Chorprojekt des MGV Mendelssohn-Bartholdy 1855 e. V. Montabaur
Deutsch & Pop-Konzert begeistert mit Vielfalt und Qualität
Forum St. Peter bestens besucht - Schwungvoller Chorprojekt-Abschluss
Montabaur. Was als Abenteuer begann, endete mit großem Erfolg. Das Abschlusskonzert des nun zu Ende gegangenen Chorprojektes des MGV Mendelssohn-Bartholdy 1855 eV Montabaur, das unter dem Motto „Deutsch & Pop“ stand, überraschte gleich in mehrfacher Weise: Zum einen die Besucher, die eine gut abgestimmte, breite Mischung an moderner und peppiger, zugleich aber auch stilvoller und hochwertiger Chormusik zu hören bekamen.
Viele Besucher trotz guten Wetters
Zum anderen aber auch die Veranstalter des MGVund die mitwirkenden Chöre, die „eine so hohe Besucherzahl so dann doch nicht erwartet hatten“, wie Michael Kien, Vorsitzender der „Mendelssöhne“, mit einem Lächeln eingestand. Rund zweihundert Besucher waren ins ‚Forum St. Peter‘ trotz bestem Sommerwetter gekommen und genossen die von Kien kurzweilig moderierte, inklusive Pause fast dreistündige Musik-Veranstaltung. Dabei erwies sich die Zusammenstellung und Aufteilung des Konzerts als sehr gelungen. Die Mischung aus Männergesang, mit Liedern von Beach Boys bis Udo Jürgens, Landesmusik-Gymnasium (LMG) - Duo und gemischtem „Buchfinken-Chor“, bestehend aus zehn jungen , begabten Nachwuchssängern, die unter der Leitung von Mario Siry deutsche und englische Pop-Songs von Nena bis Billy Joel präsentierten, traf schon in der ersten Konzert-Hälfte den Geschmack des Publikums.
Songs von Leonard Cohen und Billy Joel
Insbesondere Leonard Cohens „Hallelujah“ kam gut an. Zur Moderation von Billy Joels „And so it goes“ hatte der Moderator sogar extra die Original-Schallplatten aus der Zeit, als der Song auf LP veröffentlicht wurde, mitgebracht und ein wenig aus seiner Jugend geplaudert. Der deutlich vernehmbare ‚Applaus zur Halbzeitpaus‘ belohnte Sänger und Moderator für ihre jeweilige Kunst. In der Pause war ein intensives Gewusel insbesondere im Vorraum zu erleben, wo das bestens vorbereitete „Verköstigungsteam“ mit ‚Speis und Trank‘ engagiert an der Erfüllung der lukullischen Wünsche der Gäste „arbeitete“.
Die zweite Hälfte startete mit einem erneuten Auftritt der „frisch gebackenen“ LMG-Absolventen Maren Rogawski und Jannik Henkes. Wie schon zuvor präsentierten sie einen ‚gecoverten‘ und einen von Maren selbst geschriebenen Song („Gedankenspiel“). Und erneut verstanden sie es, das Publikum zu begeistern und zu „Zugabe-Rufe“ zu animieren, die sie dann auch gerne gaben. Ihnen folgten die „engelgleichen Damen“ (so der Moderator) von ‚Charisma Girod‘, die unter der Leitung von Angela Siry, gekonnt ‚a capella‘ Stücke u.a. von Lennon/McCartney, den Schürzenjägern und Lorenz Maierhofer vortrugen.
Grönemeyer-Song sorgt für Rührung
Als Schluss- und Höhepunkt trat danach der eigentliche „Projektchor Deutsch & Pop“ mit drei Liedern auf: ‚Freiheit‘ von Marius Müller-Westernhagen. „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer, eine sehr einfühlsame Ballade, mit der Grönemeyer den Tod seiner ersten Frau Anna verarbeitete. In seiner Anmoderation stimmte Kien die Zuhörer im Saal einfühlsam darauf ein. Man konnte spüren, wie Chor und Zuhörer daraufhin eine emotionale Symbiose eingingen. „Das war sehr bewegend und hat mich berührt“, meinte eine Besucherin im Anschluss beeindruckt. Doch der Stimmungs-Höhepunkt folgte erst noch, ganz nach dem Motto: Das Beste kommt zum Schluss. Zuvor jedoch erhielten alle Mitwirkenden als Dank für ihre tollen Konzertauftritte unter dem Applaus der Besucher durch die Mendelssöhne Blumen und Präsente. Und dann folgte er, der „80 Millionen“ - Hit von Max Giesinger, zugleich „highlight“ und Abschluss, bei dem die Stimmung im Saal noch einmal richtig hochfuhr. Nicht verwunderlich, dass der Chor nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde und es fast so schien, als ob niemand im Saal das Ende des Konzerts tatsächlich als solches wahrnehmen wollte …
Stolz auf das Abenteuer
Mario Siry konnte deshalb, als Dirigent und für das Chorprojekt musikalisch Verantwortlicher, das zufriedene Fazit ziehen: „Ein Konzert, auf das der MGV Mendelssohn Bartholdy mit Recht stolz sein kann. Darauf lässt sich gut aufbauen!“ Und Michael Kien ergänzte aus Sicht des Vorstands: „Für uns als klassisch ausgebildeter Männerchor war es am Anfang tatsächlich ein Abenteuer. Dass es so erfolgreich endete, ist eindeutig ein Verdienst unseres Dirigenten! Und zugleich das aller Sänger und Projektbeteiligter, die über die gesamte Dauer, einschließlich aller persönlichen und musikalischen Herausforderungen, mit Verve und Freude dabei waren und dranblieben. Dafür allen unser dickes Lob und Danke-Schön!“
Die nächsten Herausforderungen stehen bereits Ende Mai und im Juni vor der Tür: Am letzten Dienstag im Mai, dem 29., bieten die Mendelssöhne erstmals eine öffentliche Chorprobe an, bei der sie alle Gäste zum Mitsingen einladen wollen, landläufig „Rudelsingen“ genannt. Dass beim Montabaurer MGV daraus kein „vogelwildes Gegröle“, sehr wohl aber ein stimmungsvolles Musikerlebnis werden wird, versteht sich fast von selbst…
Musikalische Stadtführung im Juni
Im Juni bieten die Mendelssöhne dann erstmals für 2018 am Dienstag, den 12. Juni, gemeinsam mit dem weithin bekannten Stadtgeschichten-Erzähler Paul Widner, ihre Stadtführung der musikalischen Art an. Und am letzten Samstag im Juni leisten sie organisatorische Unterstützung für ein musikalisches Tagesseminar zum Thema „Pop/Jazz im ganz normalen Chor“, das vom Chorverband Westerwald in Montabaur angeboten wird. Eigens dafür konnte der renommierte musikalische Leiter der weithin bekannten und beliebten Kölner A-Capella-Gruppe „wise guys“, Professer Erik Sohn, als Referent gewonnen werden. Für Interessenten sind noch wenige Teilnehmerplätze frei.
Informationen hierzu oder zum MGV finden sich entweder auf der Seite des Chorverbands oder auf der Homepage der Mendelssöhne unter www.cv-ww.de oder www.mendelssohn-bartholdy-montabaur.de
Die „frisch gebackenen“ LMG-Absolventen Maren Rogawski und Jannik Henkes begeisterten das Publikum.
