Fotoausstellung „Wir sind Cochem-Zeller“ eröffnet
Der Sache ein Gesicht geben - Gesichter prägen unsere Gesellschaft
Cochem/Kreisgebiet. Als offizieller Startschuss für die am 19. August in Kaisersesch stattfindende Veranstaltung pro Integration und Gemeinsamkeit, „Mosaik der Kulturen 4.0“, galt die Eröffnung der Fotoausstellung „Wir sind Cochem-Zeller“ in der Führungsetage des Kreishauses. Landrat Manfred Schnur war es dabei zunächst vorbehalten, die Gäste zur Ausstellungseröffnung zu begrüßen. Zu diesen zählten sich die beiden Bürgermeister Albert Jung und Wolfgang Lambertz, MdB Peter Bleser, sowie Stadtbürgermeister Gerd Weber aus Kaisersesch, der im August Gastgeber des Events Mosaik der Kulturen sein wird. Die Hauptpersonen waren aber diesmal alle „neuen“ Cochem-Zeller, die sich nicht nur als Akteure für ein Porträtfoto innerhalb der Ausstellung zur Verfügung gestellt hatten, sondern sich als Menschen mit Migrationshintergrund in der Cochem-Zeller Gemeinschaft engagieren und sich auch als solche fühlen. „Der Sache ein Gesicht geben, denn Gesichter prägen unsere Gesellschaft“, brachte Kreischef Schnur seinen Grundgedanken für die Ausstellung auf den Punkt: „Diese Menschen finden hier eine neue Heimat und pflegen Freundschaft, Nachbarschaft und damit das funktionierende Miteinander der Gemeinschaft.“
„Dieses Engagement und das Bekenntnis Cochem-Zeller zu sein erleichtert und stärkt die Integrationsarbeit“, weiß auch die Gleichstellungsbeauftragte Hedwig Brengmann zu unterstreichen die auch beim vierten „Mosaik der Kulturen“ federführend engagiert sein wird. Die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Ramona Junglas, ging detailliert auf die Ausstellung und deren Entstehung ein: „Im Landkreis Cochem-Zell leben Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen (mehr als 20 Ländern). Im Rahmen der Vorbereitungen für das im August stattfindende Integrationsfest in Kaisersesch, ist diese Fotoausstellung „Wir sind Cochem-Zeller“ entstanden und zeigt 30 Personen, die aus einem anderen Land in den Landkreis gezogen sind, sowie regionale Ehrenamtliche, die sich für Integration und Diversität stark machen. Die Geschichten, die diese Gesichter erzählen, aber auch die Hintergrundgeschichte der Personen und was sie hierher gebracht hat, waren die Motivation für die Ausstellung. Die Lebenseinstellungen und Mottos der Porträtierten sagen viel über sie aus und das Erbe aus den Herkunftsländern wird hier weitergelebt.“ In ihrer Ansprache ging Ramona Junglas auch darauf ein, dass sie viele Neuzugewanderte persönlich kennengelernt hat, deren Porträt heute Teil der Ausstellung ist. Besonders imponierend fand sie, dass sich bereits viele Neubürger im Landkreis für ihre neue Heimat einsetzen. Die Finanzierung der Ausstellung konnte durch die Leitstelle Ehrenamt des Landes sichergestellt werden. Junglas` abschließender Dank für hilfreiche Unterstützung galt unter anderem Franziska Bartels von der Kreisvolkshochschule, Lucas Nicolay für die Herstellung der Bilder und Texte, Hedwig Brengmann und dem Planungsteam „Mosaik der Kulturen“, sowie Valentina Neumann, Afsaneh Raufi und Süleyman Aydin für die Zubereitung und Bereitstellung einer pikanten Auswahl an leckerem Fingerfood sowie türkischem Tee. TE
Landrat Manfred Schnur eröffnete die Fotoausstellung im Kreishaus und hieß die zahlreich anwesenden Besucher willkommen.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung gab es landestypische Gaumenfreuden aus Russland, Afghanistan und der Türkei.
Im Landkreis leben heute Menschen aus über 20 Ländern, die hier eine neue Heimat gefunden haben und sich auch als Cochem-Zeller fühlen und für die Gemeinschaft engagieren.
