide Seiten zu sehen. Auf der einen Seite ist das Existenzrecht und ein sicheres Leben Israels und aller Juden in Israel, in Deutschland und überall auf der Welt deutsche Staatsräson und muss immer gewährleistet sein. Es muss aber auch Kritik an der Politik Israels, insbesondere der letzten zehn Jahre unter Präsident Netanjahu, erlaubt sein, weil sich die Lage der Palästinenser, z.B. durch israelische Siedler im Westjordanland, sehr verschlechtert hat und damit wahrscheinlich alle Möglichkeiten zur Lösung des Konflikts, wie z.B. eine Zweistaatenlösung, verspielt sind. Auf der anderen Seite müssen aber auch die nicht tolerierbaren Terrorakte der Hamas vom 7. Oktober klar verurteilt werden. Der Wunsch nach einem Dialog ist derzeit leider nicht möglich, da beide Seiten nicht gesprächsbereit sind und anstatt sich in Freundschaft und Frieden zu begegnen, wird nur neuer Hass über Generationen gesät, denn was in den Köpfen ist, kann man nicht töten! Auch die Schuldfrage, so ein Fazit der Veranstaltung, lässt sich nicht einfach beantworten, denn die Hamas benutzt die Bewohner Gazas als lebende Geiseln, während Israel zivile Opfer in Kauf nimmt, um die Hamas-Kämpfer auszuschalten. Ein grausamer Kreislauf ohne Aussicht auf dauerhaften Erfolg, denn militärisch wird die Hamas nicht zu besiegen sein. Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann gemäßigte Kräfte auf beiden Seiten oder Druck aus dem Ausland, z.B. der USA, einen neuen Anlauf zu Frieden und Versöhnung möglich machen und man dann wieder auf die Geschichte des anderen hört. BA
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