Präventionsveranstaltung will Senioren/innen sensibilisieren
Der richtige Schutz vor Kriminalität im Alltag
Cochem. Wie dreist heutzutage Betrüger und Diebe an der Haustür, dem Telefon, im Supermarkt, im Restaurant oder einfach in der Fußgängerzone zu Werke gehen und welcher Tricks und Mittel sie sich dabei bedienen, über diese Themen referierte kürzlich Gabi Jahnen, ehrenamtliche Ansprechpartnerin und Beraterin vom Weissen Ring, dessen Aufgabe es ist Kriminalitätsopfern zu helfen. Margit Laux von der Verbandsgemeinde Cochem hatte dazu kürzlich Senioren/innen und deren Betreuer ins Kulturcafé Germania eingeladen, da Gabi Jahnen diesmal hauptsächlich Betrugsmaschen und Diebstahlsdelikte ansprach, bei denen überwiegend betagte Bürger Opfer von oftmals organisierten Straftätern werden. Diesbezüglich thematisierte sie zunächst die unterschiedlichen Vorgehensweisen von Taschendieben, wie sie vor dem Zugriff ihre Opfer ablenken und wie man sich durch bestimmte Verhaltensweisen und Aufmerksamkeit einigermaßen erfolgreich davor schützen kann. Die beiden Hauptthemen des Tages waren diesmal allerdings „Der neue Enkeltrick“ sowie „Der falsche Polizist“. Beides Betrugsmaschen, bei denen immer wieder arglose Senioren/innen ums Ersparte gebracht werden. Dahingehend spricht man vonseiten der Ermittlungsbehörden von hohen Summen, die den Opfern abgenommen werden. Vorgehensweise der Täter ist hier oftmals das Vorgaukeln von plötzlich aufgetretenen Notsituationen irgendwelcher Verwandter, dem man nur mit einer hohen Summe Bargeld aus der angeblich aktuellen Bredouille helfen kann. Der oder die Täter selbst geben sich dabei als Mittelsmänner und Vertrauenspersonen aus, die vom hilfesuchenden Verwandten, dessen Anwalt oder anderweitig dazu beauftragt wurden, wegen Geldmittel nachzufragen. Meist verfügen die Täter im Vorfeld bereits über ein entsprechendes Wissen bezüglich der familiären Verhältnisse ihres späteren Opfers und wissen durch gezielt geführte Gespräche die Betroffenen dermaßen emotional zu beeindrucken/beeinflussen, dass diese dem Betrüger und seiner meist haarsträubenden Geschichte alsbald Glauben schenken. Hier warnt Gabi Jahnen ausdrücklich vor solchen telefonischen Kontaktaufnahmen, die mit ähnlichen Inhalten einhergehen. Die gleiche Warnung weiß sie hinsichtlich des „falschen Polizisten“ auszusprechen. Diesbezüglich wurden in jüngster Vergangenheit immer neue Fälle bekannt, wo sich Straftäter an der Haustür als Polizeibeamte ausgeben, die unter irgendeinem Vorwand das Bargeld und andere Wertsachen des Opfers in Sicherheit bringen wollen. Dabei weisen sie sich mit gefälschten Dienstausweisen aus, um damit die Korrektheit ihres Auftretens und Handelns zu beweisen und die Gutgläubigkeit der Senioren/innen auszunutzen. Die Präventionsveranstaltung im Germania traf erfreulicherweise auf großes Besucherinteresse, die im Rahmen der Ausführungen von Gabi Jahnen auch nicht mit zusätzlichen Fragen und Berichten über eigene Erlebnisse sparten. Im diesem Herbst ist aufgrund verstärkter Nachfrage eine Neuauflage der Veranstaltung geplant. Der Termin für die nächste Präventionsveranstaltung wird rechtzeitig in der Presse bekanntgegeben. TE
Der Weisse Ring hat sich zur Aufgabe gemacht Kriminalitätsopfern zu helfen. Dies erfolgt auch auf dem Sektor Prävention. Fotos: -TE-
Vorsicht ist unter anderem vor falschen Polizeibeamten geboten, die angeblich Geld und sonstige Wertsachen in Sicherheit bringen wollen.
