Weihnachtsmarkt in Vettelschoß
Der aahle Schmitzhoff im Lichterglanz
Vettelschoß. Bei der dritten Auflage des Weihnachtsmarktes lockten winterlich knackig kalte Temperaturen, ein tolles Rahmenprogramm und leckere Verpflegung die Vettelschosser in Scharen zu ihrem Dorfmuseum, dem aahle Schmitzhoff.
Ob Anreise mit dem Auto oder per pedes, alle hatten das gleiche Ziel: den vermutlich kleinsten und bestimmt feinsten Weihnachtsmarkt zwischen Bonn und Koblenz. Ob Jung, ob Alt – es gab für alle wieder einmal viel zu erleben. Denn neben den Buden im Außenbereich, bewirtet vom Junggesellenverein Vettelschoß, den Mitgliedern der Feuerwehr und dessen Förderverein, konnten die interessierten Gäste das gesamte Museum erkunden. Fachkundig und mit einigen Annekdöötscher standen die „Heinzelmännchen vom Dorfmuseum“ Rede und Antwort und brachten so anschaulich das Leben in Vettelschoß vor über 100 Jahren näher. Auch gaben sie Einblicke in von ihnen bereits umgesetzte und geplante Projekte.
Die Kinder konnten wieder ihrer Kreativität freien Lauf lassen beim Knusperhäuschenbau in der kleinen Weihnachtsbäckerei. Bemerkenswert hier: Das Baumaterial wurde von zwei Müttern im Vorfeld selbstgebacken.
Das Jugendrotkreuz bot neben selbstgebackenen Plätzchen auch wieder ein weihnachtliches Kinderschminken an. Zudem bereicherten erneut mehrere externe Aussteller mit weihnachtlicher Dekoration, Floristik, Näh- und Strickwaren sowie heimischen Bio-Spirituosen und Weinen das Gesamtangebot.
Die emsigen Mitglieder der Jugendvertretung der Ortsgemeinde bewirteten die Gäste in der warmen Weinstube mit den selbstgebackenen Waffeln der Küchenfeen. In diesem Jahr hatte sich der gesamte Markt, wo es machbar war, dem Fair-Trade-Gedanken verschrieben. Alle restlichen Verbrauchsgüter wurden darüber hinaus regional bezogen – so wurde zum Beispiel Kompott aus den Äpfeln der Region (Vettelschoß und umliegende Gemeinden) hergestellt. Nicht nur nach Großmutters Rezept, sondern direkt durch sie selbst: Uroma Katharina und Uroma Leni, beide weit über 80 Jahre alt, ließen es sich natürlich nicht nehmen, extra für die frischen Reibekuchen Unmengen „ihres“ Appelkompotts zu kochen.
Die Kuhlen Musikanten verzauberten mit ihren weihnachtlichen Tönen die zahlreichen Besucher und animierten oft zum offenen Singen. Es stellte sich schnell eine besinnliche vorweihnachtliche Stimmung ein.
Natürlich kann so eine schöne Veranstaltung nur durch die zahlreiche Unterstützung ehrenamtlicher Helfer gelingen: die rastlosen Küchenfeen, die ununterbrochen Waffeln backten, die eifrigen Jungen und Mädchen der Jugendvertretung, die die Bewirtung der Weinstube übernahmen, Vertreter des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Vettelschoß, die erneut Bonkasse und Grilldienst übernahmen, die Mitglieder des JGV Vettelschoß, die sich um die Getränkeversorgung der Gäste kümmerten, sowie die Hilfe zahlreicher Einzelhelfer, die ebenfalls grillten, im Vorfeld Tannengrün banden, Schilder malten, Deko herstellten und natürlich die emsigen Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs. Auch verschiedene ortsansässige Gewerbetreibende – Bäcker, Floristen, Landwirte, Einzelhändler, Gartenbauer, Dachdecker, Malerwerkstätte oder Bürobetriebe – unterstützten, wo es ging. Die Besucher konnten diese vielfältigen Helfer auf einer eigens dafür aufgestellten „Unterstützerwand“ erkennen.
Das Tüpfelchen auf dem „i“: Den Organisatoren war es gelungen, mittels Spenden eigens für den Vettelschoßer Weihnachtsmarkt hergestellte Glühweintassen zu beschaffen. Diese zieren das Dorfmuseum und die St. Michael Kirche sowie das Wappen der Ortsgemeinde, gemalt durch die örtliche Ikonenmalerin Olga Hoffmann.
