Allgemeine Berichte | 11.12.2017

Kreative Jugendarbeit in der VG Selters

Der Jugendraum wurde aufgepoppt

Erst wurden die Skizzen vom Kleinformat auf die Platten übertragen. Dann folgte das Ausmalen der Skizzen.

Selters. Nachdem der Umbau und die Renovierung des alten Rathauses in Selters, neben der ev. Kirche, sich dem Ende zuneigt, kam die Jugendpflege der VG auf die glorreiche Idee, die Jugendlichen bei der Gestaltung des Jugendraumes mit einzubinden. Deshalb hörte sich Olaf Neumann, der Jugendpfleger der VG Selters um, und hatte den richtigen Geistesblitz, als er die Museumspädagogin und Künstlerin Irina Wistoff als Betreuerin und Mentorin für das Kunstprojekt „Pop-Art“ gewinnen konnte. In den Vorgesprächen wurde festgelegt, dass interessierte Jugendliche, frei von irgendwelchen künstlerischen Zwängen, mehrere Bilder malen konnten, die den Jugendraum beleben sollen. In der ersten Sitzung wurden unter der künstlerischen Leitung von Irina Wistoff die Entwürfe für die späteren Werke auf einem DIN-A4-Blatt gezeichnet. Die Aufgabe der Jugendlichen bestand nun darin, ihren Entwurf maßstabgetreu als Skizze auf einer Spanplatte von etwa 1,60m mal 70cm, die mit Papier bespannt war, zu übertragen. Auch bei diesem Vorhaben stand Irina Wistoff den Jugendlichen bei der Umsetzung ihres Vorhabens hilfreich zur Seite, ergänzte und korrigierte. Nach dem Ende der ersten Session waren die Skizzen gefertigt, danach sollte der nächste Schritt erfolgen, das Ausmalen der Skizzen. Schon beim Ansehen der Skizzen war den jungen Künstlern zu konstatieren, dass jeder ein total anderes Fantasie-Bild darstellen wollte. Hier hatte wirklich niemand beim anderen abgeschaut. Der besondere Clou bei diesem Kunstprojekt war die Tatsache, dass die beiden Jugendbetreuer, Cindy Hanssen und Tim Billesfeld vom offenen Mädchen- und Jugendtreff der Stadt Selters, sich ebenfalls an dem Projekt beteiligten. Die Dauer einer Session betrug etwa vier Stunden.

Es machte nicht nur dem Betrachter der Planskizzen, sondern auch den jungen Künstlern große Freude, als die Entwürfe auf dem Papier bunt ausgemalt wurden und dem Ganzen den letzten Schliff verliehen. Unverkennbar stolz betrachteten die jungen Amateur-Künstler ihre Werke, dem kann sich der objektive Betrachter vorbehaltlos anschließen. Es wurde keinem bestimmten Stil nachgegangen, z.B. Manga oder Manhwa, die fertiggestellten Bilder konnten unterschiedlicher nicht sein, so etwas nennt man wohl künstlerische Freiheit.

Nach der Fertigstellung der Bilder wurden diese gerahmt und an speziellen Drähten an einer großen Wand im Jugendraum aufgehangen. Wenn man nun den Jugendraum betritt, fällt der erste Blick auf die Kunstwerke, die Augen saugen sich regelrecht an der Vielfalt der Farben fest. Olaf Neumann zeigte sich höchst zufrieden mit dem Ergebnis des Work-shops, da die Ziele der Veranstaltung zu 100 Prozent erreicht worden wären, und weiterhin der Jugendraum durch die künstlerische Mitgestaltung der Jugendlichen eine enorme Aufwertung erfahren habe. Auch das künstlerische Engagement der Jugendlichen sei ein Beweis dafür, dass Angebote angenommen werden, wenn es gelingt, das Interesse zu wecken.

Natürlich können die Exponate von interessierten Bürgern während der Öffnungszeiten des Jugend-Treffs in aller Ruhe betrachtet werden. Die erste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag, beim Weihnachts-Markt der Stadt Selters. Dann nämlich ist der Jugendraum durchgehend geöffnet, praktisch wie ein „Tag der offenen Tür“. Zusätzlich werden die Jugendlichen leckere Bratäpfel anbieten. Somit könnten die Besucher des Weihnachtsmarktes problemlos mal im Jugend-Treff vorbeischauen, um sich von der Neugestaltung der Räume und den Pop-Art-Objekten begeistern lassen.

Jugendbetreuer Tim Gillesfeld präsentiert stolz das Ergebnis des Kunst-Projektes. Die Kunstwerke erschufen (v.l.) von Cindy und Tim, Salome, Isabell, Kilian und Samantha. WR

Jugendbetreuer Tim Gillesfeld präsentiert stolz das Ergebnis des Kunst-Projektes. Die Kunstwerke erschufen (v.l.) von Cindy und Tim, Salome, Isabell, Kilian und Samantha. Fotos: WR

So sieht es auch in einem richtigen Künstler-Atelier aus.

So sieht es auch in einem richtigen Künstler-Atelier aus.

Genaues Umsetzen des Entwurfs durch Cindy Hanssen und Tim Gillesfeld.

Genaues Umsetzen des Entwurfs durch Cindy Hanssen und Tim Gillesfeld.

Erst wurden die Skizzen vom Kleinformat auf die Platten übertragen. Dann folgte das Ausmalen der Skizzen.

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