Allgemeine Berichte | 17.07.2019

JGV „Freundschaftsbund“ Merzbach-Neukirchen 1876 e.V. feierte Kirmes und Junggesellenfest

Der Kölsche-Abend war ein voller Erfolg

Die Junggesellen Neukirchen vor dem Start ihres Festes. Fotos: - EICH-

Merzbach-Neukirchen. Es ist wohl der älteste Junggesellenverein in der Region, der in diesem Jahr sein 143-jähriges Bestehen feiern konnte. Hier galt es, die alten Traditionen bestehen zu lassen. Und das wurde auch zünftig in die Tat umgesetzt.

Seit Jahrzehnten richten die Junggesellen jedes Jahr, zusätzlich zu ihrem Fest auch gleichzeitig die Kirmes aus. So wurde in all der Zeit die Kirmes zum Junggesellenfest.

Wie im letzten Jahr, hatten die Junggesellen das Festzelt unmittelbar an der Feuerwache aufgestellt und hatten sich für den Ansturm gerüstet.

Start war am Freitagabend mit dem Kölschen-Abend, bei dem es hoch herging. Dieses Konzept auch den Kirmes-Freitag zu beleben, wurde bereits mit Riesenerfolg im letzten Jahr praktiziert. Schon damals war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Und auch in diesem Jahr zeigte sich, dass dieses Konzept aufgeht.

Der absolute Act des Freitagabends war Torben Klein, der ehemalige Frontsänger der „Räuber“, der auf Solo-Tour unterwegs ist. Er ist nicht nur Sänger, sondern auch Komponist zahlreicher Kölscher Lieder wie „Für die Iwigkeit“ und „Home is where the Dom is“. Er sorgte dafür, dass das Festzelt in Neukirchen bebte und die Gäste von den Bänken gerissen wurden. Am späten Abend begeisterten die „Jungen Trompeter“ die Menschen im Zelt mit ihren Kölschen Ohrwürmern.

Große Unterstützung durch die Vereine

Weit über dreihundert Gäste waren ins Zelt gekommen, um mit den Junggesellen zu feiern und zeigten so ihre Verbundenheit mit dem Junggesellenverein. Mit dabei das designierte Damendreigestirn aus Queckenberg Prinz Kathi I., Bäuerin Lena I. und Jungfrau Janina I. mit ihren Adjutanten und Freunden. „Auch dieses Jahr ist das Konzept, die Disco gegen einen rheinischen Abend auszutauschen voll aufgegangen. Der Erfolg am Freitagabend bestätigt, dass wir richtig liegen. Alle Dorfvereine waren vertreten und wir konnten auch viele auswärtige Gäste begrüßen, die von unserer Veranstaltung gehört haben. Es ist toll, das uns so viele durch ihren Besuch unterstützt haben“, freute sich der Vorsitzende des Junggesellenvereins Merzbach-Neukirchen, Pascal Bierz, über den großen Erfolg.

Auch für das nächste Jahr werde man mit dem Konzept, mit dem man schon in der Planung ist, fortfahren.

Der Samstag gehörte den Junggesellenvereinen

Der Samstag gehörte dem Junggesellenverein und seinen befreundeten Brudervereinen aus weitem Umkreis. Die Gastgeber konnten an diesem Abend über vierhundert Gäste begrüßen.

Bei heißer Musik von dem ortsansässigen DJ Thomm, der an allen Tagen für die richtige Stimmung sorgte, waren am Samstag über vierhundert Junggesellen und Gäste in das Festzelt geströmt.

Hier galt es, nach alter Tradition, den „Meterbier Pokal“ zu erringen.

Dabei müssen so viele Meterbiere wie möglich getrunken werden. Ein Meterbier besteht aus elf Kölsch. Und um hier mit zu kämpfen und zu feiern waren die Junggesellenvereine aus Queckenberg, Niederdrees, Odendorf, Houverath, Wald, Fischenich, Buschhoven, Heimerzheim, Ramershoven, Oberdrees und Flerzheim in voller Mannstärke angereist.

Sieger und zugleich Verteidiger aus dem letzten Jahr für den Meterpokal war Queckenberg mit 78 Metern. Die Zahl konnte im Vergleich zum Vorjahr um 35 Meter gesteigert werden. Den zweiten Platz errangen die Junggesellen von Niederdrees mit 51 Metern und den dritten Platz mit 40 Metern Odendorf, die im vorigen Jahr noch den zweiten Platz belegten.

Den Pokal für die weiteste Anreise konnte der Junggesellenverein von Fischenich mit nach Hause nehmen. Dem Junggesellenverein Queckenberg wurde der Pokal für die Meistbeteiligung verliehen.

Bevor am Sonntag im Festzelt der Frühschoppen eröffnet wurde, stand der Besuch der heiligen Messe, die von Kaplan Milongo Thibault in der Pfarrkirche St. Magareta zelebriert wurde mit anschließender Kranzniederlegung an Ehrenmal, an. Am Sonntagnachmittag hatten die Junggesellen Kaffee und Kuchen für alle Bürger der Gemeinde bereitgestellt.

Tradition wird fortgesetzt

Zum Brauchtum des Junggesellenvereins Neukirchen gehört auch der Köttzug am Montagnachmittag durch Irlenbusch und Neukirchen.

Begleitet vom „Tambourcorps Eichen“, der nur einmal im Jahr beim Köttzug, spielt, zogen die Junggesellen mit ihren Fahnen durch den Ort. Immer wieder unterbrochen durch Haltepunkte wo es etwas zu Trinken und Finger-Food gab.

In einer Schubkarre wurde der „Paias“ mitgeführt, bevor er in der Nacht zum Kirmesausklang verbrannt wurde.

„Das Ursprüngliche an der Kirmes ist das Patrozinium St. Margareta, was schon immer von den Junggesellen mitgestaltet wurde. Sie tragen auch an Fronleichnam den Baldachin bei der Prozession durch das Dorf.

Ebenfalls Tradition: zum Dank für den Einsatz im Kirchenjahr ziehen die Junggesellen durch die Gemeinde und sammeln am Vortag des Johannestages (24. Juni) Eier und Geld“, erklärte der Ratsherr Georg Schragen das Brauchtum in den Gemeinden. Hierzu gehöre selbstverständlich auch das Maibaumsetzen, ergänzte Schragen. Auch das Himmeltragen an Fronleichnam. Mit viel Aufwand stemmten die Junggesellen das Fest vor und hinter der Theke. Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kam hatte man einen Imbisswagen mit deftigen Speisen angemietet.

Neue Mitglieder gesucht!

Über neue Mitglieder würde sich der Verein sehr freuen, die sich einfach bei den bestehenden Mitgliedern melden können. Sie sollten 18 Jahre alt sein und Interesse an einer Gemeinschaft haben und das Vereinsleben mit tragen.

„Wir sind mit dem Fest sehr zufrieden und möchten uns bei allen Gästen, Unterstützern und Helfern bedanken. Ohne die wäre ein Fest in diesem Ausmaß nicht zu stemmen gewesen. Wir werden auch in Zukunft das Brauchtum hochhalten“, so der Vorsitzende des Junggesellenvereins Merzbach-Neukirchen, Pascal Bierz zum Abschluss der diesjährigen Kirmes. Er lobte auch die Nachbarschaft rund um das Festzelt, die den erhöhten Lärmpegel ertragen haben, ohne dass es eine Reklamation gegeben hat.

Eine Menge Spaß hatten die Junggesellen Niederdrees, die zahlenmäßig an zweiter Stelle in der Meistbeteiligung lagen.

Eine Menge Spaß hatten die Junggesellen Niederdrees, die zahlenmäßig an zweiter Stelle in der Meistbeteiligung lagen.

Der Kölsche-Abend war ein voller Erfolg

Der Kölsche-Abend war ein voller Erfolg

Die Junggesellen Neukirchen vor dem Start ihres Festes. Fotos: - EICH-

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