Allgemeine Berichte | 01.03.2021

Neues von der Brexbachtalbahn

Die „Brex“ – alles andere als Schnee von gestern!

Mit saisonalen historischen Schienenverkehr und neuen Veranstaltungs- und Eventformaten kommt die Region in Bewegung, erhält der Tourismus neue Impulse

Die Aktiven der Brexbachtalbahn schrecken auch vor eisigen Temperaturen nicht zurück. Foto: privat

Bendorf. „Achtung, kein Winterdienst!“ Dieses Schild dokumentiert an vielen Bahnanlagen, Bahnhofszufahrten oder Bahnsteigen die innere Haltung der Bahn zum Winter und zum Dienst am Kunden. Die Älteren erinnern sich da vielleicht noch an ein berühmtes Werbeplakat mit einer Lokomotive im Schnee. „Alle Wetter - die Bahn“. Die fährt immer, bei Wind und Wetter. Es sei denn, es schneit und stürmt wie zuletzt vor allem in Norddeutschland. Dann stehen überall die Schienenräder still. Überall? Nein, in einer kleinen Stadt am Rhein rollen sie auch bei tiefen Temperaturen, tiefem Schnee und Corona konform weiter. Denn die Aktiven der Brexbachtalbahn schrecken auch vor eisigen Temperaturen nicht zurück und arbeiten sich warm, um durch Taten das umzusetzen, was auch die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag zur Sicherung von Bahntrassen festgeschrieben hat: Bahnstrecken sind als Daseinsvorsorge zu erhalten und die Reaktivierung von Schienenstrecken sind ein wichtiger Bestandteil des Zukunftskonzeptes Mobilität und Tourismus. Die Brexbachtalbahn ist dafür ein gutes Beispiel und herausragende Möglichkeit, aus Anspruch Wirklichkeit werden zu lassen. Mit einem saisonalen historischen Schienenverkehr und neuen Veranstaltungs- und Eventformaten kommt die Region in Bewegung, erhält der Tourismus neue Impulse. Man denke nur zurück an den berühmtem „Drei-Städte-Wandertag“ zwischen Neuwied, Bendorf und Höhr-Grenzhausen. Mit der aktuellen Sanierung der Holzbachtalbahn zwischen Siershahn und Altenkirchen lassen sich darüber hinaus mittelfristig die Tourismusgebiete Mittelrheintal, Naturpark Westerwald, Nassauer Land, der Oberwesterwald, die Städte Limburg, Hachenburg, Westerburg und Altenkirchen sowie das Lahn- und Siegtal auf erlebnisreiche und nachhaltige Weise per Schiene miteinander verbinden und Synergien entwickeln. Denn Schienenverkehr ist leistungsfähig, energieeffizient, schützt die Umwelt, das Klima und vor Flächenverbrauch. Eine historische Bahnstrecke ist also niemals Schnee von gestern, sondern ihr Erhalt zukunftsweisende Investition und Kernelement fortschrittlicher, nachhaltiger und umweltfreundlicher Verkehrspolitik – im Sommer wie im Winter.

Die Aktiven der Brexbachtalbahn schrecken auch vor eisigen Temperaturen nicht zurück. Foto: privat

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