Allgemeine Berichte | 19.04.2017

Zehnthausverein lud ein zum Blick hinter Bonner Kulissen

Der Posttower und andere Bönnsche Orte

Gruppenbild auf der 40. Ebene des Posttowers. Der Herr mit Pudelmütze und Paketen in der Bildmitte gehört nicht zur Gruppe; er ist DHL-Dekoration.privat

Swisttal-Odendorf. Von einem wunderschönen Tag voller Informationen, schöner Erlebnisse und Eindrücke schwärmte eine Teilnehmerin der Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig nach Bonn. Unter der Leitung von Klaus Peter Scholz, Kulturwart des Zehnthausvereins, war eine Gruppe von 25 Personen in die nahe Bundesstadt gefahren, um der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), dem Bundesrechnungshof (BRH) und dem Posttower Informationsbesuche abzustatten.

Trotz individueller Anreise fanden sich alle Teilnehmer pünktlich bei der bpb ein, wo sie ein Mitarbeiter der Einrichtung über Geschichte, Aufgaben, Ziele und Aktivitäten des Hauses informierte. Im Zentrum der Arbeit der Bundeszentrale steht die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Teilhabe. Aktuelle und historische Themen greift sie unter anderem mit Veranstaltungen, Printmedien, Ausstellungen und Online-Angeboten auf. Denn Demokratie brauche eine lebendige und streitbare Zivilgesellschaft. Die könne nur funktionieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger das gesellschaftliche Leben mitgestalten. Dazu leiste die bpb einen Beitrag.

Beim anschließenden Besuch beim BRH konnte man sehr schnell erkennen, ob die einzelnen Besucher schon mal etwas mit ihm zu tun hatten. Er ist ein unabhängiges Organ der Finanzkontrolle des Bundes und prüft dessen gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung. Während die Mehrzahl der Besucher interessiert dem Vortrag der Referentin folgte, funkten einige „Insider“ immer wieder mit gezielten Fragen zur Arbeit des BRH dazwischen. Die Vortragende konnte jedes Mal fachkundig antworten; ob sie die Fragenden damit immer zufriedenstellen konnte, sei dahingestellt.

Nach dem Mittagessen folgte ein gut halbstündiger Spaziergang zum Posttower, auf den sich die Meisten schon besonders freuten. Im Eingangsbereich wurde die Gruppe von einer Mitarbeiterin der Post in Empfang genommen und in einen Filmsaal geleitet. Dort wurde ihr zum Einstieg ein Film über den Posttower und sein Umfeld, von der Bauplanung bis zur Fertigstellung, gezeigt.

Für den Blick zum Kölner Dom war es zu diesig

Dann ging es über verschiedene Etagen und Stationen hinweg bis hinauf zur 40. Ebene, teils zu Fuß, teils mit den Aufzügen. Von jeder Ebene aus beeindruckten immer wieder wechselnde Aussichten, mal auf die Rheinseite und das Siebengebirge, mal auf Bonner Stadtteile, den Venusberg und andere linksrheinische Gebiete. Zwischendurch bekamen die Besucher immer wieder bautechnische Informationen zum Posttower. Der erhoffte Blick zum Kölner Dom blieb wegen des diesigen Wetters leider Wunschdenken.

Es war ein schöner Tag mit einem gelungenen Programm, das Klaus Peter Scholz für die Mitglieder des Zehnthausvereins organisiert und realisiert hatte. Das bestätigten ihm nicht nur einzelne Exkursionsteilnehmer. Auch Dr. Joachim Göbbels, Zweiter Vorsitzender des Zehnthausvereins, dankte Scholz für seine engagierte Arbeit, die er mit dieser Exkursion wieder einmal unter Beweis gestellt hatte.

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, auf gläsernem Boden zu stehen mit einem Blick viele Meter nach unten.

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, auf gläsernem Boden zu stehen mit einem Blick viele Meter nach unten.

Gruppenbild auf der 40. Ebene des Posttowers. Der Herr mit Pudelmütze und Paketen in der Bildmitte gehört nicht zur Gruppe; er ist DHL-Dekoration.Fotos: privat

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