Allgemeine Berichte | 02.04.2019

Jörg Meyrer aus Ahrweiler tritt bei einem Benefiz-Marathon in Kenia an

Der Marathon-Pfarrer schnürt wieder die Laufschuhe

Jörg Meyrer aus Ahweiler freut sich auf die sportliche Herausforderung in Kenia. Foto: ROB

Ahrweiler. Vor fast genau einem Jahr trat Jörg Meyrer, Pfarrer der Pfarreingemeinschaft Ahrweiler, ein ehrgeiziges Projekt an. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: In Tansania ging er für die internationale Hilfsorganisation „Compassion International“ bei einem Halbmarathon an Start. Bei dem Rundkurs, der eine Laufstrecke von 21 Kilometern umfasst, ging es um die Ärmsten der Armen. Kinder in Tansania werden durch das Projekt unterstützt, sie erhalten Zugang zu Bildung und dringend benötigter medizinischer Versorgung. Im Vorfeld sammelte Meyrer kräftig Spenden und dieses Unterfangen war von Erfolg gekrönt: Etwas mehr als 10.000 Euro kamen zusammen. Als Meyrer davon hörte, dass „Compassion International“ dieses Projekt auch in diesem Jahr wiederholen wollte, war sein Ehrgeiz erneut geweckt. Diesmal geht es in Kenia an dem Start. In dem ostafrikanischen Land herrschen vergleichbar schlechte Bedingungen wie in Tansania.: Es mangelt an Lehrkräften und Schulen, Büchern und Unterrichtsmaterialien. Auch diesmal sammelt Meyrer Spenden für den „Muskathlon“ wie das Sportevent heißt. Dies ist eine Zusammensetzung der beiden Wörter „Musketier“ und „Triathlon“ und soll so den karitativen Zweck unterstreichen. Die drei Disziplinen des Triathlons sind dabei etwas anders als man es von der Sommerolympiade gewöhnt ist: Statt Schwimmen bietet „Compassion International“ die Disziplin Walken an. Der Marathon und das Fahrradfahren sind jedoch auch hier Teil des „Muskathlons“.

Für Jörg Meyrer ist dieses Projekt die ideale Möglichkeit, Gutes zu tun. Denn Meyrer kann bei seinem Besuch genau erfahren, wo seine Spendengelder ankommen. „Compassion International“ ist ein evangelikales und überkonfessionelles Kinderhilfswerk, dass „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet. Gelder werden also keine ausgezahlt. Stattdessen werden Bücher angeschafft, Lehrer eingestellt und Einheiten im Nachhilfeunterricht bezahlt.

Trainieren für den Marathon

Schon immer faszinierte den Pfarrer das Thema „Afrika“. Da ein Safari-Urlaub nichts für ihn war, wollte er bei dem „Muskathlon“ im letzten Jahr den Kontinent „von unten“ entdecken. Das gelang. Heute erinnert sich Meyrer an beeindruckende und bedrückende Momente in den Slums von Tansania. „Es herrscht unglaubliche Armut und keine Aussicht auf Besserung“, blickt Meyrer zurück. In einem solchen Umfeld zu helfen, spornte ihn zu einer Wiederholung an. Doch Meyrer wollte noch einen Schritt weiter gehen. Dieses Jahr soll es statt dem Halbmarathon ein ganzer Marathon werden. Insgesamt 42 Laufkilometer warten also auf ihn und das Training hat er bereits begonnen. „Seit November gehe ich zwei bis dreimal die Woche laufen“, erklärt Meyrer. Mal mehr Kilometer , mal weniger - aber immer an den perfekten Laufstrecken an Rhein und Ahr. Wirkliche Erfahrung mit einem richtigen Marathon hat er nicht. Seine bisherigen Langstrecken-Erfahrungen sammelt er bei Veranstaltungen wie dem „Ahrathon“. Aus sportlichen Gründen habe er hier allerdings schon bei den letzten Malen den Rotwein weggelassen, lacht der sportliche Pfarrer.

Interessant wird für ihn auch die unterschiedliche Höhenlage. In Kenia geht er auf rund 1200 Höhenmetern an den Start. Ob das Auswirkungen auf die Kondition hat, wird sich noch zeigen – Bedenken habe er allerdings keine und ist gewillt die 42 Kilometer zu packen. Nun sucht Jörg Meyrer Gleichgesinnte, die sich von dem Grundgedanken („Extremes Laufen gegen extreme Armut“) anstecken und begeistern lassen. Mitte Mai geht es los und die Vorfreude auf die sportliche Herausforderung ist jetzt schon riesig. Aber auch auf die Erfahrungen, die Meyrer abseits der Laufstrecke sammeln wird. Denn neben dem eigentlichen „Muskathlon“, der prinzipiell einem großen Sportfest mit Musik und Tanz gleicht, wird er auch Städte besuchen und Einheimische kennenlernen. Und damit auch die Probleme, die gegenwärtig in Kenia herrschen. Auf einen Termin freut sich Meyrer besonders: Seit Ende letzten Jahres hat Jörg Meyrer mit dem achtjährigen Emanuel ein Patenkind aus Kenia, den er unter Aufsicht von „Compassion International“ finanziell unterstützt. Auch Briefe werden ausgetauscht und nun ist die Vorfreude auf die Einblicke in den Alltag und die Lebensweise von Emanuel groß.

Unterstützung für Jörg Meyrer

Die christliche Hilfsorganisation „Compassion International“ ist evangelikal geprägt und bietet vor allem Kindern in Entwicklungsländern eine Perspektive. Die Übernahme von Patenschaften von Kindern aus 25 Ländern können Interessierte aus Industrienationen sicherstellen, dass ihr Patenkind eine fundierte schulische Ausbildung sowie medizinische Versorgung erfährt. Außerdem veranstaltet „Compassion International“ die „Muskathlons“ in vielen Ländern wie den Philippinen, Uganda oder Indonesien. Jörg Meyrer ist einer der Teilnehmer beim „Muskathlon Kenia 2019“ und er sammelt noch Spendengelder, die in den Schulen und christlichen Gemeinden Kenia eingesetzt werden können.

Spenden kann man online: Unter www.muskathlon.com klickt man auf den Button „Teilnehmer“ und es öffnet sich links oben ein Suchfeld. Gibt man dort das Stichwort „Jörg Meyrer“ gelangt man auf seine persönliche Seite. Über den Button „Unterstütze Jörg“ kann man Meyrers Projekt unterstützen. ROB

Im letzten Jahr ging Meyrer in Tansania an den Start und berichtet von beeindruckenden Erfahrungen. Foto: Archiv

Im letzten Jahr ging Meyrer in Tansania an den Start und berichtet von beeindruckenden Erfahrungen. Foto: Archiv

Jörg Meyrer aus Ahweiler freut sich auf die sportliche Herausforderung in Kenia. Foto: ROB

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