Verein Zehnthaus e.V. - Swisttal-Odendorf/Essig
Die „Dritten“ der Schule am Zehnthof besuchen das Odendorfer Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. Seit vielen Jahren ist es eine feste Tradition, dass die „Dritten“ der Odendorfer Schule am Zehnthof kurz vor den Sommerferien das Zehnthaus besichtigen. So war es kürzlich dann wieder so weit. Klaus Peter Scholz vom Zehnthausverein begrüßte die Kinder und die Lehrerinnen der Klassen 3a und 3b vor dem Haus und stellte ihnen gleich eine schwierige Aufgabe. Sie mussten die großen Eisenziffern an der Straßenseite des Gebäudes entschlüsseln. Mit vereinten Kräften fand man aber schnell heraus, dass es sich um die Zahlen 1-7-2-6 handelt, die für das Jahr 1726 stehen, in dem das Zehnthaus erbaut worden war.
Drinnen fiel den Kindern sofort auf, dass die Mauern viel dicker als in neuen Bauten sind. Sollte dies ein Schutz vor Einbrechern oder Räubern sein? Scholz erklärte den jungen Besuchern, dass das Haus als Lagerhaus gebaut worden war, in dem der „Zehnt“ aufbewahrt werden sollte. Er erläuterte weiter: Der Zehnt war eine Abgabe, die die Bauern, denen die Höfe und das Ackerland ja nicht gehörten, an die Landbesitzer abführen mussten. Die Steuer hieß Zehnt, weil der zehnte Teil der Erträge verlangt wurde. Hier in Odendorf besaß der Kartäuserorden das Land. Der hatte das Haus bauen lassen, um die Sachen dort zu lagern, bevor sie auf dem Markt verkauft wurden. Die Mauern sind so dick, um in Winter die Kälte und im Sommer die Hitze abzuhalten.
Als der Zehnt später nicht mehr abgegeben werden musste, wurde das Zehnthaus als Privathaus und schließlich sogar als Poststelle genutzt. 1971 hat die Gemeinde Swisttal das Gebäude gekauft. Der Verein Zehnthaus e.V. restaurierte das Denkmal mit Unterstützung der Gemeinde. Heute kann das Gebäude von den Bürgern für private Feiern, aber auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Dann ging es an Orte, die nur ganz besondere Gäste zu sehen bekommen. Auf dem etwas unheimlichen Speicher hielten die jungen Besucher nach Fledermäusen Ausschau, die man dort - so sagt man - schon gesehen hat. Schließlich wurde es aber richtig gruselig. Jetzt ging es nach unten in das dunkle und etwas muffige Kellergewölbe. War das hier etwa ein Verließ, in dem man Menschen gefangen hielt? Nein, beruhigte Scholz, der Keller war gewissermaßen der „Kühlschrank“ des Zehnthauses. Hier hielt man leicht verderbliche Waren frisch.
Einige Kinder, so schien es, waren dann aber doch froh, als sie wieder aufgestiegen und im Tageslicht angekommen waren.
Im Keller.
Auf dem Dachboden.
Artikel melden
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3
- Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 4
- Bernd Kircher: Es ist der Ottenturm in der Andernacher Stadtmauer an der Verbindung zwischen Stadtgraben und Oberer Wallstraße.
- Helma Bermel : Andernach Stadtmauer, am Stadtgraben.
- Gabriele Schammler: Bilderrätsel Es handelt sich um einen Teil der Andernacher Stadtmauer in der Nähe der Burgruine.
HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
Unbekannte schießen auf Verkehrszeichen und Wanderkarten
01. - 13.04.: Schüsse im Westerwaldkreis
Seck. Im Zeitraum von Mittwoch, dem 1. April 2026, bis Montag, dem 13. April 2026, ereignete sich im Bereich des Campingplatzes Weiherhof in der Ortsgemeinde Seck eine gemeinschädliche Sachbeschädigung. Dabei wurden Verkehrszeichen, Wanderkarten und das Willkommensschild vermutlich durch Schüsse beschädigt.
Weiterlesen
Besonders prägend waren für Mara die Einsätze nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
HeimatHelden: Bad Neuenahr: Mara Hermes lebt das Ehrenamt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Blutspenden, Karnevalsumzüge oder auch Großveranstaltungen wie Rock am Ring wären ohne sie kaum denkbar: die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit, helfen Menschen in Not und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. In der Reihe „HeimatHelden“ stellt BLICK aktuell Menschen vor, die diesem Engagement ein Gesicht geben.
Weiterlesen
Der junge Mann lebt das Ehrenamt an jedem Tag:
HeimatHelden: Niederzissen: Marvin Engel hat das Herz am rechten Fleck
Kreis Ahrweiler. Rund 1000 Ehrenamtliche engagieren sich im DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. – im Sanitätsdienst, bei Blutspenden oder als Helfer vor Ort. Sie helfen in der Not, sind für ihre Mitmenschen da und sichern den Katastrophenschutz im Kreis. Einer von ihnen ist Marvin Engel vom DRK-Ortsverein Niederzissen.
Weiterlesen
