Superintendent: Feierliche Amtseinführung in der Heddesdorfer Kirche
Detlef Kowalski folgt auf Wolfgang Eickhoff
Neuwied. Mit großer Mehrheit wurde Detlef Kowalski, bis dahin Synodalassessor, Ende September von der Kreissynode Wied in das Amt des Superintendenten gewählt. Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche Heddesdorf erfolgte die offizielle Amtseinführung durch Pfarrer Manfred Rekowski, dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, vergangenen Freitagabend in der Heddesdorfer Kirche. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Detlef Kowalski längst mit seinem neuen Amt vetraut gemacht. Nachdem Vorgänger Wolfang Eickhoff aus gesundheitlichen Gründen im Mai zurücktrat, hatte Detlef Kowalski die Geschäfte im Kirchenkreis Wied geleitet. „Schade, dass wir einen Pfarrer, Prediger und Menschen verlieren, den wir sehr schätzen“, bedauerte Tilmann Raithelhuber. Der Pfarrer der Evangelischen Friedenskirchegemeinde sprach Detlef Kowalski seinen Respekt für den schnellen Aufstieg aus. Tilmann Raithelhuber sprach aber auch von einer Chance. Hans-Joachim Schneider drückte in seinem Grußwort für den Arbeitskreis christlicher Kirchen in Neuwied die Hoffnung aus, „die offene und vetrauensvolle Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kollegen fortzusetzen“. Ähnlich äußerte sich auch Pfarrer Thomas Darscheid von der benachbarten Pfarrreiengemeinschaft Neuwied. Pfarrer Wolfgang Eickhoff wurde im Gottesdienst mit herzlichen Worten des Dankes verabschiedet. Gut sei, dass er der evangelischen Kirche als Pfarrer erhalten bleibt. Als Nachfolger von Detlef Kowalski wurde Pfarrer Philip Horn, Berufsschulpfarrer an der Ludwig-Erhard-Schule, ins Amt des Synodalassessors eingeführt. Der 45-jährige kam 2001 als Pfarrer zur Anstellung in den Kirchenkreis Wied. Er wurde in der Kirchengemeinde Raubach zur Entlastung des Skribas, Pfarrer Wolfgang Eickhoff, eingesetzt. 2006 wurde Philip Horn in die neu geschaffene Entlastungspfarrstelle der damaligen Superintendentin Marion Obitz in der Kirchengemeinde Niederbieber gewählt. Als 2013 Pfarrer Wolfgang Eickhoff Superintendent wurde, wechselte Philip Horn zurück nach Raubach. 2014 wurde ihm die 1. Kreiskirchliche Pfarrstelle als Berufsschulpfarrer an der BBS Ludwig-Erhard übertragen. Pfarrer Philip Horn koordiniert seit 2005 als Synodalbeauftragter die Notfallseelsorge im Landkreis Wied zusammen mit seinem katholischen Kollegen. Er lebt in Oberbieber, ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.
„Ich verstehe mich als Bibel-Theologen“
„Ich verstehe mich als Bibel-Theologen, weil es mir darum geht, die biblischen Texte für heutige Menschen hörbar und verstehbar zur Sprache zu bringen. Ich will nicht mit der Bibel argumentieren, biblische Texte nicht benutzen, aber sie verstehbar zur Sprache bringen in Situationen von Schmerz und Glück“, sagt Detlef Kowalski. Der 54-jährige aus dem Oberbergischen Land ist in Neuwied längst heimisch geworden. Seit 2001 ist der Pfarrer in der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in der Deichstadt zuhause. Seit 2005 gehört er dem Kreissynodalvorstand im Evangelischen Kirchenkreis Wied an. Bevor Detlef Kowalski nach Neuwied kam, war er im Kirchenkreis Wied Pastor im Sonderdienst zur Entlastung des Superintendanten, zunächst in der Ev. Trinitatiskirchengemeinde Bonn-Endenich, später in der Ev. Kirchengemeinde Hersel. Vor 1997 war er im Vikariat und Probedienst der Ev. Auferstehungskirchengemeinde Oberhausen-Osterfeld. Theologie studierte Detlef Kowalski in Marburg, Bochum und Wuppertal. Seinen Zivildienst, den es 1983/1984 noch gab, leistete er am Evangelischen Krankenhaus Oberhausen. Da wundert es nicht, dass die ein oder Leidenschaft in der Region verankert ist. „Mein Fußballherz schlägt für einen großen Verein aus dem östlichen Ruhrgebiet (schwarz-gelb!)“, schmunzelt Delef Kowalski. „Ich bin kulturell interessiert. Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich gerne ins Kino, ins Theater und besuche Ausstellungen. Beim Wandern und Lesen kann ich gut entspannen. Ich bin ein Liebhaber der alten Bundesbahn und fotografiere seit meiner Kindheit mit Vorliebe alte Dampflokomotiven“, verrät der neue Superintendent weitere Vorlieben und Hobbys. Sein Lieblingsfeld als Gemeindepfarrer sei die Konfirmandenarbeit. In den letzten Jahren hatte Detlef Kowalski mit Kolleginnen, Kollegen, mit pädagogischen und mit ehrenamtlich Mitarbeitenden, das „Konfi-Camp“ entwickelt und es in diesem Jahr zum fünften Mal in den Sommerferien durchgeführt. FF
Philip Horn ist Nachfolger von Detlef Kowalski als neuer Synodalassessor.
