Manöverball in Bell
Die Beller wissen, wie man richtig Karneval feiert
Mit dem Einzug der bezaubernden Tollität „Beller Jäß Anna I.“ und ihrem Ehemann Stephan, dem „Hennes“, begann eine Superschau
Bell. Dieser beliebte Manöverball war schon eine Schau der Superlative. Denn das, was die Beller Karnevalisten und ihre vor Elan sprühenden Gäste da auf der Showbühne ablieferten, hatte wahrlich großstädtisches Flair. Kompliment, was der kleine Ort Bell seit jeher in der fünften Jahreszeit auf die Beine stellt. Hier gab und gibt es immer noch Karnevalisten, die mit viel Herzblut „ihre“ Faasenacht gestalten. Mancherorts könnte man sich da wohl eine Scheibe davon abschneiden. Und wenn die frei nach ihrem Spitznamen genannten „Beller Jäße“ dann noch eine „Beller Jäß“ in persona der liebreizenden „Anna I.“ mit ihrem „Hännes Stephan“ als Tollität präsentieren können, dann ist die Chose komplettiert.
Samstag, 20.11 Uhr: Tusch und ein bunter Lindwurm kam beim Einmarsch aller aktiven Beller Fastnachter in die „Narrhalla Bürgerhaus“. Ein Einzug durch die Reihen vieler befreundeter Gäste aus der ganzen Region, darunter auch das Wehrer Prinzenpaar Alex I. und Daniela I. oder die Stadtsoldaten aus Mendig, in Richtung Bühne. „Ich grüße Euch alle auf das Herzlichste mit einem dreifach donnernden ‚Bell Alaaf‘ in unserem närrischen Heimatort“, rief der Kommandant der Stadtsoldaten Dustin Diensberg, assistiert von seinem Adjudanten Sebastian Luxem, den vielen Besuchern zu.
Und dann konnte ein vor Mutterwitz sprühenden KG Sitzungspräsidenten Tim Mintgen und der Obermohn Jana Strunk, die beide exzellent durch das närrische, mit Highligth’s vollgespickte Programm führten, beginnen.
Herrlich und fernsehreif, der Tanz der „Jäß Anna“ mit „Hennes Stephan“ mit dem Titel „Nimm die Beine in die Hand“, den beide gemeinsam mit ihrem Gefolge Nicole und Volker Reimann, Ellen und Stefan Rüber, Lisa Reimann, Annika Endres, Alexander Lehmann und Marcel Martini, gekonnt präsentierten. Wahrlich ein super Opening.
Highlights am laufenden Band
Frisch und rhetorisch perfekt reihte das Moderatorenpaar dann, einer Perlenkette gleich, die weiteren Spitzendarbietungen aneinander. Mit viel Glanz und Gloria zog zunächst das Mayener Herrscherpaar „Guido I.“ und
„Elisabeth I.“ mit Hofstaat und den Abordnungen aller Korporationen der Eifelstadt ein. Besuche der Mayener sind in Bell schon seit Jahren zur Tradition geworden. „Da wir sogar zwei Jahre in Bell zu ‚Hause‘ waren, kommenn wir besonders gerne hierher“, verriet Prinz Guido, um dann schnell das Mikro seiner Prinzessin zu überlassen. „Good wenn me en Frau hat, de net off de Mund jefalle ess“. Klar, dass sie auch ihren Sessionshit „Faasenaacht en Maye, ess doch nur gemeinsam schön“ im Gepäck hatten. Darauf dreimal Maye Mayoh, Bell Alaaf, Wehr Ojöh und Mennisch Ahoi.
Dann folgten „Paukenschläge“ am laufenden Band. Wahnsinn, was die, vom Moderator mit „Dee schönste Jäße,
de me em Dorf hann“ angekündigte, Garde der Möhnen unter ihren Trainerinnen Beate Perszewaski, Anna Müller und Kreiswackesträgerin, Martina Endres, da nach der kölsche Melodie „Lew Marie, ich bin kein Mann für eine Nacht“ mit viel Pep und Schwierigkeitsgraden auf die Bühne zauberte.
So war die Stimmung unter den vielen Gästen beim Manöverball direkt von Anfang an bombig. Auch beim Tanz der Prinzengarde Wehr. Mädels und Jungs, die gekonnt mit Pyramiden und exakten Hebefiguren choreografiert, innerhalb ihrer exzellenten Darbietung erfreuten.
Narhallamarsch für die nächsten Gäste, die „Gülser Seemöven“, die im Super Outfit unter der Einstudierung von Sonja Knorr und Jan Hoffmann mit „Auf der Michstrasse durch die Galaxy“ wahrlich profihaft zu begeistern wussten. Tosender Applaus für die glitzernd und schillernd bunten außerirdischen Akteure, die im Anschluss noch einen Tanztermin in Koblenz bestreiten mussten. Trainerin Sonja Knorr lobte: „Wir kommen gerne nach Bell, hier feiert man noch Herzblut-Karneval“. Mit viel Erfolg und Beifall brachten im Anschluss auch die Supergirls der TG Eich als immer gern gesehene Akteure ihren Showtanz mit viel Können gespickt auf die Bretter der Beller Bühne.
Krönender Abschluss: Die Lokalmatadoren
Krönender Abschluss des Darbietungs-Blocks war wohl der Tanz der Lokalmatadoren. Die Showtanzgruppe „Beller Mädels“ wagte unter der Einstudierung von Martina Endres und Anna Müller einen Rückblick in die Zwanziger Jahre. Unter dem Titel „Charleston Gestern und Heute“ war es ein gelungener Glanzpunkt des Manöverballes. Die Verantwortlichen können mit Fug und Recht zufrieden sein, und die Gäste, sie hatten reichlich Gelegenheit nach der Musik der Diskjokeys, Philipp Wölwer und Christian Rothbrust das Tanzbein zu schwingen.
Im Resümee könnte man wohl behaupten, dass sich manche TV-Sendung in Bell einige Tipps holen könnte. Die wissen nämlich, wie man richtig Karneval feiert. Mit ihrem Manöverball am vergangenen Samstag haben sie es bestens bewiesen. Nicht zu vergessen die vielen „Guten Geister“ vor und hinter den „Fastnachts-Kulissen“. Ihnen allen ein dreifaches „Bell Alaaf“.
Die weiteren Termine: 16. Februar, 19.11 Uhr Damensitzung; 23. Februar, 16.11 Uhr, Bunter Kindernachmittag; 28. Februar, 9.11 Uhr Verhaftungen der Möhnen in der „Unteren Ebene“ des Gemeindehauses; 15.11 Uhr Karnevalsumzug mit anschließender Narrenfete in der Oberen und Unteren Ebene des Gemeindehauses; 4. März, 9.11 Uhr, Verhaftungen der Karnevalsgesellschaft in der Unteren Ebene des Gemeindehauses – sowie Kneipenkarneval mit Musik und Tanz. BS
Die super Moderatoren: Tim Mintgen und Jana Strunk.
Die Gülser Seemöven sind immer gern gesehene Gäste in Bell. Ihr Auftritt war einfach top!
Ein „Bravo“ an die Garde aus Wehr.
Hohe Gäste: Das Mayener Prinzenpaar Guido I. und Elisabeth I. (Syré) mit Gefolge und Korporationen.
Eine super Mannschaft um die Tollitäten!
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