Die DRK-Rettungswache in Unkel hat seit Ende voriger Woche ihren Betrieb aufgenommen
Der Katastrophenschutz verfügt nun über eine hochmoderne Wache
Unkel. „Heute ist ein schöner Tag für den Rettungsdienst und die Kommunen, denn hier in Unkel geht an strategisch guter Stelle direkt neben der Feuerwehr eine neue DRK-Rettungswache; ein schönes, hochfunktionales Gebäude in Betrieb, ein Zentrum für den Brand- und Katastrophenschutz im nördlichen Kreis Neuwied, zu dem man allen, die mitgewirkt haben, nur gratulieren kann“, freute sich Landrat Rainer Kaul am Freitagvormittag nicht nur als oberster Katastrophenschützer des Kreises Neuwied, sondern vor allem auch als Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Anlass war die Feierstunde zur Einweihung des Gebäudes in der Graf-Blumenthal-Straße, zu welcher der Aufsichtsratsvorsitzende der DRK-Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH (DRK-RRLW), Klaus Dalpke, eingeladen hatte. Begrüßen konnte er neben dem Landrat und dessen zukünftigen Nachfolger, dem 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach, den DRK-RRLW-Geschäftsführer. Hubertus Sauer, den Kreisfeuerwehr-Inspekteur Werner Böcking, VG-Chef Karsten Fehr und dessen Waldbreitbacher Kollegen, Werner Grüber, den Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, den Architekten Thomas Schäfer, sowie die beiden Pfarrer Andreas Arend und Michael Busch, von den das Gebäude eingeweiht wurde, Vertreter des örtlichen DRK, der Feuerwehr und der Polizei sowie der Verwaltung und nicht zuletzt den Leiter der neue Rettungswache, Martin Füller, mit seinem Team.
„Der DRK-RRLW hat mittlerweile 21 Rettungswachen in denen über 440 hochqualifizierte Leute, Notfallärzte und Rettungssanitäter arbeiten“, berichtete Klaus Dalpke, der für dieses Jahr rund 100.000 Einsätze in dem entsprechenden Gebiet prognostizierte. Bei dem Bau von Rettungswachen sei das DRK auf die Kooperation mit den Kommunen angewiesen und die Zusammenarbeit mit der Stadt Unkel wie mit der VG habe absolut reibungslos funktioniert. Auch Landrat Rainer Kaul lobte die hervorragende Kooperation von VG und Stadt, DRK und Kreis sowie Architekt. „Es hätte wirklich nicht besser laufen können“, stimmte ihm Karsten Fehr zu. Als ihn Hubertus Sauer auf die Notwendigkeit einer Rettungswache in der Unkeler Region angesprochen, habe er sich sofort mit dem Stadtbürgermeister in Verbindung gesetzt. „Nach nur einem einstündigen Gespräch mit Gerhard Hausen war dann der Standort hier unmittelbar neben der Feuerwehr gefunden“, so der VG-Chef. Nach dem Spatenstich Ende 2016 hätten 25 Firmen das Gebäude bis Anfang August fertiggestellt, erinnerte er, bevor er Klaus Dalpke eine Schiefertafel mit den VG-Wappen überreichte.
„Die Unkeler Rettungswache steht für einen Neubeginn, für Veränderung und Weiterentwicklung. Sie ist ein wichtiger Baustein der dynamischen Entwicklung des Kreises wie auch der Daseinsvorsorge in der Stadt und der Region“, hob der Stadtbürgermeister hervor. Deshalb sei es für ihn von Beginn an selbstverständlich gewesen, Hubertus Sauer bei der Umsetzung dieses Projektes nach Kräften zu unterstützen. „Die DRK-Rettungswache in Unkel ist ein Segen für die Stadt und die Region“, schloss er sein Grußwort.
„Die Zukunftsfähigkeit des Rettungswesens auf der Sonnenseite des romantischen Rheins ist mit dieser Musterwache gesichert, der Kreis Neuwied ist jetzt wirklich gut aufgestellt“, freute sich auch Hubertus Sauer. Mit der siebten Rettungswache im Landkreis sei die Hilfeleistungsfrist nun auch in der Region Unkel gewährleistet. Bis dahin hatte der Rettungsdienst vom Linzer Krankenhaus aus die Region angefahren. Bei schlechten Witterungsbedingungen habe man nicht sicher sein können, den Einsatz innerhalb der vorgegebenen 15 Minuten erreichen zu können. Diese Lücke habe der private Krankentransportdienst Niethammer von Rheinbreitbach aus gedeckt, den das DRK nun gekauft hat, wobei die Mitarbeiter übernommen worden seien.
Gekostet hat die 510 Quadratmeter große DRK-Rettungswache stolze 1,1 Millionen Euro, von denen der Kreis 750.000 Euro übernimmt. Kernstück ist die große Fahrzeughalle mit drei breiten Toren. Außerdem gibt es eine Waschhalle mit Desinfektionsschleusen, je zwei Ruhe- und Waschräume sowie Büros, ein Lager und einen Aufenthaltsraum mit Küche, wie Architekt Thomas Schäfer berichtete, bevor er Martin Füller von ihm symbolisch den Schlüssel erhielt und die beiden Pfarrer das Gebäude einsegneten. DL
on der Graf-Blumenthal-Straße aus startet der DRK-Rettungsdienst ab sofort seine Einsätze im Nordwesten des Landkreises.
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