Venedig als Klassenzimmer: Architekturstudierende der Hochschule Koblenz auf Exkursion
Die 18. Architektur-Biennale: Ein Blick in das „Labor der Zukunft“
Koblenz/Venedig. Die Architekturstudierenden der Hochschule Koblenz haben die Gelegenheit erhalten, die 18. internationale Architektur-Biennale in Venedig zu besuchen.
Unter der Leitung von Professor Georg Poensgen, begleitet von Lehrbeauftragten Jasmin Egenter und Dekan Prof. Ulof Rückert, erkundeten insgesamt 20 Studierende die renommierte Ausstellung, die in diesem Jahr unter dem Motto „The Laboratory of the Future“ stand. Die Biennale wurde von der bekannten Architekturwissenschaftlerin, Pädagogin und Bestsellerautorin Lesley Lokko kuratiert. Mit mehr als 89 Teilnehmern, darunter mehr als die Hälfte aus Afrika oder der afrikanischen Diaspora, bot die Biennale ein Forum für weltweit aktuelle Herausforderungen und Anforderungen an die Architektur. Die Schwerpunkte lagen in der Erprobung von Klimaneutralität, Dekolonisierung und Dekarbonisierung.
Professor Poensgen betonte die Bedeutung der Exkursion für die Studierenden, indem er seine Ziele erläuterte: die Kulturschätze Venedigs den Studierenden näherzubringen und sie zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema der Biennale anzuregen. Er unterstrich, dass die Studierenden durch ihr Studium befähigt werden sollen, selbst Akteure des Wandels zu werden, und hob die Rolle der Fachrichtung Architektur der Hochschule Koblenz als offizielle Partnerin in der Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ hervor.
Die Exkursion bot den Studierenden die Möglichkeit, sich nicht nur mit der reichen Architekturtradition Venedigs auseinanderzusetzen, sondern auch die praktischen Anwendungen für eine nachhaltige und integrative Zukunft kennenzulernen. Dies spiegelte sich in der thematischen Ausrichtung der Biennale wider, in der Themen wie architektonisch-räumliche Konzepte zum Wohnen, Leben und Arbeiten, ressourcensparender Umgang mit Baumaterialien und energieeffiziente Anforderungen behandelt wurden.
Kuratorin Lesley Lokko fasste den Geist der Ausstellung treffend zusammen: „Es ist unmöglich, eine bessere Welt aufzubauen, wenn man sie sich nicht vorher vorstellen kann“. Die Exkursion bildete somit eine inspirierende Plattform für die Studierenden, auf der sie die Wege zu einer zukünftigen Architektur, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch nachhaltig ist, erforschen konnten. BA
Auf der 18. Architektur-Biennale. Foto: Prof. Georg Poensgen
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