Ehrung eines verdienten Bendorfer Bürgers
Der Ombudsmann geht – der Mensch bleibt
Bendorf. Hajo Stuhlträger ist ein öffentlicher Mensch wie kaum ein anderer in der Stadt Bendorf. Der studierte Pädagoge lenkte nach seinem Schuldienst annähernd zwölf Jahre lang als Bürgermeister die Geschicke der Stadt, war daneben seit vielen Jahrzehnten auf der politischer Ebene tätig, beispielsweise als Stadtrat, Parteivorsitzender der CDU, Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Kreistages sowie des Kreisausschusses und seit 2014 Vorsitzender des Kreis-Seniorenbeirats. Außerdem war und ist der 1941 geborene Träger des Bundesverdienstkreuzes in unzähligen Ehrenämtern zum Wohle ‚seiner‘ Stadt aktiv. Sein vielfältiges Wirken dokumentiert sich unter anderem in dem Vorsitz des DRK Ortsverbandes Bendorf, im Vorstand verschiedener örtlicher Vereine, in der Mitgliedschaft in diversen Ausschüssen und Beiräten des Städtetages Rheinland-Pfalz sowie vielen anderen Institutionen. Dabei wirkte Stuhlträger auch über die Parteigrenzen hinaus stets zum Wohle der Bürger und war für diese immer persönlich ansprechbar.
So war der amtierende Bürgermeister der Stadt Bendorf Michael Kessler nach seiner Wahl 2015 hoch erfreut, dass sich Hajo Stuhlträger als hochgeschätzter Bürger der Stadt bereit erklärte, ihn als Bürgerbeauftragten (Ombudsmann) mit der Durchführung regelmäßiger Sprechstunden zu unterstützen. In der Zeit von März 2015 bis November 2016 haben diese Sprechstunden insgesamt 75 Bürgern der Stadt Bendorf mit den unterschiedlichsten Problemstellungen wahrgenommen. Sämtliche Anliegen hat der Ombudsmann dem Bürgermeister innerhalb kurzer Frist in Vier-Augen-Gesprächen übergeben und mit ihm besprochen. In den meisten Fällen konnte der Bürgermeister selbst oder die Verwaltung den Bürgern im Anschluss auch helfen. Somit hat sich das Amt des Bürgerbeauftragten dank des engagierten Einsatzes und der unermüdlichen Arbeit von Hajo Stuhlträger als solides Fundament erwiesen, auf die Bürgermeister und Verwaltung ihre künftige Öffentlichkeitsarbeit aufbauen konnten. Die gewonnenen Erfahrungen waren für die Verwaltung sehr wertvoll und haben dabei geholfen, das sogenannte „Beschwerdemanagement“ über die Homepage und das E-Mailsystem der Stadt deutlich zu verbessern. Inzwischen kommen alle Anfragen und Beschwerden, die über die eingerichteten Kontaktformulare auf der Homepage an die Stadt gerichtet werden, unmittelbar beim Sachbearbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit und dem Bürgermeister an. Nach interner Klärung der Problemstellung erfolgt in der Regel die Beantwortung ebenfalls von zentraler Stelle. Daneben konnten die Bürger bereits feststellen, dass der Bürgermeister ein offenes Ohr und eine offene Tür für alle Bürger der Stadt hat. Um dies noch deutlicher zu machen, wird der Bürgermeister in Kürze regelmäßige Sprechstunden anbieten.
Der Stadtrat hat daher im November 2016 den Beschluss gefasst, die befristete Einrichtung eines Bürgerbeauftragten für die Stadt Bendorf nicht weiterzuführen.
Zum Dank für die erbrachten Leistungen als Bürgerbeauftragter der Stadt Bendorf fand jetzt eine kleine Feierstunde für Hajo Stuhlträger im Rathaus statt, an der neben Bürgermeister Michael Kessler, vielen Parteifreunden und Stadtratsmitglieder fast aller Parteien auch Freunde und die Familie des Geehrten teilnahmen.
Bürgermeister Kessler ließ in seiner Ansprache unter anderem die beruflichen und politischen Stationen von Stuhlträger Revue passieren und zollte ihm dafür höchste Anerkennung und Respekt. Er zeigte sich sehr dankbar für die Bereitschaft Stuhlträgers, ihn seinerzeit in dem neuen Bürgermeisteramt mit seiner Erfahrung, Zuverlässigkeit und Korrektheit tatkräftig zu unterstützen. Zusammenfassend erzählte Kessler: „Die Ausübung dieser Tätigkeit als ehrenamtlicher Bürgerbeauftragter der Stadt Bendorf war nur möglich gewesen aufgrund des hohen Ansehens, das sich Hajo Stuhlträger in jahrzehntelanger Tätigkeit als Pädagoge, Kommunalpolitiker und Bürgermeister erworben hat.“
Nach der Überreichung eines kleinen Geschenks und einer Ehrenurkunde der Stadt bedankte sich Hajo Stuhlträger für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die ihm zuteil gewordene Ehrung, dabei erwähnte er vor allem, dass seine vielfältigen Tätigkeiten ohne die tatkräftige Unterstützung seiner Frau und der ganzen Familie nicht möglich gewesen wären. Den anwesenden Politikern gab er mit auf den Weg: „Meine Bitte an Sie, sprechen Sie mit unseren Bürgern. Ich finde, dass es heute sehr wichtig ist, dass wir miteinander im Gespräch bleiben und so dieses Miteinander, was wir mittlerweile in unserm Städtchen Bendorf haben, erhalten bleibt.“
Dem offiziellen Teil folgte ein kleiner Umtrunk bei guten Gesprächen in gemütlicher Runde.